Fr, 09:12 Uhr
19.11.2004
Verhalten
Nordhausen (nnz). Die Wirtschaft im Landkreis Nordhausen stockt seit Jahren, die Menschen sind bei Ausgaben zaghafter geworden. Wirkt sich das auf das Geschäftsergebnis der Nordhäuser Kreissparkasse aus? Diese Frage stellte die nnz dem Vorstand der Kreissparkasse.
In den zurückliegenden Monaten mußten wir eine verhaltene Entwicklung konstatieren, faßt Sparkasse-Vorstand Wolfgang Asche kurz zusammen. Die Kredithaus am Nordhäuser Kornmarkt hat zwar seinen Wettbewerbsanteil in Nordhausen mit 56 Prozent verteidigen können, doch der Wettbewerb wird zunehmend härter, auch gebe es keinen großen Zuwachs mehr. Der Wettbewerb um den Kunden, der verläuft seit einiger Zeit fast auschließlich über die Einlagenseite, kaum noch spürbar ist die Konkurrenz auf der Kreditseite.
Hintergünde dieser Entwicklung sind nicht nur die unsicheren Zukunftsaussichten der Unternehmen, hier spielen auch die ständig zurückgehenden Einwohnerzahlen eine Rolle. Viel Geld aus den Einlagen der Kreissparkasse ist in den vergangenen Monaten in die Altersversorgung geflossen, sowohl in die private, als auch in die betriebliche. Natürlich konnte zum Beispiel die Sparkassenversicherung viele Verträge für die private Altersversorgung abschließen, das Geld, was dort eingezahlt wird, das ist erst einmal aus der Bilanz der Kreisparkasse verschwunden.
Unsere Kunden handeln derzeit nach dem verständlichen Motto: Sicherheit über alles, berichtet Asche. Gefragt sind vor allem sichere und kurzfristige Geldanlagen, die Zeit einer risikobehafteten aber höher verzinsten Geldanlage ist bei der Breite der Sparer längst vorbei.
Während viele Mitbewerber auf dem Nordhäuser Geldmarkt eher Kunden mit punktuellen Angeboten ziehen wollen, haben die Banker am Kornmarkt nicht nur die flächendeckende Versorgung der Menschen im Landkreis im unternehmerischen Auge, sondern auch die komplette Produktpallette im Angebot. Im Durchschnitt, das hat wolfgang Asche mal errechenen lassen, verfügt der Durchschnittskunde der Kreissparkasse über sechs Produkte – vom Girokonto über Bausparvertrag bis zum Fonds.
Auf der Kreditseite des Bankhauses spiegelt sich wohl wie kaum woanders die wirtschaftliche Situation aber auch die Zukunftsbetrachtungen der Unternehmen wider. Der Bestand an Krediten sei leicht rückläufig, die Neigung der Unternehmen zu neuen Investitionen sehr gering. Das wiederum wirkt sich auf die Nachfrage nach Krediten aus.
Gut aufgestellt ist die Kreissparkasse Nordhausen hingegen bei der Wohnungsbaufinanzierung. Hier wird annähernd das gleiche Volumen wie im vergangenen Jahr erreicht. Zwar bewege sich der Neubau auf einem sehr niedrigen Niveau, doch neben den Ablösungen bestehender Kredite von Mitbewerbern und den vielen kleinen Geschäften konnte ein zufriedenes Ergebnis erreicht werden. Hier habe sich in besonderer Weise das Immobilienzentrum bewährt. Für einen erfahrenen Banker wie Asche ist vor allem der Umstand optimal, daß sich neben dem Marketing des Zentrums die Leistungen unter den Kunden von Mund zu Mund herumsprechen. Ein Ausdruck zufriedener Kunden und eines marktorientierten Konzeptes.
Überhaupt sei die Kreissparkasse Nordhausen beim Bausparen und bei den Versicherungen zu einem Spitzenleister nicht nur in Thüringen, sondern auch in den neuen Bundesländern avanciert. Wolfgang Asche faßt den Grund für den Erfolg zusammen: Wer in einem schlechten Umfeld gute Geschäfte macht, der muß gute Produkte und motivierte Mitarbeiter haben.
Autor: nnzIn den zurückliegenden Monaten mußten wir eine verhaltene Entwicklung konstatieren, faßt Sparkasse-Vorstand Wolfgang Asche kurz zusammen. Die Kredithaus am Nordhäuser Kornmarkt hat zwar seinen Wettbewerbsanteil in Nordhausen mit 56 Prozent verteidigen können, doch der Wettbewerb wird zunehmend härter, auch gebe es keinen großen Zuwachs mehr. Der Wettbewerb um den Kunden, der verläuft seit einiger Zeit fast auschließlich über die Einlagenseite, kaum noch spürbar ist die Konkurrenz auf der Kreditseite.
Hintergünde dieser Entwicklung sind nicht nur die unsicheren Zukunftsaussichten der Unternehmen, hier spielen auch die ständig zurückgehenden Einwohnerzahlen eine Rolle. Viel Geld aus den Einlagen der Kreissparkasse ist in den vergangenen Monaten in die Altersversorgung geflossen, sowohl in die private, als auch in die betriebliche. Natürlich konnte zum Beispiel die Sparkassenversicherung viele Verträge für die private Altersversorgung abschließen, das Geld, was dort eingezahlt wird, das ist erst einmal aus der Bilanz der Kreisparkasse verschwunden.
Unsere Kunden handeln derzeit nach dem verständlichen Motto: Sicherheit über alles, berichtet Asche. Gefragt sind vor allem sichere und kurzfristige Geldanlagen, die Zeit einer risikobehafteten aber höher verzinsten Geldanlage ist bei der Breite der Sparer längst vorbei.
Während viele Mitbewerber auf dem Nordhäuser Geldmarkt eher Kunden mit punktuellen Angeboten ziehen wollen, haben die Banker am Kornmarkt nicht nur die flächendeckende Versorgung der Menschen im Landkreis im unternehmerischen Auge, sondern auch die komplette Produktpallette im Angebot. Im Durchschnitt, das hat wolfgang Asche mal errechenen lassen, verfügt der Durchschnittskunde der Kreissparkasse über sechs Produkte – vom Girokonto über Bausparvertrag bis zum Fonds.
Auf der Kreditseite des Bankhauses spiegelt sich wohl wie kaum woanders die wirtschaftliche Situation aber auch die Zukunftsbetrachtungen der Unternehmen wider. Der Bestand an Krediten sei leicht rückläufig, die Neigung der Unternehmen zu neuen Investitionen sehr gering. Das wiederum wirkt sich auf die Nachfrage nach Krediten aus.
Gut aufgestellt ist die Kreissparkasse Nordhausen hingegen bei der Wohnungsbaufinanzierung. Hier wird annähernd das gleiche Volumen wie im vergangenen Jahr erreicht. Zwar bewege sich der Neubau auf einem sehr niedrigen Niveau, doch neben den Ablösungen bestehender Kredite von Mitbewerbern und den vielen kleinen Geschäften konnte ein zufriedenes Ergebnis erreicht werden. Hier habe sich in besonderer Weise das Immobilienzentrum bewährt. Für einen erfahrenen Banker wie Asche ist vor allem der Umstand optimal, daß sich neben dem Marketing des Zentrums die Leistungen unter den Kunden von Mund zu Mund herumsprechen. Ein Ausdruck zufriedener Kunden und eines marktorientierten Konzeptes.
Überhaupt sei die Kreissparkasse Nordhausen beim Bausparen und bei den Versicherungen zu einem Spitzenleister nicht nur in Thüringen, sondern auch in den neuen Bundesländern avanciert. Wolfgang Asche faßt den Grund für den Erfolg zusammen: Wer in einem schlechten Umfeld gute Geschäfte macht, der muß gute Produkte und motivierte Mitarbeiter haben.


