Di, 07:34 Uhr
14.12.2004
Sie geben nicht auf
Nordhausen (nnz). Auch gestern versammelten sich wieder Menschen, um gegen Hatz IV und dessen Folgen zu protestieren. Was auf dem Blasiikirchplatz gesprochen wurde, das hat die nnz erfahren.
Auch gestern waren wieder mehr als 150 Nordhäuserinnen und Nordhäuser zur nunmehr 21. Demo erschienen. In seiner Eröffnungsansprache ging Jürgen Nagel darauf ein, dass es nur eine Frage der Zeit sei, dass die Menschen die Auswirkungen der Hartz 4 Reformen zu spüren bekommen. Viele, die Ihre Bescheide über das ALG II schon haben und andere, die noch darauf warten, werden ab Januar mit der Enttäuschung leben, oder sich zu aktiven Protesten entscheiden müssen. Nach wie vor geht es nicht darum, die Staatsalmosen zu erhöhen, sondern darum, dauerhafte Arbeitsplätze zu schaffen. Aber wenn das nicht möglich sei, dann sollte doch zumindest Jedem die Möglichkeit gegeben sein menschenwürdig zu leben. Allerdings ist das mit den derzeitigen Mitteln gemäß Hartz 4 nicht möglich.
In den Beiträgen der Demonstranten, die über ihre Schicksale berichteten kam sehr deutlich zum Ausdruck, dass es nicht sein kann, dass die Herren in den Chefetagen der Konzerne und Parteizentralen leben wie die Made im Speck und der Arbeitslose nicht weiß, wie er seine Familie mit 54 Euro in der Woche ernähren soll. Wieder einmal wurde kritisiert, dass es für Waffen und Krieg immer genügend Geld gibt, aber für die Bekämpfung der Arbeitslosigkeit keine Mittel vorhanden sind.
Das Schlimmste aber sei, dass immer mehr Kinder, die sich vor allem nicht dagegen wehren können, in die Armmut getrieben werden. In den Diskussionen zwischen den einzelnen Beiträgen der Teilnehmer kam ganz klar zum Ausdruck, dass die Bereitschaft zum Weitermachen vorhanden ist, auch wenn die Teilnehmerzahlen auf ein Zehntel zurückgegangen sind. "Lasst uns nicht im Stich", so eine Bitte eines Demonstranten an das Organisationskomitee.
Zum Abschluss wurden die Teilnehmer aufgefordert, sich aktiv an der Gestaltung der Montagsdemonstrationen zu beteiligen, indem sie ihre Fragen und Probleme an das Organisationskomitee weitergeben, oder sich selbst zu Wort melden. Eine rege Teilnahme an den noch in diesem Jahr statt findenden Veranstaltungen sei die beste Art, sich gegen die sozialen Missstände zur Wehr zu setzen.
Autor: nnzAuch gestern waren wieder mehr als 150 Nordhäuserinnen und Nordhäuser zur nunmehr 21. Demo erschienen. In seiner Eröffnungsansprache ging Jürgen Nagel darauf ein, dass es nur eine Frage der Zeit sei, dass die Menschen die Auswirkungen der Hartz 4 Reformen zu spüren bekommen. Viele, die Ihre Bescheide über das ALG II schon haben und andere, die noch darauf warten, werden ab Januar mit der Enttäuschung leben, oder sich zu aktiven Protesten entscheiden müssen. Nach wie vor geht es nicht darum, die Staatsalmosen zu erhöhen, sondern darum, dauerhafte Arbeitsplätze zu schaffen. Aber wenn das nicht möglich sei, dann sollte doch zumindest Jedem die Möglichkeit gegeben sein menschenwürdig zu leben. Allerdings ist das mit den derzeitigen Mitteln gemäß Hartz 4 nicht möglich.
In den Beiträgen der Demonstranten, die über ihre Schicksale berichteten kam sehr deutlich zum Ausdruck, dass es nicht sein kann, dass die Herren in den Chefetagen der Konzerne und Parteizentralen leben wie die Made im Speck und der Arbeitslose nicht weiß, wie er seine Familie mit 54 Euro in der Woche ernähren soll. Wieder einmal wurde kritisiert, dass es für Waffen und Krieg immer genügend Geld gibt, aber für die Bekämpfung der Arbeitslosigkeit keine Mittel vorhanden sind.
Das Schlimmste aber sei, dass immer mehr Kinder, die sich vor allem nicht dagegen wehren können, in die Armmut getrieben werden. In den Diskussionen zwischen den einzelnen Beiträgen der Teilnehmer kam ganz klar zum Ausdruck, dass die Bereitschaft zum Weitermachen vorhanden ist, auch wenn die Teilnehmerzahlen auf ein Zehntel zurückgegangen sind. "Lasst uns nicht im Stich", so eine Bitte eines Demonstranten an das Organisationskomitee.
Zum Abschluss wurden die Teilnehmer aufgefordert, sich aktiv an der Gestaltung der Montagsdemonstrationen zu beteiligen, indem sie ihre Fragen und Probleme an das Organisationskomitee weitergeben, oder sich selbst zu Wort melden. Eine rege Teilnahme an den noch in diesem Jahr statt findenden Veranstaltungen sei die beste Art, sich gegen die sozialen Missstände zur Wehr zu setzen.


