Mi, 09:18 Uhr
06.06.2018
Ausstellung und Show im Zirkuszelt
Circus im Nationalsozialismus
Um das Leben einer jüdischen Artistin im Nationalsozialismus geht es in dem Projekt Circus.Freiheit.Gleichschaltung, das mit verschiedenen Veranstaltungen demnächst im Zappelini-Zelt Am Altentor und in der Stadtbibliothek in Nordhausen gastiert...
Das Projekt will Jugendlichen und Erwachsenen einen neuen, intensiven Einblick in die Zeit und das Leben der Menschen im Nationalsozialismus ermöglichen. Der Eintritt zu allen Veranstaltungen und der Ausstellung ist kostenfrei.
Die Wanderausstellung Circus.Freiheit.Gleichschaltung basiert auf Erzählungen von Circusartisten, Circushistorikern und Überlebenden und ist zuerst im Zappelini-Zelt zu sehen. Begleitet wird die Ausstellung von einem gleichnamigen Circustheaterstück, das die Projektgruppe Circus im Nationalsozialismus gemeinsam mit der Künstlerin Roxana Küwen in Ausschnitten im Zappelini-Zelt zeigt. Sie erzählt aus dem Leben der jüdischen Artistin Irene Bento, die mit Teilen ihrer Familie versteckt im Circus Adolf Althoff den Holocaust überlebte. Live-Musik, Text und Artistik verbinden sich zu einer eindrucksvollen und berührenden Vermittlung von Geschichte und ihrer Bedeutung für gegenwarts- und zukunftsorientierte Erinnerungskultur. Die Performance zeigt auf, wie die NS-Kulturpolitik die Circuswelt beeinflusste, welche Auswirkungen sie auf ArtistInnen und Circusse hatte und erzählt die außergewöhnliche Geschichte von Irene Bento. Sie war eine deutsche Circusartistin, die 1939 aufgrund ihrer jüdischen Herkunft ein Berufsverbot erteilt bekam. Durch die Verbindung von allgemeiner mit persönlicher Geschichte, von Erzählung mit Artistik wird das Thema eindrucksvoll vermittelt.
Zirkusschicksale im Nationalsozialismus - gezeigt werden auch die Geschichten von Joesph, Irene und Peter Bentos (Foto: Familie Bento)
Dieses multidisziplinäre Circustheaterstück können Schulklassen (Schüler ab 14 Jahren) am Freitag, 15. Juni, um 9.30 Uhr im Zappelini-Zelt Am Altentor sehen. Im Anschluss können die Schüler mit den Akteuren ins Gespräch kommen und die Ausstellung ansehen. Dafür ist unbedingt eine vorherige Anmeldung erforderlich, da die Plätze begrenzt sind (Tel. 03631 479841). Ebenfalls für Schüler findet am 15. Juni von 11 bis 14 Uhr ein Workshop zum Thema Erinnerungskultur im Zappelini-Zelt statt. Auch hierfür ist eine Anmeldung erforderlich.
Abends ist dann die Ausstellung öffentlich für alle Besucher im Zappelini-Zelt Am Altentor zu sehen. Um 18 Uhr können die Gäste das Circustheaterstück Circus. Freiheit. Gleichschaltung. erleben. Dann wandert die Ausstellung in die Nordhäuser Stadtbibliothek Rudolf Hagelstange weiter. Dort ist am nächsten Tag, Samstag, 16. Juni, um 17 Uhr eine Filmvorführung geplant mit anschließender Info-Veranstaltung und der Ausstellungseröffnung. Die Ausstellung Circus.Freiheit.Gleichschaltung ist dann vom 18. Juni bis 14. Juli im Foyer zu den Öffnungszeiten der Stadtbibliothek Rudolf Hagelstange zu sehen.
Dieses Projekt, hier in Nordhausen organisiert vom studio44 e.V., wird innerhalb der Partnerschaft für Demokratie im Landkreis Nordhausen unterstützt, gefördert durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen des Bundesprogrammes Demokratie leben! sowie durch das Thüringer Ministerium für Bildung, Jugend und Sport im Rahmen des Landesprogrammes Denk bunt - Thüringer Landesprogramm für Demokratie, Toleranz und Weltoffenheit!. Die Ausstellung und Performance entstanden in Kooperation mit der Rosa-Luxemburg-Stiftung Niedersachsen e.V.
Autor: redDas Projekt will Jugendlichen und Erwachsenen einen neuen, intensiven Einblick in die Zeit und das Leben der Menschen im Nationalsozialismus ermöglichen. Der Eintritt zu allen Veranstaltungen und der Ausstellung ist kostenfrei.
Die Wanderausstellung Circus.Freiheit.Gleichschaltung basiert auf Erzählungen von Circusartisten, Circushistorikern und Überlebenden und ist zuerst im Zappelini-Zelt zu sehen. Begleitet wird die Ausstellung von einem gleichnamigen Circustheaterstück, das die Projektgruppe Circus im Nationalsozialismus gemeinsam mit der Künstlerin Roxana Küwen in Ausschnitten im Zappelini-Zelt zeigt. Sie erzählt aus dem Leben der jüdischen Artistin Irene Bento, die mit Teilen ihrer Familie versteckt im Circus Adolf Althoff den Holocaust überlebte. Live-Musik, Text und Artistik verbinden sich zu einer eindrucksvollen und berührenden Vermittlung von Geschichte und ihrer Bedeutung für gegenwarts- und zukunftsorientierte Erinnerungskultur. Die Performance zeigt auf, wie die NS-Kulturpolitik die Circuswelt beeinflusste, welche Auswirkungen sie auf ArtistInnen und Circusse hatte und erzählt die außergewöhnliche Geschichte von Irene Bento. Sie war eine deutsche Circusartistin, die 1939 aufgrund ihrer jüdischen Herkunft ein Berufsverbot erteilt bekam. Durch die Verbindung von allgemeiner mit persönlicher Geschichte, von Erzählung mit Artistik wird das Thema eindrucksvoll vermittelt.
Zirkusschicksale im Nationalsozialismus - gezeigt werden auch die Geschichten von Joesph, Irene und Peter Bentos (Foto: Familie Bento)
Dieses multidisziplinäre Circustheaterstück können Schulklassen (Schüler ab 14 Jahren) am Freitag, 15. Juni, um 9.30 Uhr im Zappelini-Zelt Am Altentor sehen. Im Anschluss können die Schüler mit den Akteuren ins Gespräch kommen und die Ausstellung ansehen. Dafür ist unbedingt eine vorherige Anmeldung erforderlich, da die Plätze begrenzt sind (Tel. 03631 479841). Ebenfalls für Schüler findet am 15. Juni von 11 bis 14 Uhr ein Workshop zum Thema Erinnerungskultur im Zappelini-Zelt statt. Auch hierfür ist eine Anmeldung erforderlich.
Abends ist dann die Ausstellung öffentlich für alle Besucher im Zappelini-Zelt Am Altentor zu sehen. Um 18 Uhr können die Gäste das Circustheaterstück Circus. Freiheit. Gleichschaltung. erleben. Dann wandert die Ausstellung in die Nordhäuser Stadtbibliothek Rudolf Hagelstange weiter. Dort ist am nächsten Tag, Samstag, 16. Juni, um 17 Uhr eine Filmvorführung geplant mit anschließender Info-Veranstaltung und der Ausstellungseröffnung. Die Ausstellung Circus.Freiheit.Gleichschaltung ist dann vom 18. Juni bis 14. Juli im Foyer zu den Öffnungszeiten der Stadtbibliothek Rudolf Hagelstange zu sehen.
Dieses Projekt, hier in Nordhausen organisiert vom studio44 e.V., wird innerhalb der Partnerschaft für Demokratie im Landkreis Nordhausen unterstützt, gefördert durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen des Bundesprogrammes Demokratie leben! sowie durch das Thüringer Ministerium für Bildung, Jugend und Sport im Rahmen des Landesprogrammes Denk bunt - Thüringer Landesprogramm für Demokratie, Toleranz und Weltoffenheit!. Die Ausstellung und Performance entstanden in Kooperation mit der Rosa-Luxemburg-Stiftung Niedersachsen e.V.


