Mo, 11:18 Uhr
22.11.2004
Brandanschlag in Nordhausen
Brandanschlag in Nordhausen (Foto: nnz)
Nordhausen (nnz). Mitten in Nordhausen ist gestern ein Brandanschlag verübt worden. Heute früh waren nicht nur die Mitarbeiter der Nordbrand Nordhausen GmbH geschockt. Einzelheiten wie immer mit einem Klick in Ihrer nnz.Auf das Mammut vor dem Nordbrand-Verwaltungsgebäude ist gestern ein Brandanschlag verübt worden. Nach Informationen der nnz sollen vier Jugendliche kurz vor 21 Uhr vom Bahnhof aus in Richtung Kornmarkt gegangen sein. Am Kreisel Neustadtstraße habe einer der jungen Männer dann versucht, das Mammut anzuzünden. Er hatte nur teilweise Erfolg. Zwar wurde die Konstruktion des Eiszeit-Tiers nicht beschädigt, doch Teile des Fells sind verkohlt. Nur Dank einer Zeugin, die schnell Polizei und Feuerwehr verständigte, konnte Schlimmeres verhindert werden. Wie Nordbrand-Geschäftsführer Hans-Joachim Junker der nnz sagte, werde das Unternehmen der Frau für ihre engagierte Reaktion seinen gebührenden Dank aussprechen.
Für Junker und für die vielen Nordbrand-Mitarbeiter ist das nicht nur ein unverständlicher Vandalismus, sondern eine vorsätzliche Brandstiftung und Hausfriedensbruch. Junker hofft, daß die Polizei die vier Jugendlichen ermittelt und das sie entsprechend bestraft werden. Für die Hinweise, die zur Ergreifung der Brandstifter führen, will das Unternehmen eine Belohung von 500 Euro aussetzen.
Nun soll das Mammut, daß 169 Tage Landesgartenschau überstanden hatte und auf dem LGS-Gelände zu einem Fotopunkt avancierte, schnellst möglich repariert werden. Schließlich soll das Tier bald auf Reisen gehen. Die nächste Station wird der Biathlon-Weltcup Anfang Januar in Oberhof sein. Bereits im Februar dieses Jahres war das Eiszeit-Tier dort bei den Weltmeisterschaften zu sehen.
Hans-Joachim Junker hofft, daß der gestrige Brandanschlag eine Einzeltat und Einmaligkeit bleibt. Glück hatte das Mammut auch, weil Teile des Fells durchnäßt und oberhalb noch leicht mit Schnee bedeckt waren. Nicht auszudenken wäre gewesen, wenn bei einem größeren Brand nicht nur das Tier vernichtet worden wäre, sondern die Flammen auch auf die Giebelseite des Verwaltungsgebäudes der Nordbrand Nordhausen GmbH übergegriffen hätten.

