Mi, 09:40 Uhr
17.11.2004
100 Jahre Fußball
Nordhausen (nnz). Im nächsten Jahr wird der traditionsreichste Nordhäuser Fußballverein 100 Jahre alt. Wie es nach den Turbulenzen der letzten Jahre heute beim FSV Wacker 90 aussieht, wie sich die Nachwuchsarbeit gestaltet und wer die Verantwortung trägt, das beschreibt in den nächsten Wochen für die nnz an dieser Stelle Olaf Schulze.
Es geht heiß her auf dem Sportplatz an der Parkallee, wenn die Jüngsten Wacker-Kicker ihr obligatorisches Trainingsspielchen machen. Da wird lautstark der Ball vom Mitspieler gefordert, wenn man sich selbst in aussichtsreicher Position wähnt. Und im Alter von 7 - 8 Jahren schätzt ein Fußballspieler eigentlich jede Spielsituation als die richtige ein, endlich wieder gegen den Ball treten zu dürfen. Einige sehen so aus, als hätten sie dem großen Bruder die Fußballkluft aus dem Schrank geklaut. Und vielleicht entspricht das ja in dem einen oder anderen Fall sogar den Tatsachen. Schließlich ist Wacker ein Familienverein, dem die Spieler über mehrere Generationen die Treue halten. Auch wenn es mal nicht so toll läuft.
Die Knirpse der F-Jugend jagen zweimal wöchentlich für zwei Stunden dem runden Leder nach. Am Wochenende spielen sie in der Kreisliga gegen Gegner aus dem Landkreis und sind in jedem Spiel mit Feuereifer bei der Sache. Wacker hat wieder zwei Mannschaften mit insgesamt 17 Jungs in dieser Altersklasse, was den Präsidenten Hans Peter Kell besonders freut. Er schwört darauf, dass nur aus einer guten Nachwuchsarbeit Erfolge im Männerbereich erwachsen können. Niemand widerspricht ihm, zumal momentan in Nordhausen auch gar nichts anders möglich ist.
Die 1. Mannschaft der F-Jugend führt die Tabelle der Kreisliga souverän an. Kapitän Maximilan Kleemann ist gerade 8 Jahre alt geworden und stolz auf sein Amt. Tom Hunger, Christoph Löpel, Hannes Nebelung, Florian Schenkel, Leo Lier, Max Kais, Kevin Otte, Phillip Busch, Phillip Starke, Hendrik Schenkel, Alexander Lehnert, Stephan Schwarze, Christopher Danisch, Paul Willing und (huch!) Lisa Werfling sind die Namen, die der Nordhäuser Fußballfan in zehn Jahren verzückt herbetet, wenn sie in der Oberliga um den Aufstieg zur Regionalliga spielen. Außer Lisa natürlich, die wird dann in einem der erfolgreichen Wacker-Damen-Teams kicken.
Gecoacht wird die Erste von Klaus Michael, einem erfahrenen alten Haudegen, der viel mehr ist als nur ein Trainer im herkömmlichen Sinne. Er muss auch aufpassen, ob die Jungs sich nach dem Training duschen und ihre eigenen Hosen wiederfinden.
Herr Michael ist der Wegbereiter für die Nachwuchsarbeit. Er hat die unglaublich schwere Aufgabe, die kleinen Knirpse zu sichten und ihnen die ersten Schritte beizubringen. Ein sehr schwerer Job, weil die Kleinen noch nicht selbstständig sind. Die Kinder müssen ja noch geholt und wieder abgeliefert werden. Der Mann ist nicht mit Gold aufzuwiegen, schätzt Wacker-Vize-Präsident Roland Pohl die Arbeit von Klaus Michael nüchtern ein.
Das 2. Team, bestehend aus den jüngsten Spielern des Vereins, versucht das Mittelfeld der Tabelle im Blickfeld zu behalten. Zwei junge Übungsleiter kümmern sich um den kleinen Bienenschwarm. Pierre Schmidt ist der Trainer, zu dem die Jungs hoffnungsvoll aufblicken. Er wird unterstützt von Phillip Nebelung. Und da haben wir wieder den Familienverein Wacker. Phillip spielt inzwischen in Salza, aber weil sein kleiner Bruder Hannes bei Wacker trainiert, hilft er in seiner Freizeit als Betreuer weiter mit.
Am Samstag, 20. November um 10 Uhr kommt es übrigens zum vereinsinternen Derby zwischen der I. und der II. Mannschaft im Albert-Kuntz-Sportpark. Mit solch einem Elan, wie ihn die jüngsten Fußballer an den Tag legen, kann Wacker doch eigentlich nur gewinnen. Und nicht nur dieses Spiel!
Autor: oschEs geht heiß her auf dem Sportplatz an der Parkallee, wenn die Jüngsten Wacker-Kicker ihr obligatorisches Trainingsspielchen machen. Da wird lautstark der Ball vom Mitspieler gefordert, wenn man sich selbst in aussichtsreicher Position wähnt. Und im Alter von 7 - 8 Jahren schätzt ein Fußballspieler eigentlich jede Spielsituation als die richtige ein, endlich wieder gegen den Ball treten zu dürfen. Einige sehen so aus, als hätten sie dem großen Bruder die Fußballkluft aus dem Schrank geklaut. Und vielleicht entspricht das ja in dem einen oder anderen Fall sogar den Tatsachen. Schließlich ist Wacker ein Familienverein, dem die Spieler über mehrere Generationen die Treue halten. Auch wenn es mal nicht so toll läuft.
Die Knirpse der F-Jugend jagen zweimal wöchentlich für zwei Stunden dem runden Leder nach. Am Wochenende spielen sie in der Kreisliga gegen Gegner aus dem Landkreis und sind in jedem Spiel mit Feuereifer bei der Sache. Wacker hat wieder zwei Mannschaften mit insgesamt 17 Jungs in dieser Altersklasse, was den Präsidenten Hans Peter Kell besonders freut. Er schwört darauf, dass nur aus einer guten Nachwuchsarbeit Erfolge im Männerbereich erwachsen können. Niemand widerspricht ihm, zumal momentan in Nordhausen auch gar nichts anders möglich ist.
Die 1. Mannschaft der F-Jugend führt die Tabelle der Kreisliga souverän an. Kapitän Maximilan Kleemann ist gerade 8 Jahre alt geworden und stolz auf sein Amt. Tom Hunger, Christoph Löpel, Hannes Nebelung, Florian Schenkel, Leo Lier, Max Kais, Kevin Otte, Phillip Busch, Phillip Starke, Hendrik Schenkel, Alexander Lehnert, Stephan Schwarze, Christopher Danisch, Paul Willing und (huch!) Lisa Werfling sind die Namen, die der Nordhäuser Fußballfan in zehn Jahren verzückt herbetet, wenn sie in der Oberliga um den Aufstieg zur Regionalliga spielen. Außer Lisa natürlich, die wird dann in einem der erfolgreichen Wacker-Damen-Teams kicken.
Gecoacht wird die Erste von Klaus Michael, einem erfahrenen alten Haudegen, der viel mehr ist als nur ein Trainer im herkömmlichen Sinne. Er muss auch aufpassen, ob die Jungs sich nach dem Training duschen und ihre eigenen Hosen wiederfinden.
Herr Michael ist der Wegbereiter für die Nachwuchsarbeit. Er hat die unglaublich schwere Aufgabe, die kleinen Knirpse zu sichten und ihnen die ersten Schritte beizubringen. Ein sehr schwerer Job, weil die Kleinen noch nicht selbstständig sind. Die Kinder müssen ja noch geholt und wieder abgeliefert werden. Der Mann ist nicht mit Gold aufzuwiegen, schätzt Wacker-Vize-Präsident Roland Pohl die Arbeit von Klaus Michael nüchtern ein.
Das 2. Team, bestehend aus den jüngsten Spielern des Vereins, versucht das Mittelfeld der Tabelle im Blickfeld zu behalten. Zwei junge Übungsleiter kümmern sich um den kleinen Bienenschwarm. Pierre Schmidt ist der Trainer, zu dem die Jungs hoffnungsvoll aufblicken. Er wird unterstützt von Phillip Nebelung. Und da haben wir wieder den Familienverein Wacker. Phillip spielt inzwischen in Salza, aber weil sein kleiner Bruder Hannes bei Wacker trainiert, hilft er in seiner Freizeit als Betreuer weiter mit.
Am Samstag, 20. November um 10 Uhr kommt es übrigens zum vereinsinternen Derby zwischen der I. und der II. Mannschaft im Albert-Kuntz-Sportpark. Mit solch einem Elan, wie ihn die jüngsten Fußballer an den Tag legen, kann Wacker doch eigentlich nur gewinnen. Und nicht nur dieses Spiel!

