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Fr, 11:39 Uhr
10.12.2004

Im Januar geht’s los

Nordhausen (nnz). Als Ergebnis der Proteste gegen die sozialen Reformen der Bundesregierung ist auch in Nordhausen ein Sozialbeirat ins Leben gerufen worden. Im Januar soll es mit den Beratungen losgehen.


Einmal pro Monat wird ab Januar der Sozialbeirat der Stadt Nordhausen tagen. Auftakt ist der 18. Januar, es folgt der 15. Februar, der 15. März, der 19. April und der 17. Mai. Im Sommer tagt der Sozialbeirat am 14. Juni und am 23. August. Treffpunkt ist jeweils um 16.30 Uhr das Zimmer 138 im „Neuen Rathaus“, Markt 15. „Alle Nordhäuserinnen und Nordhäuser sind herzlich eingeladen, sich mit ihren Problemen, Fragen oder Hinweisen an uns zu wenden. Die Sitzungen sind öffentlich, bis auf die Fälle, wo ganz persönliche Anliegen besprochen werden“, sagte Barbara Schencke, Beirats-Vorsitzende und PDS-Stadträtin.

Frau Schencke verweist darauf, dass die sieben Mitglieder des Sozialbeirates keine hauptamtliche Beratungsarbeit leisten und leisten könnten – dafür gebe es professionelle Angebote, und die Lösung von Problemen liege letztlich bei den zuständigen Ämtern. „Wir sehen unsere ehrenamtliche Aufgabe vornehmlich in der Vermittlung an den richtigen Ansprechpartner und verstehen uns damit als erste Anlaufstelle für all jene, die nicht wissen, wo sie mit Ihrem Anliegen hin sollen.“ Da auch Stadträte im Gremium vertreten seien, könnten Anfragen zum Thema im Ausschuss bzw. im Plenum werden „und so kann in dem einen oder anderen Fall auch die Brücke zur politischen Entscheidungsfindung geschlagen werden, „und damit ist auch der kurze Weg zur Verwaltung sichergestellt“, sagte Frau Schencke.

Mit dem Großteil der Anfragen rechne sie noch nicht im Januar, sondern im Februar und März, weil viele Bürger Widerspruch gegen ihre Arbeitslosengeld-II-Bescheide erhoben hätten. Und die Anfragen würden sich vermutlich auch nicht nur auf die Hartz-IV-Regelungen beschränken, sondern viele andere soziale Probleme betreffen. In den Sozialbeirat, dessen Aufgaben in der Nordhäuser Hauptsatzung konkret festgeschrieben sind, hat die CDU-Stadtratsfraktion Carola Böck, Giselher Becker und Sven Lutze entsandt; die SPD ist durch Helga Rathnau und Rene Kübler vertreten, und die PDS durch Anni Skach.

Ratsuchende Bürger können entweder direkt zu den Sitzungen des Sozialbeirates kommen oder ihre Anliegen über das städtische Amt für Kultur, Soziales und Bildung an den Beirat weiterleiten. Ansprechpartnerin im Amt ist Sachgebietsleiterin Regina Braun, die entweder direkt im „Neuen Rathaus“ Markt 15 oder über die Telefon-Nummer 696 438 erreichbar ist.
Autor: nnz

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