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Mo, 08:50 Uhr
08.11.2004

Treffen in Magdeburg

Nordhausen/Magdeburg (nnz). Im Haus der Gewerkschaften Magdeburg fand am Wwochenende das 3. bundesweite Koordinierungs- und Vernetzungstreffen der Organisatoren von Demonstrationen und Veranstaltungen gegen Agenda 2010 statt. Die nnz veröffentlicht einen Bericht von Jürgen Nagel, der in Magdeburg mit dabei war.


203 TeilnehmerInnen aus 54 Städten hatten sich in die Teilnnehmerlisten eingetragen. Im informellen Teil der Veranstaltung berichteten in alphabetischer Reihenfolge die Vertreter aus den Städten über ihre Veranstaltungen und Aktionen. Tenor war auf der einen Seite die doch deutlich zurückgegangenen Teilnehmerzahlen, auf der anderen, die Bekenntnis, Demonstrationen und Veranstaltungen gegen die Agenda 2010 fortzusetzen. Lautstark berichtete ein Vertreter der Erholdt-Gruppe aus Magdeburg über die dortigen Montagsdemonstrationen und darüber, wie es ihnen gelang, Menschen ohne Parteieinfluss, insbesondere der PDS und Altkader der SED sowie „Stasi“ zu mobilisieren.

Er verschwieg aber, dass sie nun selbst Partei, nämlich die Partei „Freie Bürger für soziale Gerechtigkeit“ sind. Es dauerte auch nicht lange, bis diese Gruppe, mit Andreas Erholdt an der Spitze, den Saal verließ. Mit einer derartigen Veranstaltung, auf der wiederum nur PDS, MLPD und die „Stasi“ das Sagen hätten, könne man sich nicht identifizieren.

Die Nordhäuser Erfahrungen fanden wohlwollende Beachtung. Insbesondere, dass
wir nicht den Anspruch haben, zu Selbstdarstellern zu mutieren, denen das eigene
Ego wichtiger als das Ziel der Bewegung ist. Die Arbeit des bundesweiten Treffens wurde dann in drei Arbeitsgruppen zu den Themen:

1. Vernetzung der Organisatoren der Städte via Internet
2. Organisation von Veranstaltungen in den kommenden Wochen
3. Erarbeitung einer Grundsatzerklärung fortgesetzt.

Hinsichtlich der Vernetzung wurde im anschließenden Plenum beschlossen, dass
eine zentrale Homepage für alle Städte eingerichtet wird, die diese zur Präsentation
ihrer Veranstaltungen nutzen können. Darüber hinaus erfolgte die Wahl einer Koordinierungsgruppe mit dem Auftrag, dieses Netzwerk zu pflegen und datengeschützten Mail-Verteiler zu moderieren. Der Leiter der zweiten Arbeitsgruppe schlug den TeilnehmerInnen drei Aktions- und Themenschwerpunkte für die kommenden Wochen vor. Die inhaltlich bestätigt wurden.

Es bestand Konsens darüber, dass alle vorgeschlagenen Aktionen gemeinsam
in allen Orten des Landes, am gleichen Tag und gleicher Uhrzeit, durchgeführt werden. Im Mittelpunkt der dritten Arbeitsgruppe stand das Grundsatzpapier der Beratung ostdeutscher Organisatoren von Montagsdemos vom 23.10.2004. Dieses Papier wurde emotional und sehr kontrovers diskutiert. Das Plenum beschloss deshalb, dieses an die zu vor gewählte Koordinierungsgruppe zurückzugegeben. Diese hat bis Ende des Jahres ein beschliessbares Dokument vorzulegen. Ein viertes bundesweites Arbeitstreffen wird vorbereitet. Die Information dazu erfolgt über den eingerichteten Mail-Verteiler.
Jürgen Nagel, Mitgliedes des Sprecherrates und Medienkoordinator
Autor: nnz

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