Di, 12:02 Uhr
30.11.2004
Diskussion über Bäume
Diskussion über Bäume (Foto: nnz)
Nordhausen (nnz). Müssen die Linden in der Wendenstraße gefällt werden, weil sie zu viel Schatten werfen ? – dieser Frage soll am kommenden Sonnabend nachgegangen werden. Fest steht jedoch das Fällen von Bäumen in einer anderen Straße...Am Samstag (4.12.) soll bei einem Bürgergespräch vor Ort über die Zukunft der Bäume in der Wendenstraße beraten werden. Das städtische Amt für Umwelt und Grünordnung lädt dazu alle interessierten Bürger zu einem Gespräch ein. Treffpunkt ist die Kreuzung Wendenstraße / Thüringer Straße. Bei diesem Gespräch, so Uwe Patzig, Sachgebietsleiter Grünordnung, im städtischen Amt für Umwelt und Grünordnung, werde das Amt seine Gründe darlegen, warum die Bäume nicht gefällt werden sollten, gleichzeitig soll aber auch die Sichtweise der betroffenen Anwohner gehört, diskutiert und abgewogen werden. Das lässt sich direkt am Baum am besten tun.
Anlass des Treffens sind Beschwerden von Anwohnern über den Schattenwurf der 24 Linden. Der Nordhäuser Stadtrat Volker Fütterer hatte diese Beschwerden zum Thema einer Anfrage gemacht. In der Antwort auf diese Anfrage hatte das Amt für Umwelt und Gründordnung darauf verwiesen, dass aus fachlicher Sicht Kronenrückschnitte und die ständige Entfernung von Totholz zwar eine gewisse Abhilfe, aber keine grundsätzliche Lösung bringen werden – denn der Schattenwurf bleibt.
Diese Lösung könnte letztlich nur die Fällung der Linden und die Neupflanzung von kleineren Bäumen sein, was aber aus stadtökologischer Sicht und im Sinne des Allgemeinwohls nur schwer zu vertreten sei und vom Amt auch nicht gewollt sei. Wir hoffen, dass wir am Sonnabend einen Kompromiss zwischen den Anliegen der Bürger und unseren fachlichen Bedenken finden werden, so Patzig.
12 Pappeln müssen gefällt werden
Die 12 Pappeln an der Poststraße hinter der Wohnanlage der Städtischen Wohnungsbaugesellschaft (SWG) müssen gefällt werden, weil sie nicht mehr standsicher sind. Die SWG als Eigentümerin des Grundstückes werde die Pappeln durch Säulenhainbuchen ersetzen, sagte SWG-Geschäftsführerin Carola Franke. Die Mieter seien schriftlich über die bevorstehende Fällung informiert.
Die Fällung sei vom städtischen Umweltamt genehmigt worden, sagte Frau Franke. Die Bäume stammen aus den 50iger Jahren. Sie sind mittlerweile so alt, dass sie eine Gefahr für Fußgänger bzw. Autofahrer darstellen, weil sie jederzeit umstürzen können. Da wir per Gesetz in der Verkehrssichersicherungspflicht sind, müssen wir sie aus Sicherheitsgründen fällen, sagte SWG-Geschäftsführerin Carola Franke. Die Bäume seien zuvor vom Amt für Umwelt und Gründordnung mit einem Spezialgerät – dem Resistografen – auf ihre Beschaffenheit im Inneren untersucht worden: Der Totholzanteil beträgt teilweise bis zu 70 Prozent, so Frau Franke.

