So, 08:53 Uhr
13.05.2018
10 Jahre Stalking-Paragraph:
Sind Opfer besser geschützt?
Stalking ist für Betroffene der reinste Alptraum. Vor zehn Jahren wurde der sogenannte Nachstellungsparagraph im Gesetzbuch installiert. Was seitdem passiert ist, erklärt Rechtsanwalt Markus Mingers...
Was ist Stalking und wie kann man sich wehren?
Stalking ist kein Kavaliersdelikt. Opfer sollten umgehende Maßnahmen ergreifen, professionelle Hilfe in Anspruch nehmen und Psychologen oder auch Rechtsanwälte einschalten, rät der Rechtsexperte Mingers. Doch was genau besagt der Nachstellungsparagraph?
Nach § 238 StGB liegt eine Nachstellung vor, wenn jemand einem anderen unbefugt nachstellt, in dem er beharrlich seine räumliche Nähe aufsucht oder unter Verwendung von Telekommunikationsmitteln oder sonstigen Mitteln der Kommunikation oder über Dritte Kontakt zu ihm herzustellen versucht. Gleiches gilt für die Bedrohung eines anderen oder der Familie – es muss sich mithin um eine schwerwiegende Beeinträchtigung der Lebensgestaltung des Opfers handeln.
Mit Hilfe des Gesetzes können Richter anordnen, dass sich ein Stalker weder dem Wohnort noch der Arbeitsstelle nähern darf. Meistens gibt es auch ein klares Kontaktverbot zum Opfer. Wer Stalking zur Anzeige bringt, sollte detailliert Beweise über die Vorgehensweise des Täters führen, um die strafrechtliche Verfolgung zu vereinfachen. Oftmals ist es so, dass im Bereich des nun zehn Jahre alten Paragraphen kaum Verurteilungen feststellbar sind. Schätzungsweise nur ein Prozent der ermittelten Verdächtigen werden im Endeffekt belangt. Das liegt aber auch daran, dass viele Opfer gar nicht erst zur Polizei gehen, weiß Mingers.
Autor: redWas ist Stalking und wie kann man sich wehren?
Stalking ist kein Kavaliersdelikt. Opfer sollten umgehende Maßnahmen ergreifen, professionelle Hilfe in Anspruch nehmen und Psychologen oder auch Rechtsanwälte einschalten, rät der Rechtsexperte Mingers. Doch was genau besagt der Nachstellungsparagraph?
Nach § 238 StGB liegt eine Nachstellung vor, wenn jemand einem anderen unbefugt nachstellt, in dem er beharrlich seine räumliche Nähe aufsucht oder unter Verwendung von Telekommunikationsmitteln oder sonstigen Mitteln der Kommunikation oder über Dritte Kontakt zu ihm herzustellen versucht. Gleiches gilt für die Bedrohung eines anderen oder der Familie – es muss sich mithin um eine schwerwiegende Beeinträchtigung der Lebensgestaltung des Opfers handeln.
Mit Hilfe des Gesetzes können Richter anordnen, dass sich ein Stalker weder dem Wohnort noch der Arbeitsstelle nähern darf. Meistens gibt es auch ein klares Kontaktverbot zum Opfer. Wer Stalking zur Anzeige bringt, sollte detailliert Beweise über die Vorgehensweise des Täters führen, um die strafrechtliche Verfolgung zu vereinfachen. Oftmals ist es so, dass im Bereich des nun zehn Jahre alten Paragraphen kaum Verurteilungen feststellbar sind. Schätzungsweise nur ein Prozent der ermittelten Verdächtigen werden im Endeffekt belangt. Das liegt aber auch daran, dass viele Opfer gar nicht erst zur Polizei gehen, weiß Mingers.

