Fr, 11:13 Uhr
23.02.2018
nnz-Forum
Der Funke sprang über
Der Förderverein des Theaters Nordhausen hatte dazu im Rahmen der Reihe Dienstag im Da Capo eingeladen. Die gut motivierten Zuhörer waren erwartungsvoll- und wurden reichlich belohnt. Professor Christoph Nix war sichtlich gerührt von der herzlichen Aufnahme des Publikums, aber auch durch den Nordhäuser Buchhändler Dietrich Rose. Dazu der Bericht einer Leserin der nnz...
Der studierte Jurist, Strafverteidiger und Kulturpolitiker Nix war schon zu seiner Zeit als Intendant am Nordhäuser Theater beliebt. Das verdankt er seinem natürlichen Charme, seinem ihm eigenen Mutterwitz und jugendlichen Charisma – genauer gesagt, ein Naturtalent!
Von 1994-1999 leitete er mit viel Geschick und Engagement den Nordhäuser Musentempel. Nicht angepasst, mit Mut zum Risiko – ein Querdenker mit Enthusiasmus. Er holte bekannte Stars, wie Klaus Lage, Ursula Karusseit, Günter Junghans nach Nordhausen. Damals echte Highlights - große Straßenfeger. Eine tolle schaffensreiche Zeit sowohl für die Künstler als auch die Nordhäuser. Das Parkett und die Ränge waren immer besetzt. Das Theater unterm Dach brachte spannende Krimis, Liederabende und Kabinettstückchen zur Aufführung.
Neben Leseproben ist ja Christoph Nix auch ein exzellenter Geschichtenerzähler. Er zieht die Zuhörer durch lebhafte Gestik, Mimik und mit angenehmer Stimme in den Bann. Nix las sich in die Herzen der Zuhörer und hatte die volle Aufmerksamkeit auf seiner Seite. Lustig war das Anschauen der Landkarte, mitgebracht von Dietrich Rose. Wir sahen, wo liegt der Kongo, Burundi, Ruanda und Simbabwe.
Die schwedische Ärztin Liv Urstedt inspirierte Nix, nach Afrika zu gehen. Hier war er kreativ als Theatermacher, Sozialberater und Helfer für die einfachste Bevölkerung. Er lernte Land und Leute kennen und lieben! Sein 200-seitiges Buch erzählt unter anderem Geschichten von Oanda, Mulungo usw.
Muzungo ist ein politischer Kriminalroman, präzise und mitreißend erzählt. Es geht um Korruption, Machtspiele und um die Rolle der privilegierten Weißen in Afrika. Das Buch macht Lust auf mehr. Es ist kurzweilig, macht aber auch nachdenklich.
Seit 2006 ist Christoph Nix Intendant am Theater in Konstanz. Nix ist ein Spurensucher. Er kann mitreißen und begeistern. Sein Impuls, wieder ein kleines Schauspiel z. B. im Theater unterm Dach ins leben zu rufen, macht neugierig. Damit löste er großen Beifall aus.
Jetzt liegt es an den anderen Kulturpolitikern, nicht zuletzt am Nordhäuser Oberbürgermeister, diese Idee aufzunehmen. Die obligatorische Ausrede, die Finanzen nicht bereitstellen zu können, wird von den Bürgern schon lange nicht mehr akzeptiert.
Unsere Stadt Nordhausen steht und fällt kulturell mit dem Theater. Musiktheater ist gut und schön, aber die meisten Bürger lieben Schauspiel und Musical! Endlich Zeit, dieses Thema zur Chefsache zu machen. Theater muss Thema sein!!! Toi, toi, toi!
Gisela Buttgereit, Nordhausen
Autor: redDer studierte Jurist, Strafverteidiger und Kulturpolitiker Nix war schon zu seiner Zeit als Intendant am Nordhäuser Theater beliebt. Das verdankt er seinem natürlichen Charme, seinem ihm eigenen Mutterwitz und jugendlichen Charisma – genauer gesagt, ein Naturtalent!
Von 1994-1999 leitete er mit viel Geschick und Engagement den Nordhäuser Musentempel. Nicht angepasst, mit Mut zum Risiko – ein Querdenker mit Enthusiasmus. Er holte bekannte Stars, wie Klaus Lage, Ursula Karusseit, Günter Junghans nach Nordhausen. Damals echte Highlights - große Straßenfeger. Eine tolle schaffensreiche Zeit sowohl für die Künstler als auch die Nordhäuser. Das Parkett und die Ränge waren immer besetzt. Das Theater unterm Dach brachte spannende Krimis, Liederabende und Kabinettstückchen zur Aufführung.
Neben Leseproben ist ja Christoph Nix auch ein exzellenter Geschichtenerzähler. Er zieht die Zuhörer durch lebhafte Gestik, Mimik und mit angenehmer Stimme in den Bann. Nix las sich in die Herzen der Zuhörer und hatte die volle Aufmerksamkeit auf seiner Seite. Lustig war das Anschauen der Landkarte, mitgebracht von Dietrich Rose. Wir sahen, wo liegt der Kongo, Burundi, Ruanda und Simbabwe.
Die schwedische Ärztin Liv Urstedt inspirierte Nix, nach Afrika zu gehen. Hier war er kreativ als Theatermacher, Sozialberater und Helfer für die einfachste Bevölkerung. Er lernte Land und Leute kennen und lieben! Sein 200-seitiges Buch erzählt unter anderem Geschichten von Oanda, Mulungo usw.
Muzungo ist ein politischer Kriminalroman, präzise und mitreißend erzählt. Es geht um Korruption, Machtspiele und um die Rolle der privilegierten Weißen in Afrika. Das Buch macht Lust auf mehr. Es ist kurzweilig, macht aber auch nachdenklich.
Seit 2006 ist Christoph Nix Intendant am Theater in Konstanz. Nix ist ein Spurensucher. Er kann mitreißen und begeistern. Sein Impuls, wieder ein kleines Schauspiel z. B. im Theater unterm Dach ins leben zu rufen, macht neugierig. Damit löste er großen Beifall aus.
Jetzt liegt es an den anderen Kulturpolitikern, nicht zuletzt am Nordhäuser Oberbürgermeister, diese Idee aufzunehmen. Die obligatorische Ausrede, die Finanzen nicht bereitstellen zu können, wird von den Bürgern schon lange nicht mehr akzeptiert.
Unsere Stadt Nordhausen steht und fällt kulturell mit dem Theater. Musiktheater ist gut und schön, aber die meisten Bürger lieben Schauspiel und Musical! Endlich Zeit, dieses Thema zur Chefsache zu machen. Theater muss Thema sein!!! Toi, toi, toi!
Gisela Buttgereit, Nordhausen
Anmerkung der Redaktion:
Die im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
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