Fr, 09:32 Uhr
31.12.2004
Eisenbahn-Bilanz
Nordhausen (nnz). Am letzten Tag dieses Jahres wird allerorten Bilanz gezogen. Das haben auch die Mitglieder der Inititaive Höchste Eisenbahn für den Südharz getan. Einzelheiten wie immer in Ihrer nnz.
Januar
Die nicht durchgeführten Bauarbeiten auf der Südharzstrecke führen zu neuen Langsamfahrstellen mit 30 km/h im Bahnhof Scharzfeld und zwischen Walkenried und Ellrich. Die zusätzlichen Minuten sind in den Fahrplänen nicht eingearbeitet, was zu ständigen Verspätungen auch auf der Westharzstrecke und zu "Zitteranschlüssen" in Northeim führt. "Höchste Eisenbahn" protestiert bei Bahn, LNVG und NVS und geht auch in die Öffentlichkeit. Zugkreuzungen werden fallweise nach Walkenried verlegt, um wenigstens die Züge nach Northeim pünktlich verkehren lassen zu können.
Februar
Auf dem Frühjahrstreffen 2004 der Initiative in Scharzfeld sind LNVG und NVS sowie MdB Dr. Priesmeier vertreten. Herr Kaiser von der LNVG kündigt das neue Fahrplankonzept für den Südharz an, welches bei Stillegung der Strecke nach Bad Lauterberg mehr Züge auf der Süd- und Westharzstrecke vorsieht und wonach auch mehr Züge nach Göttingen durchfahren sollen. Herr Mayer von der NVS übt starke Kritik an der DB Netz und erläutert Probleme in Thüringen. Nach dem Treffen beginnt eine rege öffentliche Diskussion über das neue Konzept. Vor allem das Thema "Verlegung des Bahnhofs Scharzfeld nach Barbis" macht Furore.
April
DB Regio will unterstützt von LNVG und VSN einen Prospekt zur Harz-Weser-Bahn herausgeben, der auf Vorarbeiten des Lokführers und Mitglieds der Initiative Torsten Bergmann aus Moringen beruht. In einer Besprechung in Göttingen werden unter Beteiligung der Initiative Einzelheiten erörtert und der Rahmen der Broschüre abgesteckt. DB Regio gibt einen neuen Fahrplan für die Strecke Northeim - Nordhausen heraus. Alle Kreuzungen werden nach Walkenried verlegt. Die Fahrzeit nach Nordhausen verlängert sich, aber der Pünktlichkeitsgrad steigt beträchtlich.
Mai
Nachdem erneut Bundesmittel für das Bestandsnetz nicht freigegeben wurden, Bauarbeiten wieder verschoben werden sollen und hierdurch das Südharz-Konzept in Gefahr gerät, laden die MdB Fischer und Dr. Faust zu einem Treffen nach Northeim ein, wo Dr. Gorka von der LNVG und Herr Wehmeyer vom DB-Harz-Weser-Netz die Situation erläutern. "Höchste Eisenbahn" ist ebenso anwesend wie Landrat Reuter und mehrere Bürgermeister entlang der Südharzstrecke. Man ist sich einig, dass u.a. auf Minister Stolpe und Bahnchef Mehdorn zugegangen werden soll. In der Folge entsteht ein sehr lebhafter Schriftwechsel. Es kommt Bewegung in die Szene.
Juni Nunmehr werden Bauarbeiten zwischen Herzberg und Osterode für den Herbst und zwischen Walkenried und Ellrich für den Dezember angekündigt.
August
Die Broschüre zur Harz-Weser-Bahn erscheint und wird großräumig in Niedersachsen und entlang der Strecke Ottbergen - Nordhausen verteilt. Allerdings nicht überall. Der Bahnhof Walkenried wird durch Vermittlung der Initiative aus dem Kontingent der Stadt Bad Sachsa bedient. Im Rahmen eines Ausflugs zum Auerhuhn-Gehege in Lonau wird sie in Anwesenheit der Initiative von DB Regio der Öffentlichkeit vorgestellt. Torsten Bergmann wird für seine Mitarbeit ausgezeichnet.
"Höchste Eisenbahn" entwickelt ein Fahrplankonzept für den durchgehenden Busverkehr zwischen Bad Sachsa und Braunlage. Die Konzession der KVG zwischen Hohegeiß und Braunlage läuft ab, die KVG fährt teilweise mit Taxis auf Basis einer vorläufigen Genehmigung bis zum Fahrplanwechsel weiter. Da Gruppen des öfteren stehen bleiben, mehrt sich auch im Oberharz die Kritik. Forderungen nach einer besseren Anbindung von Braunlage an die Südharzstrecke werden lauter.
September
Die ersten Entwürfe für das neue Fahrplankonzept erscheinen und sind eine Enttäuschung. Die Initiative spricht die LNVG an, die ihrerseits schon gegenüber der DB tätig geworden ist. In der Folge wird u.a. der erste Zug von Nordhausen doch noch bis Göttingen verlängert. Leider werden aber auch ursprünglich geplante Rückverlängerungen von Zügen nach Walkenried wieder aufgegeben. Aufgrund von Infrastrukturproblemen in Herzberg entstehen unpaarige Zugläufe. Auch die Durchbindung nach Erfurt wird ein Opfer des neuen Konzepts. Statt dessen erhält Nordhausen erstmals durchgehende Züge nach Braunschweig.
Oktober
Die DB beginnt mit Verschönerungsarbeiten in Herzberg, Bad Sachsa und Walkenried. Diese ziehen sich hin und sind auch Ende Dezember 2004 noch nicht abgeschlossen.
Mit mehrmonatiger Verzögerung wird der Vertrag zwischen der DB und dem Land Niedersachsen über das Harz-Weser-Netz unterschrieben. Das Land garantiert Zugbestellungen für die nächsten 20 Jahre, die Bahn im Gegenzug Sanierungsarbeiten auf dem gesamten Netz, die bis 2011 abgeschlossen sein sollen. Nicht nur "Höchste Eisenbahn" sieht sich am Ziel - zu früh?
November
Endlich wird zwischen Osterode und Herzberg gebaut. 2 neue Haltepunkte in Osterode entstehen. Die Arbeiten können nach mehrwöchiger Dauer pünktlich abgeschlossen werden. Die MdB Fischer und Dr. Faust überzeugen sich persönlich vom Fortgang der Arbeiten vor Ort.
Der Entwurf der Buslinie 450 ist Gegenstand eines Meinungsaustauschs zwischen der Initiative und rbb Göttingen. Die Bad Lauterberger Kunden müssen in Herzberg übertrieben lange Wartezeiten in Kauf nehmen, die den Vorteil wohnungsnaher Haltestellen in der Kurstadt schon fast wieder aufwiegen. Der Fahrplan sieht eine zweimalige Runde durch Herzberg vor, was umlaufbedingt zu recht früher Ankunft am Hauptbahnhof zwingt. "Höchste Eisenbahn" regt kürzere Übergangszeiten in Herzberg an und entwickelt das Konzept einer nur einmaligen "Ehrenrunde" durch die Stadt Herzberg. Für den neuen Fahrplan kommen die Vorschläge leider zu spät.
Dezember
Erst kurz vor dem Fahrplanwechsel wird über das neue Buskonzept nach Braunlage entschieden. Die Firma Hahne kann nach dem von der Initiative entwickelten Fahrplan fahren. Eine mehr als 10 Jahre währende Diskussion kommt zu einem positiven Ende. Braunlage erhält gute Anschlüsse in Richtung Herzberg und Nordhausen. Die Genehmigung gilt aufgrund eines Einspruchs der KVG, die selbst keinen Fahrplan vorgelegt hat, allerdings vorerst für 6 Monate. Der "Kleine Südharzer" der Initiative erscheint zum dritten Mal und ist von Anfang an ein Renner. Die meisten Exemplare werden binnen weniger Tage verkauft.
Buchstäblich in letzter Minute führt die DB Bauarbeiten zwischen Walkenried und Ellrich durch. Das Wetter hält: Dem Inkrafttreten des neuen Fahrplans steht nichts mehr im Wege. Das SEV-Konzept mit vollkommen überzogenen Fahrzeiten der Busse wird von "Höchste Eisenbahn" heftig kritisiert. Die Kritik erweist sich als allzu berechtigt, denn die Fahrgäste stehen oder sitzen in Walkenried bzw. Ellrich 5 bis 7 Minuten unnütz herum und riskieren anderswo ihre Anschlüsse. Die Kritik trägt der Initiative einen bösen Brief der DB aus Hannover und eine Einladung zum Busverkehr Nordhausen ein…
Am 11. Dezember verabschieden auch Mitglieder der Initiative den letzten Personenzug am Bahnhof Bad Lauterberg. Am 12. tritt der neue Fahrplan in Kraft. Für viele enttäuschend: Statt des VT 642 ziehen nun wieder VT 628 oder VT 614 ihre Bahn. Der Einsatz des neuen VT 648 wird erst im Laufe des Jahres 2005 erfolgen.
Am 12.12. wird auch in Anwesenheit von "Höchste Eisenbahn" die neue durchgehende Buslinie nach Braunlage eröffnet. Bürgermeister Baumann und Ortsbürgermeister Gille (Hohegeiß) finden lobende Worte für das neue Konzept, es wird aber auch der Wunsch nach Ergänzung am Samstag vormittags laut.
Januar 2005
Es wird immer deutlicher, dass die Infrastruktur in Scharzfeld dringend erneuert werden muss. Konkrete Termine der Bahn sind noch nicht bekannt. Aus nicht näher bekannten Gründen wird zwischen Walkenried und Ellrich auch 3 Wochen nach Ende der Arbeiten noch mit 60 statt 80 km/h gefahren.
Der VSN erhöht die Fahrpreise zwar moderat, preist aber bei dieser Gelegenheit die 24-Stunden-Karte und die FamiliePlus-Karte aus dem Markt hinaus. Teilweise werden diese Karten um 100 % teurer. Gerade die Randbereiche des VSN sind betroffen. Das Preisniveau erreicht verglichen mit dem des VRB kaum noch zumutbare Höhen. "Höchste Eisenbahn" regt an, das NiedersachsenTicket auch in den Bussen zu verkaufen. Dies ist nach Auskunft der rbb Göttingen wegen einer Entscheidung der DB Regio nicht möglich.
Die Preiserhöhung wird mit wegfallenden Zuschüssen aufgrund des Koch-Steinbrück-Papiers und dem Wegfall der Erstattung der Durchtarifierungsverluste durch Zweckverband und Kommunen in Süd-Niedersachsen begründet.
Autor: nnzJanuar
Die nicht durchgeführten Bauarbeiten auf der Südharzstrecke führen zu neuen Langsamfahrstellen mit 30 km/h im Bahnhof Scharzfeld und zwischen Walkenried und Ellrich. Die zusätzlichen Minuten sind in den Fahrplänen nicht eingearbeitet, was zu ständigen Verspätungen auch auf der Westharzstrecke und zu "Zitteranschlüssen" in Northeim führt. "Höchste Eisenbahn" protestiert bei Bahn, LNVG und NVS und geht auch in die Öffentlichkeit. Zugkreuzungen werden fallweise nach Walkenried verlegt, um wenigstens die Züge nach Northeim pünktlich verkehren lassen zu können.
Februar
Auf dem Frühjahrstreffen 2004 der Initiative in Scharzfeld sind LNVG und NVS sowie MdB Dr. Priesmeier vertreten. Herr Kaiser von der LNVG kündigt das neue Fahrplankonzept für den Südharz an, welches bei Stillegung der Strecke nach Bad Lauterberg mehr Züge auf der Süd- und Westharzstrecke vorsieht und wonach auch mehr Züge nach Göttingen durchfahren sollen. Herr Mayer von der NVS übt starke Kritik an der DB Netz und erläutert Probleme in Thüringen. Nach dem Treffen beginnt eine rege öffentliche Diskussion über das neue Konzept. Vor allem das Thema "Verlegung des Bahnhofs Scharzfeld nach Barbis" macht Furore.
April
DB Regio will unterstützt von LNVG und VSN einen Prospekt zur Harz-Weser-Bahn herausgeben, der auf Vorarbeiten des Lokführers und Mitglieds der Initiative Torsten Bergmann aus Moringen beruht. In einer Besprechung in Göttingen werden unter Beteiligung der Initiative Einzelheiten erörtert und der Rahmen der Broschüre abgesteckt. DB Regio gibt einen neuen Fahrplan für die Strecke Northeim - Nordhausen heraus. Alle Kreuzungen werden nach Walkenried verlegt. Die Fahrzeit nach Nordhausen verlängert sich, aber der Pünktlichkeitsgrad steigt beträchtlich.
Mai
Nachdem erneut Bundesmittel für das Bestandsnetz nicht freigegeben wurden, Bauarbeiten wieder verschoben werden sollen und hierdurch das Südharz-Konzept in Gefahr gerät, laden die MdB Fischer und Dr. Faust zu einem Treffen nach Northeim ein, wo Dr. Gorka von der LNVG und Herr Wehmeyer vom DB-Harz-Weser-Netz die Situation erläutern. "Höchste Eisenbahn" ist ebenso anwesend wie Landrat Reuter und mehrere Bürgermeister entlang der Südharzstrecke. Man ist sich einig, dass u.a. auf Minister Stolpe und Bahnchef Mehdorn zugegangen werden soll. In der Folge entsteht ein sehr lebhafter Schriftwechsel. Es kommt Bewegung in die Szene.
Juni Nunmehr werden Bauarbeiten zwischen Herzberg und Osterode für den Herbst und zwischen Walkenried und Ellrich für den Dezember angekündigt.
August
Die Broschüre zur Harz-Weser-Bahn erscheint und wird großräumig in Niedersachsen und entlang der Strecke Ottbergen - Nordhausen verteilt. Allerdings nicht überall. Der Bahnhof Walkenried wird durch Vermittlung der Initiative aus dem Kontingent der Stadt Bad Sachsa bedient. Im Rahmen eines Ausflugs zum Auerhuhn-Gehege in Lonau wird sie in Anwesenheit der Initiative von DB Regio der Öffentlichkeit vorgestellt. Torsten Bergmann wird für seine Mitarbeit ausgezeichnet.
"Höchste Eisenbahn" entwickelt ein Fahrplankonzept für den durchgehenden Busverkehr zwischen Bad Sachsa und Braunlage. Die Konzession der KVG zwischen Hohegeiß und Braunlage läuft ab, die KVG fährt teilweise mit Taxis auf Basis einer vorläufigen Genehmigung bis zum Fahrplanwechsel weiter. Da Gruppen des öfteren stehen bleiben, mehrt sich auch im Oberharz die Kritik. Forderungen nach einer besseren Anbindung von Braunlage an die Südharzstrecke werden lauter.
September
Die ersten Entwürfe für das neue Fahrplankonzept erscheinen und sind eine Enttäuschung. Die Initiative spricht die LNVG an, die ihrerseits schon gegenüber der DB tätig geworden ist. In der Folge wird u.a. der erste Zug von Nordhausen doch noch bis Göttingen verlängert. Leider werden aber auch ursprünglich geplante Rückverlängerungen von Zügen nach Walkenried wieder aufgegeben. Aufgrund von Infrastrukturproblemen in Herzberg entstehen unpaarige Zugläufe. Auch die Durchbindung nach Erfurt wird ein Opfer des neuen Konzepts. Statt dessen erhält Nordhausen erstmals durchgehende Züge nach Braunschweig.
Oktober
Die DB beginnt mit Verschönerungsarbeiten in Herzberg, Bad Sachsa und Walkenried. Diese ziehen sich hin und sind auch Ende Dezember 2004 noch nicht abgeschlossen.
Mit mehrmonatiger Verzögerung wird der Vertrag zwischen der DB und dem Land Niedersachsen über das Harz-Weser-Netz unterschrieben. Das Land garantiert Zugbestellungen für die nächsten 20 Jahre, die Bahn im Gegenzug Sanierungsarbeiten auf dem gesamten Netz, die bis 2011 abgeschlossen sein sollen. Nicht nur "Höchste Eisenbahn" sieht sich am Ziel - zu früh?
November
Endlich wird zwischen Osterode und Herzberg gebaut. 2 neue Haltepunkte in Osterode entstehen. Die Arbeiten können nach mehrwöchiger Dauer pünktlich abgeschlossen werden. Die MdB Fischer und Dr. Faust überzeugen sich persönlich vom Fortgang der Arbeiten vor Ort.
Der Entwurf der Buslinie 450 ist Gegenstand eines Meinungsaustauschs zwischen der Initiative und rbb Göttingen. Die Bad Lauterberger Kunden müssen in Herzberg übertrieben lange Wartezeiten in Kauf nehmen, die den Vorteil wohnungsnaher Haltestellen in der Kurstadt schon fast wieder aufwiegen. Der Fahrplan sieht eine zweimalige Runde durch Herzberg vor, was umlaufbedingt zu recht früher Ankunft am Hauptbahnhof zwingt. "Höchste Eisenbahn" regt kürzere Übergangszeiten in Herzberg an und entwickelt das Konzept einer nur einmaligen "Ehrenrunde" durch die Stadt Herzberg. Für den neuen Fahrplan kommen die Vorschläge leider zu spät.
Dezember
Erst kurz vor dem Fahrplanwechsel wird über das neue Buskonzept nach Braunlage entschieden. Die Firma Hahne kann nach dem von der Initiative entwickelten Fahrplan fahren. Eine mehr als 10 Jahre währende Diskussion kommt zu einem positiven Ende. Braunlage erhält gute Anschlüsse in Richtung Herzberg und Nordhausen. Die Genehmigung gilt aufgrund eines Einspruchs der KVG, die selbst keinen Fahrplan vorgelegt hat, allerdings vorerst für 6 Monate. Der "Kleine Südharzer" der Initiative erscheint zum dritten Mal und ist von Anfang an ein Renner. Die meisten Exemplare werden binnen weniger Tage verkauft.
Buchstäblich in letzter Minute führt die DB Bauarbeiten zwischen Walkenried und Ellrich durch. Das Wetter hält: Dem Inkrafttreten des neuen Fahrplans steht nichts mehr im Wege. Das SEV-Konzept mit vollkommen überzogenen Fahrzeiten der Busse wird von "Höchste Eisenbahn" heftig kritisiert. Die Kritik erweist sich als allzu berechtigt, denn die Fahrgäste stehen oder sitzen in Walkenried bzw. Ellrich 5 bis 7 Minuten unnütz herum und riskieren anderswo ihre Anschlüsse. Die Kritik trägt der Initiative einen bösen Brief der DB aus Hannover und eine Einladung zum Busverkehr Nordhausen ein…
Am 11. Dezember verabschieden auch Mitglieder der Initiative den letzten Personenzug am Bahnhof Bad Lauterberg. Am 12. tritt der neue Fahrplan in Kraft. Für viele enttäuschend: Statt des VT 642 ziehen nun wieder VT 628 oder VT 614 ihre Bahn. Der Einsatz des neuen VT 648 wird erst im Laufe des Jahres 2005 erfolgen.
Am 12.12. wird auch in Anwesenheit von "Höchste Eisenbahn" die neue durchgehende Buslinie nach Braunlage eröffnet. Bürgermeister Baumann und Ortsbürgermeister Gille (Hohegeiß) finden lobende Worte für das neue Konzept, es wird aber auch der Wunsch nach Ergänzung am Samstag vormittags laut.
Januar 2005
Es wird immer deutlicher, dass die Infrastruktur in Scharzfeld dringend erneuert werden muss. Konkrete Termine der Bahn sind noch nicht bekannt. Aus nicht näher bekannten Gründen wird zwischen Walkenried und Ellrich auch 3 Wochen nach Ende der Arbeiten noch mit 60 statt 80 km/h gefahren.
Der VSN erhöht die Fahrpreise zwar moderat, preist aber bei dieser Gelegenheit die 24-Stunden-Karte und die FamiliePlus-Karte aus dem Markt hinaus. Teilweise werden diese Karten um 100 % teurer. Gerade die Randbereiche des VSN sind betroffen. Das Preisniveau erreicht verglichen mit dem des VRB kaum noch zumutbare Höhen. "Höchste Eisenbahn" regt an, das NiedersachsenTicket auch in den Bussen zu verkaufen. Dies ist nach Auskunft der rbb Göttingen wegen einer Entscheidung der DB Regio nicht möglich.
Die Preiserhöhung wird mit wegfallenden Zuschüssen aufgrund des Koch-Steinbrück-Papiers und dem Wegfall der Erstattung der Durchtarifierungsverluste durch Zweckverband und Kommunen in Süd-Niedersachsen begründet.

