Mo, 12:35 Uhr
22.11.2004
Über dem Schnitt
Nordhausen (nnz). So schlimm kann es mit der Konjunktur in Thüringen nicht sein. Die Zuwachsraten im Freistaat liegen in vielen Kennziffern deutlich über dem Durchschnitt der neuen Ländern und auch über dem in Deutschland. nnz mit den Einzelheiten.
Von Januar bis September 2004 stieg der Umsatz in den größeren Thüringer Industriebetrieben gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum um 8,2 Prozent. Der Anstieg fiel nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik nur noch geringfügig höher aus als in den neuen Bundesländern mit 8,1 Prozent. Der Umsatz in Deutschland erhöhte sich um 5,5 Prozent. Im bundesweiten Ländervergleich erreichte Thüringen nach Schleswig-Holstein, dem Saarland, Sachsen und Sachsen-Anhalt den fünfthöchsten Umsatzzuwachs.
Der Auslandsumsatz, der deutlich mehr als ein Viertel des Gesamtumsatzes der Industrie in Thüringen umfasst, stieg im gleichen Zeitraum um 17,1 Prozent. In den Industriebetrieben aller neuen Bundesländer wurden 10,8 Prozent und in Deutschland 9,4 Prozent mehr Auslandsumsatz erzielt. Nach Schleswig-Holstein, Sachsen-Anhalt und Hamburg rangierte Thüringen mit seinem Zuwachs im Auslandsgeschäft auf dem 4. Platz. Die Exportquote Thüringens fiel 27,2 um über zwei Prozentpunkte höher aus als die der neuen Bundesländer, lag aber deutlich unter dem gesamtdeutschen Wert (39,5).
Beim Beschäftigtenzuwachs hatte Thüringen mit einem Plus von 2,0 Prozent weiterhin die Nase vorn. In den neuen Bundesländern wurde ein Anstieg um 1,0 Prozent ermittelt; in Deutschland ging die Beschäftigtenzahl um 2,0 Prozent zurück. Thüringen lag damit an der Spitze aller Bundesländer, vor den Ländern Sachsen, Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern.
Die unterschiedliche Beschäftigtenentwicklung blieb nicht ohne Einfluss auf die Umsatzproduktivität: Der Umsatz je Beschäftigten stieg in Thüringen und im Durchschnitt der neuen Bundesländer geringer als im Bundesdurchschnitt. Im Vergleich der 16 Bundesländer rangierte Thüringen auf Platz 11.
Autor: nnzVon Januar bis September 2004 stieg der Umsatz in den größeren Thüringer Industriebetrieben gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum um 8,2 Prozent. Der Anstieg fiel nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik nur noch geringfügig höher aus als in den neuen Bundesländern mit 8,1 Prozent. Der Umsatz in Deutschland erhöhte sich um 5,5 Prozent. Im bundesweiten Ländervergleich erreichte Thüringen nach Schleswig-Holstein, dem Saarland, Sachsen und Sachsen-Anhalt den fünfthöchsten Umsatzzuwachs.
Der Auslandsumsatz, der deutlich mehr als ein Viertel des Gesamtumsatzes der Industrie in Thüringen umfasst, stieg im gleichen Zeitraum um 17,1 Prozent. In den Industriebetrieben aller neuen Bundesländer wurden 10,8 Prozent und in Deutschland 9,4 Prozent mehr Auslandsumsatz erzielt. Nach Schleswig-Holstein, Sachsen-Anhalt und Hamburg rangierte Thüringen mit seinem Zuwachs im Auslandsgeschäft auf dem 4. Platz. Die Exportquote Thüringens fiel 27,2 um über zwei Prozentpunkte höher aus als die der neuen Bundesländer, lag aber deutlich unter dem gesamtdeutschen Wert (39,5).
Beim Beschäftigtenzuwachs hatte Thüringen mit einem Plus von 2,0 Prozent weiterhin die Nase vorn. In den neuen Bundesländern wurde ein Anstieg um 1,0 Prozent ermittelt; in Deutschland ging die Beschäftigtenzahl um 2,0 Prozent zurück. Thüringen lag damit an der Spitze aller Bundesländer, vor den Ländern Sachsen, Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern.
Die unterschiedliche Beschäftigtenentwicklung blieb nicht ohne Einfluss auf die Umsatzproduktivität: Der Umsatz je Beschäftigten stieg in Thüringen und im Durchschnitt der neuen Bundesländer geringer als im Bundesdurchschnitt. Im Vergleich der 16 Bundesländer rangierte Thüringen auf Platz 11.

