Do, 12:36 Uhr
25.11.2004
Seuchenalarm
Nordhausen (nnz). Was tun, wenn im Landkreis Nordhausen die Maul- und Klauenseuche ausbricht? Für den Fall gibt es das Tierseuchenkrisenzentrum, und das hatte gestern einen Einsatz. Was passiert war erfahren Sie hier.
Im Landkreis Nordhausen wurde am Mittwoch, dem 24. November 2004, das Tierseuchenkrisenzentrum um 14.30 Uhr in den Plenarsaal des Landratsamtes zusammengerufen. Eine Pressemitteilung war verfasst worden, die folgendermaßen begann: In der Gemeinde Friedrichsthal, Ortsteil Gratzungen, des Landkreises Nordhausen wurde am 24.11.2004 der Verdacht des Ausbruchs der Maul- und Klauenseuche (MKS) amtlich festgestellt... Aber, es handelte sich um eine Übung, denn, im Ernstfall muss alles möglichst reibungslos funktionieren, damit eine Verbreitung dieser Seuche verhindert werden kann. Für einen Ernstfall liegen z. B. Merkblätter für die Bürgerinnen und Bürger des Landkreises bereit, in denen vermerkt steht, was es beim Verdacht bzw. Ausbruch der MKS unbedingt zu beachten gilt.
Wie kam es zu dieser Übung? Das Thüringer Landesamt für Lebensmittelsicherheit und Verbraucherschutz (TLLV) in Weimar vereinbarte mit dem Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt des Landratsamtes Nordhausen, dass in einer Übung der Verdacht des Ausbruches der Maul- und Klauenseuche amtlich festgestellt und dieses Szenario durchgespielt werden sollte. Ziel der Übung war neben einer praxisnahen Überprüfung der Fähigkeit, eine anzeigepflichtige Tierseuche effektiv zu bekämpfen, eine Verbesserung der Krisenbewältigung in einzelnen Gebietskörperschaften.
In der erwähnten Zusammenkunft des Tierseuchenkrisenzentrums des Landkreises trug Dr. Uwe Landsiedel den Ablauf des 24.11. vor. Neben dem Landrat und dem zuständige Amt waren u.a. Vertreter des TLLV, Tierärzte, die Polizeidirektion Nordhausen, das kreisliche Brand- und Katastrophenschutzamt und die Verkehrsbehörde anwesend, das zuständige Forstamt, der Bürgermeister und Vertreter des betroffenen Ortes, andere Unternehmen und natürlich der betroffene Betrieb selbst.
Drei Rinder, vor drei Tagen von der Weide in den Stall gebracht, zeigten Symptome einer Erkrankung. Das Veterinäramt wurde vom Besitzer informiert, der mehrfach theoretisch durchgespielte Ablauf begann. Die Fachexperten stellten nach gründlichster Untersuchung und Probenentnahme einen Verdacht auf Maul- und Klauenseuche fest. Somit wurden die notwendigen Maßnahmen für die Isolierung des Hofes, des Ortes, der Umgebung im Umfeld von 3 km festgelegt. Es musste beachtet werden, dass nur an einer Stelle die Einfahrt in das gesperrte Gebiet möglich ist, und das auch nur mit Shuttleverkehr. Es würde zu weit führen, hier alle der getroffenen Schutzmaßnahmen aufzuzählen.
Erwähnt werden soll, dass auch solche Erschwernisse, wie der Diebstahl eines viermonatigen Rindes von dieser Weide kurz vorher, hinzukam, d. h., alles, was den Fall komplizierte, wurde herangezogen. Nach einer Diskussion, in der von den Fachbereichen mögliche Varianten dargestellt wurden, meldete sich der Abteilungsleiter des TLLV, Dr. Jürgen Ziegenfuß, zu Wort. Er bedankte sich für die Übung, die sehr zielgerichtet und umsichtig von allen Beteiligten durchgeführt worden sei, er hoffe aber, dass es nie zum Ernstfall kommen möge.
Der Landrat dankte allen Beteiligten, besonders auch für die Ernsthaftigkeit, die während der Übung von allen gezeigt worden sei.
Autor: nnzIm Landkreis Nordhausen wurde am Mittwoch, dem 24. November 2004, das Tierseuchenkrisenzentrum um 14.30 Uhr in den Plenarsaal des Landratsamtes zusammengerufen. Eine Pressemitteilung war verfasst worden, die folgendermaßen begann: In der Gemeinde Friedrichsthal, Ortsteil Gratzungen, des Landkreises Nordhausen wurde am 24.11.2004 der Verdacht des Ausbruchs der Maul- und Klauenseuche (MKS) amtlich festgestellt... Aber, es handelte sich um eine Übung, denn, im Ernstfall muss alles möglichst reibungslos funktionieren, damit eine Verbreitung dieser Seuche verhindert werden kann. Für einen Ernstfall liegen z. B. Merkblätter für die Bürgerinnen und Bürger des Landkreises bereit, in denen vermerkt steht, was es beim Verdacht bzw. Ausbruch der MKS unbedingt zu beachten gilt.
Wie kam es zu dieser Übung? Das Thüringer Landesamt für Lebensmittelsicherheit und Verbraucherschutz (TLLV) in Weimar vereinbarte mit dem Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt des Landratsamtes Nordhausen, dass in einer Übung der Verdacht des Ausbruches der Maul- und Klauenseuche amtlich festgestellt und dieses Szenario durchgespielt werden sollte. Ziel der Übung war neben einer praxisnahen Überprüfung der Fähigkeit, eine anzeigepflichtige Tierseuche effektiv zu bekämpfen, eine Verbesserung der Krisenbewältigung in einzelnen Gebietskörperschaften.
In der erwähnten Zusammenkunft des Tierseuchenkrisenzentrums des Landkreises trug Dr. Uwe Landsiedel den Ablauf des 24.11. vor. Neben dem Landrat und dem zuständige Amt waren u.a. Vertreter des TLLV, Tierärzte, die Polizeidirektion Nordhausen, das kreisliche Brand- und Katastrophenschutzamt und die Verkehrsbehörde anwesend, das zuständige Forstamt, der Bürgermeister und Vertreter des betroffenen Ortes, andere Unternehmen und natürlich der betroffene Betrieb selbst.
Drei Rinder, vor drei Tagen von der Weide in den Stall gebracht, zeigten Symptome einer Erkrankung. Das Veterinäramt wurde vom Besitzer informiert, der mehrfach theoretisch durchgespielte Ablauf begann. Die Fachexperten stellten nach gründlichster Untersuchung und Probenentnahme einen Verdacht auf Maul- und Klauenseuche fest. Somit wurden die notwendigen Maßnahmen für die Isolierung des Hofes, des Ortes, der Umgebung im Umfeld von 3 km festgelegt. Es musste beachtet werden, dass nur an einer Stelle die Einfahrt in das gesperrte Gebiet möglich ist, und das auch nur mit Shuttleverkehr. Es würde zu weit führen, hier alle der getroffenen Schutzmaßnahmen aufzuzählen.
Erwähnt werden soll, dass auch solche Erschwernisse, wie der Diebstahl eines viermonatigen Rindes von dieser Weide kurz vorher, hinzukam, d. h., alles, was den Fall komplizierte, wurde herangezogen. Nach einer Diskussion, in der von den Fachbereichen mögliche Varianten dargestellt wurden, meldete sich der Abteilungsleiter des TLLV, Dr. Jürgen Ziegenfuß, zu Wort. Er bedankte sich für die Übung, die sehr zielgerichtet und umsichtig von allen Beteiligten durchgeführt worden sei, er hoffe aber, dass es nie zum Ernstfall kommen möge.
Der Landrat dankte allen Beteiligten, besonders auch für die Ernsthaftigkeit, die während der Übung von allen gezeigt worden sei.


