Mi, 18:17 Uhr
15.12.2004
Die Philosophie des Aufsteigens
Nordhausen (nnz). Francesco Galeano ist der klangvolle Name des Goalgetters von Wackers B-Junioren. 16 Tore hat der Mittelstürmer in der laufenden Saison der Kreisklasse schon gemacht. Aber der sympathische Bursche ist nicht als Star aus dem Lande der blühenden Zitronen eingeflogen worden, sondern ist ein echtes Wacker-Urgestein.
Die Philosophie des Aufsteigens (Foto: nnz)
Schon seit 1997 wohnen die Galeanos in Nordhausen und seit 1998 ist Francesco ein Wackerer. Als E-Junior hat er begonnen und im Jahre 2000 die Insolvenz des Vereins miterlebt. Da wussten wir eine ganze Weile nicht, ob es überhaupt weitergeht mit Wacker. Viele gute Jugendspieler sind damals zu anderen Vereinen gegangen. Inzwischen kommen sie einer nach dem anderen wieder zurück. Francesco stammt aus einer fußballverrückten Familie mit Wurzeln im sizilianischen Palermo. Er hat bei Wacker alle Jugendabteilungen durchlaufen und bereitet sich auf die A-Juniorenzeit vor.
Gemeinsam mit Sascha Bärtl, Sebastian Becker, Christoph Biesenbach, Sven Dittmann, Sören Feine, Patrick Hatzky, Tom Kube, Tobias Ludwig, Phillip Metzler, Christian Müller, Benni Pohl, Christopher Rennebach, Robin Ullrich und Marcus Vopel hat Francesco den festen Vorsatz, wieder in die Landesklasse aufzurücken, aus der die Jungs im vorigen Jahr absteigen mussten. Und weil Francesco im Sommer zu den A-Junioren wechselt, will er unter allen Umständen den Aufstieg schaffen. Ich bin im letzten Jahr mit abgestiegen, da will ich in dieser Saison auch wieder aufsteigen, gibt er sich kämpferisch.
Seit dieser Spielzeit trainiert Heiko Ullrich die B-Jugendlichen und wird dabei von dem jungen Co-Trainer André Roth unterstützt. Die Jungs akzeptieren ihre Trainer und sind begeistert, dass sie zu großen Turnieren wie jetzt im Dezember nach Eisenach fahren können. Francesco freut sich über das Engagement der Übungsleiter, deren Training er als super einschätzt. Im Training werden immer wieder Angriffssituationen geübt, das war in der vergangenen Saison anders, erzählt Francesco.
Die Mannschaft ist ein verschworener Haufen, es gibt einen gesunden Konkurrenzkampf um die Stammplätze und die Jungs machen auch außerhalb des Sportplatzes vieles gemeinsam. In größeren Grüppchen fahren sie bspw. nach Erfurt und schauen sich die Spiele der 2. Bundesliga an.
In der Kreisklasse marschiert Francescos Truppe ziemlich souverän, liegt mit sage und schreibe 60 Treffern in acht Spielen an zweiter Position und erwartet den Tabellenführer im Frühjahr im Albert-Kuntz-Sportpark. Wir haben die beste Abwehr der Liga mit aktuell 5 Gegentoren. Marcus Vopel ist ein hervorragender Verteidiger, schwärmt Francesco. Auch Benni Pohl und Robin Ullrich lobt der Stürmer als Passgeber überschwänglich. Wir haben alle den absoluten Siegeswillen und die Mehrzahl der Spieler hat Ambitionen, sich als Profi-Fußballer zu versuchen. Der Aufstieg ist für die Spieler eben so wichtig wie für den Verein. Wenn wir es nicht schaffen, dann werden einige der größten Talente zu größeren Vereinen wechseln, das haben sie schon angekündigt.
Francesco hat eine Karriere als Fußballer fest ins Auge gefasst. Freiwillig trainiert er viermal in der Woche. Bei den A-Junioren gehört er zum erweiterten Kader der 1. Mannschaft und er spielt jedes Wochenende neben den samstäglichen Punktspielen für seine B-Mannschaft am Sonntag in der A2, einem Team, das aus den Ersatzspielern der 1. A-Junioren und einigen B-Junioren gebildet wurde. Bei den A-Junioren geht es schon anders zur Sache, erzählt Francesco. Wenn Spiele anstehen, dann ist er am Abend vorher zeitig zu Hause und bald im Bett. Vor den Spielen bereitet sich das Team im Clubraum mental vor, Trainer Ullrich stellt die Jungs auf den Gegner ein, gibt die Aufstellung bekannt und erläutert die Taktik. Von den 16 Spielern im Kader sind immer wenigstens 14 zu den Spielen da, so dass das Trainergespann variieren kann.
Zu Auswärtsspielen kommen oft vier, fünf Väter mit, die ihre Jungs anfeuern. Das hilft uns enorm, freut sich Francesco über das Engagement der Eltern. Vorbilder hat er in José Guerrero vom FC Bayern und im jungen Daniel Braun bei Wacker. So wie Daniel will auch Francesco den erfolgreichen Sprung in die Männermannschaft schaffen. Für sein großes Ziel, eines Tages bei den Bayern oder Inter Mailand zu spielen, würde Francesco auch noch viel härter trainieren.
Und die Mädchen? Wenn ich einmal etwas erreicht habe, dann werde ich mir auch eine Freundin suchen. Jetzt ist dafür keine Zeit. Sagt’s, nimmt seine Tasche und geht zum Training.
Olaf Schulze
Autor: osch
Die Philosophie des Aufsteigens (Foto: nnz)
Schon seit 1997 wohnen die Galeanos in Nordhausen und seit 1998 ist Francesco ein Wackerer. Als E-Junior hat er begonnen und im Jahre 2000 die Insolvenz des Vereins miterlebt. Da wussten wir eine ganze Weile nicht, ob es überhaupt weitergeht mit Wacker. Viele gute Jugendspieler sind damals zu anderen Vereinen gegangen. Inzwischen kommen sie einer nach dem anderen wieder zurück. Francesco stammt aus einer fußballverrückten Familie mit Wurzeln im sizilianischen Palermo. Er hat bei Wacker alle Jugendabteilungen durchlaufen und bereitet sich auf die A-Juniorenzeit vor.
Gemeinsam mit Sascha Bärtl, Sebastian Becker, Christoph Biesenbach, Sven Dittmann, Sören Feine, Patrick Hatzky, Tom Kube, Tobias Ludwig, Phillip Metzler, Christian Müller, Benni Pohl, Christopher Rennebach, Robin Ullrich und Marcus Vopel hat Francesco den festen Vorsatz, wieder in die Landesklasse aufzurücken, aus der die Jungs im vorigen Jahr absteigen mussten. Und weil Francesco im Sommer zu den A-Junioren wechselt, will er unter allen Umständen den Aufstieg schaffen. Ich bin im letzten Jahr mit abgestiegen, da will ich in dieser Saison auch wieder aufsteigen, gibt er sich kämpferisch.
Seit dieser Spielzeit trainiert Heiko Ullrich die B-Jugendlichen und wird dabei von dem jungen Co-Trainer André Roth unterstützt. Die Jungs akzeptieren ihre Trainer und sind begeistert, dass sie zu großen Turnieren wie jetzt im Dezember nach Eisenach fahren können. Francesco freut sich über das Engagement der Übungsleiter, deren Training er als super einschätzt. Im Training werden immer wieder Angriffssituationen geübt, das war in der vergangenen Saison anders, erzählt Francesco.
Die Mannschaft ist ein verschworener Haufen, es gibt einen gesunden Konkurrenzkampf um die Stammplätze und die Jungs machen auch außerhalb des Sportplatzes vieles gemeinsam. In größeren Grüppchen fahren sie bspw. nach Erfurt und schauen sich die Spiele der 2. Bundesliga an.
In der Kreisklasse marschiert Francescos Truppe ziemlich souverän, liegt mit sage und schreibe 60 Treffern in acht Spielen an zweiter Position und erwartet den Tabellenführer im Frühjahr im Albert-Kuntz-Sportpark. Wir haben die beste Abwehr der Liga mit aktuell 5 Gegentoren. Marcus Vopel ist ein hervorragender Verteidiger, schwärmt Francesco. Auch Benni Pohl und Robin Ullrich lobt der Stürmer als Passgeber überschwänglich. Wir haben alle den absoluten Siegeswillen und die Mehrzahl der Spieler hat Ambitionen, sich als Profi-Fußballer zu versuchen. Der Aufstieg ist für die Spieler eben so wichtig wie für den Verein. Wenn wir es nicht schaffen, dann werden einige der größten Talente zu größeren Vereinen wechseln, das haben sie schon angekündigt.
Francesco hat eine Karriere als Fußballer fest ins Auge gefasst. Freiwillig trainiert er viermal in der Woche. Bei den A-Junioren gehört er zum erweiterten Kader der 1. Mannschaft und er spielt jedes Wochenende neben den samstäglichen Punktspielen für seine B-Mannschaft am Sonntag in der A2, einem Team, das aus den Ersatzspielern der 1. A-Junioren und einigen B-Junioren gebildet wurde. Bei den A-Junioren geht es schon anders zur Sache, erzählt Francesco. Wenn Spiele anstehen, dann ist er am Abend vorher zeitig zu Hause und bald im Bett. Vor den Spielen bereitet sich das Team im Clubraum mental vor, Trainer Ullrich stellt die Jungs auf den Gegner ein, gibt die Aufstellung bekannt und erläutert die Taktik. Von den 16 Spielern im Kader sind immer wenigstens 14 zu den Spielen da, so dass das Trainergespann variieren kann.
Zu Auswärtsspielen kommen oft vier, fünf Väter mit, die ihre Jungs anfeuern. Das hilft uns enorm, freut sich Francesco über das Engagement der Eltern. Vorbilder hat er in José Guerrero vom FC Bayern und im jungen Daniel Braun bei Wacker. So wie Daniel will auch Francesco den erfolgreichen Sprung in die Männermannschaft schaffen. Für sein großes Ziel, eines Tages bei den Bayern oder Inter Mailand zu spielen, würde Francesco auch noch viel härter trainieren.
Und die Mädchen? Wenn ich einmal etwas erreicht habe, dann werde ich mir auch eine Freundin suchen. Jetzt ist dafür keine Zeit. Sagt’s, nimmt seine Tasche und geht zum Training.
Olaf Schulze


