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So, 16:33 Uhr
26.12.2004

nnz-Weihnachts-News

Nordhausen (nnz). Die nnz-Redaktion hat natürlich auch am 2. Weihnachtsfeiertag die wichtigsten Nachrichten für Thüringen und Deutschland „aufgespürt“.


Nur bedingt
Wintersportfreunde sind Weihnachten in Thüringen nur bedingt auf ihre Kosten gekommen. Am zweiten Feiertag waren vier Skilifte geöffnet, teilte der Verband für Seilbahnen, Schlepplifte und Wintertourismus in Masserberg mit. Für Langläufer gab es nur noch Angebote oberhalb von 750 Metern. Die Strecken konnten auf Grund des Regens der vergangenen Tage nicht neu präpariert werden. Skifahrer mussten mit überfrorenen Stellen rechnen. In den Kammlagen gab es noch 10 bis 15 Zentimeter Schnee.


Pflege-TÜV in der Kritik
Der freiwillige Pflege-TÜV in Thüringen steht weiter in der Kritik. Zwar seien Qualitätskontrollen wichtig, doch erfülle die Art der Kontrolle durch den TÜV nicht die eigenen Vorstellungen, sagte die Pflegereferentin des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes, Andrea Jauernig, einem Thüringer Radiosender. Problematisch sei zum Beispiel die Frage des Datenschutzes oder die Form der Mitarbeiterbefragung.


Thüringerin getötet
Eine 31-jährige Urlauberin aus Weimar ist gestern bei einem Skiunfall auf dem Stubaier Gletscher in Tirol getötet worden. Nach Angaben eines Polizeisprechers in Innsbruck vom Sonntag war die junge Frau zusammen mit ihrem Partner auf dem Weg zur Mittelstation Fernau, als die Anfängerin die Kontrolle über ihre Ski verlor. Sie stürzte, prallte gegen eine Pistenbegrenzung und dann gegen einen Wasserhydranten der Kunstschneeversorgung. Dabei erlitt sie so schwere Verletzungen, dass sie wenig später starb.


Steigende Zahl
Die Zahl psychisch kranker Straftäter in Thüringen steigt weiter. Ende des Jahres seien 217 Patienten im so genannten geschlossenen Maßregelvollzug gewesen, sagte Sigrun Bever, zuständige Referatsleiterin im Sozialministerium der dpa. Im Jahr 2000 waren es 142, im Jahresdurchschnitt 2004 insgesamt 211. Wegen der steigenden Zahl von Einweisungen würden in den drei Kliniken im Freistaat auch die mehr als 300 Plätze bald belegt sein, die nach Fertigstellung von Neubauten zur Verfügung stehen.


Hoffen bei Verbraucherschützern
Die Verbraucherzentrale Thüringen hat sich gegen die geplante Kürzung von Landesmitteln gewandt. Sie erwartet, dass diese nicht so drastisch ausfallen werden, sagte Geschäftsführer Christian Koth der dpa. Die Verbraucherzentrale solle demnach im nächsten Jahr 231 000 Euro weniger vom Land erhalten. Die Zuschüsse verringerten sich damit um 18,5 Prozent, kritisierte Koth. Das hätte unabsehbare Folgen für die Beratung.


Neue Prüfung angekündigt
Thüringens Wirtschaftsminister Jürgen Reinholz (CDU) hat nach der Einsetzung eines Untersuchungsausschusses zur umstrittenen Förderung von Hotelbauten eine neue Prüfung angekündigt. „Wir werden uns von der Thüringer Aufbaubank die Unterlagen geben lassen und noch einmal prüfen“, sagte er in einem dpa-Gespräch in Erfurt. Dabei sollten Baukosten und Investitionen angesehen werden. Er hält die bisherige Prüfung jedoch für korrekt und will die Rechnungen von einem unabhängigen Wirtschaftsprüfer untersuchen lassen.


Positive Bilanz
Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt hat für die ein Jahr alte Gesundheitsreform eine positive Bilanz gezogen. Trotz unerwarteter Schwierigkeiten sei es gelungen, den drohenden Anstieg der Krankenkassenbeiträge auf 15 Prozent zu verhindern, sagte Schmidt in Berlin. „Keiner sagt mehr, das System ist marode.” Es sei richtig gewesen, die Reform gegen alle Widerstände durchzuziehen. Derzeit liegt der durchschnittliche Beitragssatz bei 14,2 Prozent - nach 14,3 Prozent vor einem Jahr.


Verhaltene Zuversicht
In der deutschen Wirtschaft herrscht verhaltene Zuversicht über die konjunkturelle Entwicklung im Jahr 2005. Wichtige Branchen wie die Autoindustrie oder auch mittelständische Unternehmen erwarten eine Fortsetzung des Wachstums - wenn auch abgeschwächt. Die Europäische Zentralbank rechnet in Europa mit einem Wachstum zwischen 1,4 und 2,4 Prozent. Große deutsche Forschungsinstitute hatten ihre Prognosen für das Wirtschaftswachstum im kommenden Jahr gesenkt. Sie erwarten nun ein Wachstum zwischen 0,8 Prozent und 1,3 Prozent.


Die Besten in Europa
Der Präsident des Europäischen Patentamtes, Alain Pompidou, hat deutschen Forschern und Technikern große Innovationskraft bescheinigt. Innerhalb der EU führten die Forscher und Erfinder aus Deutschland, sagte der Franzose dem Magazin „Focus”. Im globalen Vergleich liege Deutschland meist vor Japan und hinter den USA an zweiter Stelle. Eine „Stärke” der Wissenschaftler sei die Chemie. Aber auch die Physik, das Ingenieurswesen und die Halbleitertechnik brächten viele Patente hervor.


Ziel verfehlt
Die Bundesregierung wird es nach Auffassung von Arbeitgeberpräsident Dieter Hundt nicht schaffen, die Sozialabgaben bis 2006 auf 40 Prozent zu senken. „Ich kann beim besten Willen nicht erkennen, wie dieses Ziel mit den beschlossenen Reformen erreicht werden soll”, sagte Hundt der dpa in Berlin. Er befürchte im Gegenteil, dass die Beitragssätze in der Renten-, Kranken- und Pflegeversicherung „langfristig weiter deutlich steigen”.


Struck ist nicht müde
Verteidigungsminister Peter Struck will im Fall eines Siegs der SPD bei der Bundestagswahl 2006 im Amt bleiben. „2010 ist der Umbau der Bundeswehr zu einer Armee im Einsatz abgeschlossen. Und wer das in Gang gebracht hat, muss das auch ordentlich zu Ende bringen”, sagte der SPD-Politiker in einem dpa-Gespräch. Der 61- Jährige hatte am 10. Juni einen Schlaganfall erlitten und konnte zehn Wochen nicht arbeiten. Während dieser Zeit waren Befürchtungen laut geworden, Struck könne überhaupt nicht mehr als Minister arbeiten.
Autor: nnz

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