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Mi, 11:01 Uhr
05.01.2005

Gedenken auch in Nordhausen

Nordhausen (nnz). Die nnz hatte gestern auf verschiedene Aktionen zum Gedenken an die Flutopfer in Südasien in Thüringen aufmerksam gemacht. Jetzt hat auch die Nordhäuser Stadtverwaltung reagiert.


Oberbürgermeisterin Barbara Rinke (SPD) hat alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadtverwaltung und der städtischen Betriebe dazu aufgerufen, heute zwischen 12 und 12.03 Uhr mit der Arbeit inne zu halten und damit der Opfer der Katastrophe im Südasien zu gedenken. Die Straßenbahnen zum Beispiel werden in dieser Zeit ihre Fahrt unterbrechen, der Fahrer werde die Passagiere über den Grund des Stopps informieren, sagte die Oberbürgermeisterin in eine heutigen Pressemitteilung der Stadt.

Die Stadt Nordhausen setzte bei der Hilfe für Südasien auf konkrete Projekte. „Für uns als Stadt allein wäre es allerdings schwierig, ein geeignetes Vorhaben zu finden. Es ist auch nicht sinnvoll, überstürzt auf eigene Faust irgend etwas in die Wege zu leiten – wir setzen deshalb auf die Zusammenarbeit mit dem Deutschen Städtetag, der die Hilfe der deutschen Städte für die Katastrophen-Region koordiniert“, so Frau Rinke. Wichtig sei, dass die Unterstützung für die schwer getroffenen Regionen und Menschen auch noch nach Monaten anhalte – wenn sich die öffentliche Aufmerksamkeit längst wieder auf andere aktuellere Ereignisse konzentriere.

18 Beamte der Nordhäuser Berufsfeuerwehr hätten sich gleich zu Beginn des neuen Jahres – entsprechend einer Bitte des Thüringer Innenministeriums um Vorbereitung auf einen eventuellen Hilfseinsatz – dazu bereit erklärt, so die Oberbürgermeisterin. Sollte die konkrete Abforderung kommen, würden einige Männer zum Einsatz abgestellt. Sämtliche Voraussetzungen wie entsprechende Impfungen oder handwerkliche Fähigkeiten lägen vor.

Die Hilfsbereitschaft der Deutschen sei - angesichts der aufgebrachten gewaltigen Spendensummen – beeindruckend – und zugleich Ausdruck eines ausgeprägten bürgerschaftlichen Engagements.

Ein weiterer allgemeiner Spendenaufruf an die Bevölkerung sei deshalb nicht notwendig, „allerdings werde ich alle Gäste, die wir zum Neujahrsempfang am 20. Januar im Rathaus erwarten, um ihren Hilfs-Beitrag für die Opfer, Überlebenden und Betroffenen der Flut bitten.“ Der Empfang werde angesichts der schlimmen Ereignisse in Asien in seinem Ablauf eingeschränkt.
Autor: nnz

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