Di, 18:36 Uhr
14.12.2004
Investition in die Zukunft
Nordhausen (nnz). Eine Amtskette wurde heute anstelle eines Staffelstabes weitergereicht. Wenn Sie das heute in der nnz lesen, haben Sie so viel gelernt wie die Menschen des Mittelalters in einer Generation. Was das Eine mit dem Anderen zu tun hat erfahren Sie mit einem Klick.
Investition in die Zukunft (Foto: nnz)
Dreieinhalb Jahre sind eine kurze Amtszeit, besonders für einen Geologen, der damit gerade mal ein Miliardstel der Erdgeschichte auf dem Posten tätig war. "Ich bin es gewohnt in längeren Perioden zu denken" sagt Professor Dr. Christian C. Juckenack. Die vergangenen dreieinhalb Jahre war er der Rektor der Fachhochschule in Nordhausen. Als Staatssekretär im Landwirtschaftsministerium übergab er die Amtskette an seinen Nachfolger.
Über die Wahl des Professor Dr. Jörg Wagner berichtete nnz mehrfach. Jetzt ist das Ergebnis offiziell bestätigt. Investitur nennt man diese Amtseinführung. Und das kommt von Investition, meint Kultusminister Professor Dr. Jens Goebel. Als ehemaliger Fachhochschulrektor in Schmalkalden kannte er das Zeremoniell.
Christian Juckenack konnte sich nur schwer von "seiner" Fachhochschule trennen. Noch einmal zog er Bilanz. Man habe inzwischen sieben Studiengänge, 50 Professoren und 1200 Studenten. Er bedankte er sich bei diesen, da die jungen Leute in den Anfangsjahren die Improvisationen akzeptierten und mit konstruktiver Kritik zur Verbesserung der Hochschule beitrugen. Auch wenn er nicht mehr Rektor sei, werde er sich für den Thüringer Hochschulpakt einsetzen, sagte Juckenack. Für mehr Praxisnähe und eine Trennung von Forschung und Lehre setzt er sich ein. Warum gibt es in einer Zeit des Umbruchs im Bereich des Studiums keine umfassenderen Reformen? Warum kein Thüringer Modellprojekt? fragte er.
Wo Wissen sich heute in einer rasenden Geschwindigkeit verdoppelt, sei es sehr wichtig dazuzulernen, besonders um dem gefürchteten Fachkräftemangel entgegenzuwirken. Heute verdoppelt sich das Wissen in vier bis fünf Jahren, im Bereich der Computertechnik ist die Halbwertzeit noch kürzer. "Im Mittelalter vermehrte sich das Wissen einer Generation um den Wert einer heutigen Tageszeitung." erklärte der Staatsekretär.
Nach einer Ansprache des Kultusministers war es dann so weit. Christian Juckenack mußte sich von seiner Rektorenkette trennen und sie an seinem Amtsnachfolger Jörg Wagner übergeben. Er wünschte ihm, daß er häufiger Gelegenheit haben werde dieses Schmuckstück zu tragen. Blumen und kleine Präsente für die alte und die neue Führungsmannschaft gab es ebenfalls.
Autor: wf
Investition in die Zukunft (Foto: nnz)
Dreieinhalb Jahre sind eine kurze Amtszeit, besonders für einen Geologen, der damit gerade mal ein Miliardstel der Erdgeschichte auf dem Posten tätig war. "Ich bin es gewohnt in längeren Perioden zu denken" sagt Professor Dr. Christian C. Juckenack. Die vergangenen dreieinhalb Jahre war er der Rektor der Fachhochschule in Nordhausen. Als Staatssekretär im Landwirtschaftsministerium übergab er die Amtskette an seinen Nachfolger.
Über die Wahl des Professor Dr. Jörg Wagner berichtete nnz mehrfach. Jetzt ist das Ergebnis offiziell bestätigt. Investitur nennt man diese Amtseinführung. Und das kommt von Investition, meint Kultusminister Professor Dr. Jens Goebel. Als ehemaliger Fachhochschulrektor in Schmalkalden kannte er das Zeremoniell.
Christian Juckenack konnte sich nur schwer von "seiner" Fachhochschule trennen. Noch einmal zog er Bilanz. Man habe inzwischen sieben Studiengänge, 50 Professoren und 1200 Studenten. Er bedankte er sich bei diesen, da die jungen Leute in den Anfangsjahren die Improvisationen akzeptierten und mit konstruktiver Kritik zur Verbesserung der Hochschule beitrugen. Auch wenn er nicht mehr Rektor sei, werde er sich für den Thüringer Hochschulpakt einsetzen, sagte Juckenack. Für mehr Praxisnähe und eine Trennung von Forschung und Lehre setzt er sich ein. Warum gibt es in einer Zeit des Umbruchs im Bereich des Studiums keine umfassenderen Reformen? Warum kein Thüringer Modellprojekt? fragte er.
Wo Wissen sich heute in einer rasenden Geschwindigkeit verdoppelt, sei es sehr wichtig dazuzulernen, besonders um dem gefürchteten Fachkräftemangel entgegenzuwirken. Heute verdoppelt sich das Wissen in vier bis fünf Jahren, im Bereich der Computertechnik ist die Halbwertzeit noch kürzer. "Im Mittelalter vermehrte sich das Wissen einer Generation um den Wert einer heutigen Tageszeitung." erklärte der Staatsekretär.
Nach einer Ansprache des Kultusministers war es dann so weit. Christian Juckenack mußte sich von seiner Rektorenkette trennen und sie an seinem Amtsnachfolger Jörg Wagner übergeben. Er wünschte ihm, daß er häufiger Gelegenheit haben werde dieses Schmuckstück zu tragen. Blumen und kleine Präsente für die alte und die neue Führungsmannschaft gab es ebenfalls.

