Do, 12:34 Uhr
26.10.2017
Ablenkfütterung hat begonnen
Ablenkung für hungrige Vögel
Die zweite Kranichablenkfütterung für dieses Jahr wurde in der vergangenen Woche durchgeführt. Im Bereich Heringen wurde Futter für die hier rastenden Kraniche ausgebracht. Die Maßnahme ist Bestandteil des bereits seit vier Jahren laufenden Kranichschutzprojektes unter Federführung des Landschaftspflegeverbandes Südharz/Kyffhäuser...
Ziel der Ablenkfütterung ist es, die über 40.000 rastenden Kraniche im Gebiet des Helme-Stausees von den frisch angesäten Ackerflächen abzulenken. Insgesamt sollen bis Dezember etwa 25 Tonnen Weizen auf der etwa 6 Hektar großen, abgeernteten Ackerfläche ausgebracht werden. Die Fläche für die Fütterung wird zum wiederholten Mal von der Agrargenossenschaft Heringen zur Verfügung gestellt. Die Agrargenossenschaft hat sich im Zeitraum der letzten vier Jahren als wichtiger Kooperationspartner für das Projekt ausgezeichnet.
Die Fütterung der Kraniche, die mit der Technik der Agrargenossenschaft realisiert wird, erfolgt unter fachkundiger Anleitung in kontinuierlichen Abständen. Dabei wird die Futtermenge an den aktuellen Energiebedarf der rastenden Tiere angepasst. Hierzu werden die täglichen Erfassungen der Kranichzahlen durch die seit über 20 Jahren in der Kranichzählung aktiven Nordhäuser Ornithologen eingebunden.
Projektleiterin Astrid Koschorreck berichtet, dass die Erfahrungen der letzten Jahre gezeigt haben, dass die Ablenkfütterung von den Tieren ausgesprochen gut angenommen wird.
Dies bestätigte sich bereits einen Tag nach der Fütterung. Nach Aussage der Nordhäuser Ornithologen fanden sich über 2000 Kraniche auf der Ablenkfutterfläche zum Fressen ein. Dies ist als ein sichtbarer Erfolg des Projektes zu werten, da die Kraniche, die auf der Ablenkfläche fressen, deutlich weniger Nahrung auf den umliegenden Ackerschlägen suchen müssen.
Rückblickend auf die vergangenen vier Jahre Projektlaufzeit des Kranichschutzprojektes, haben sich mittlerweile feste Strukturen zum Schutz der Tiere in der Region etabliert. Der vom Verband moderierte Dialog zwischen Naturschützern, Landnutzern und der Öffentlichkeit trägt auf allen Seiten zur Sensibilisierung für die Anforderungen des Kranichschutzes auf der thüringischen Seite des Helme-Stausee bei. Als besonderer Erfolg wird die enge partnerschaftliche Zusammenarbeit zwischen Landwirtschaft und Naturschutz gesehen. Somit kann dem deutschlandweit einmaligen Kranichschutzprojekt, eine Vorbildfunktion für zukünftige Vorhaben, zugesprochen werden.
Für Fragen des Kranichschutzes steht Ihnen der Landschaftspflegeverband Südharz/ Kyffhäuser (Tel.: 03631/ 4494485) gern zur Verfügung, um den Kranichen eine ruhige Rastzeit zu ermöglichen.
Autor: redZiel der Ablenkfütterung ist es, die über 40.000 rastenden Kraniche im Gebiet des Helme-Stausees von den frisch angesäten Ackerflächen abzulenken. Insgesamt sollen bis Dezember etwa 25 Tonnen Weizen auf der etwa 6 Hektar großen, abgeernteten Ackerfläche ausgebracht werden. Die Fläche für die Fütterung wird zum wiederholten Mal von der Agrargenossenschaft Heringen zur Verfügung gestellt. Die Agrargenossenschaft hat sich im Zeitraum der letzten vier Jahren als wichtiger Kooperationspartner für das Projekt ausgezeichnet.
Die Fütterung der Kraniche, die mit der Technik der Agrargenossenschaft realisiert wird, erfolgt unter fachkundiger Anleitung in kontinuierlichen Abständen. Dabei wird die Futtermenge an den aktuellen Energiebedarf der rastenden Tiere angepasst. Hierzu werden die täglichen Erfassungen der Kranichzahlen durch die seit über 20 Jahren in der Kranichzählung aktiven Nordhäuser Ornithologen eingebunden.
Projektleiterin Astrid Koschorreck berichtet, dass die Erfahrungen der letzten Jahre gezeigt haben, dass die Ablenkfütterung von den Tieren ausgesprochen gut angenommen wird.
Dies bestätigte sich bereits einen Tag nach der Fütterung. Nach Aussage der Nordhäuser Ornithologen fanden sich über 2000 Kraniche auf der Ablenkfutterfläche zum Fressen ein. Dies ist als ein sichtbarer Erfolg des Projektes zu werten, da die Kraniche, die auf der Ablenkfläche fressen, deutlich weniger Nahrung auf den umliegenden Ackerschlägen suchen müssen.
Rückblickend auf die vergangenen vier Jahre Projektlaufzeit des Kranichschutzprojektes, haben sich mittlerweile feste Strukturen zum Schutz der Tiere in der Region etabliert. Der vom Verband moderierte Dialog zwischen Naturschützern, Landnutzern und der Öffentlichkeit trägt auf allen Seiten zur Sensibilisierung für die Anforderungen des Kranichschutzes auf der thüringischen Seite des Helme-Stausee bei. Als besonderer Erfolg wird die enge partnerschaftliche Zusammenarbeit zwischen Landwirtschaft und Naturschutz gesehen. Somit kann dem deutschlandweit einmaligen Kranichschutzprojekt, eine Vorbildfunktion für zukünftige Vorhaben, zugesprochen werden.
Für Fragen des Kranichschutzes steht Ihnen der Landschaftspflegeverband Südharz/ Kyffhäuser (Tel.: 03631/ 4494485) gern zur Verfügung, um den Kranichen eine ruhige Rastzeit zu ermöglichen.


