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Do, 09:54 Uhr
26.10.2017
Thomas Müntzer „besuchte“ seine Geburtsstadt

Überraschende Begegnung in Stolberg

Am diesjährigen „Lutherwegtag“ in der vergangenen Woche kam es in der Martinikirche in Stolberg zu einer überraschenden Begegnung. Thomas Müntzer, alias Adrian Hartke, empfing dort die rund zwei Dutzend Gäste der Veranstaltung „Am Lutherwegtag unterwegs" ganz im Stile Müntzers mit einer Predigt von der Kanzel...

Seine letzte Predigt am gleichen Ort lag rund 500 Jahre zurück. Ob es damals schon Orgelmusik dazu gab, ist nicht überliefert. Dieses Mal ließ Michael Schoppe aus Berga die „Königin der Instrumente“ für ihn und das „Volk“ erklingen.

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Auch Felicitas von Selmenitz (Beate Krauße) war an diesem Tag nach Stolberg gekommen und traf dort Müntzer wieder. Sie hatte ihn in der Reformationszeit in Weißenfels kennengelernt und sich für seine Ideen begeistert. Am 24. Dezember 1522 reichte er ihr zum ersten Mal das Heilige Abendmahl. So kam es zu einer unerwarteten Begegnung dieser zwei Persönlichkeiten aus der Zeit vor 500 Jahren. Eine sehr gelungene Inszenierung, die von den Zuhörern und –schauern viel Beifall erhielt.

Thomas Müntzer zu Gast in seienr Geburtsstadt (Foto: Biosphärenreservat Karstlandschaft Südharz) Thomas Müntzer zu Gast in seienr Geburtsstadt (Foto: Biosphärenreservat Karstlandschaft Südharz)

Bereits auf dem Weg in die Kirche hatte Stadt- und Kirchenführerin Rosi Riese die Gäste mit einigen Besonderheiten der Stadt Stolberg bekannt gemacht und auf Spuren aus der Reformationszeit hingewiesen. Die letzte Etappe führte zur legendären Lutherbuche am oberen Bandweg. Es ist nicht bekannt, ob Luther während seines Aufenthaltes in der Nachosterwoche 1525 tatsächlich hier oben war. Aber, die Aussicht von hier auf die Dächer der Stadt und dazu die Legende seines Vergleichs der Gassen mit dem Bild eines fliegenden Vogels, haben etwas für sich und lohnen die Mühe des Aufstiegs.

Eingeladen hatten zu dieser Veranstaltung, der 33. Tour in der Reihe „Geschichte erleben im Biosphärenreservat“, die Reformationsbeauftrage des Landkreises Mansfeld-Südharz, das Biosphärenreservat Karstlandschaft Südharz und der Heimat- und Geschichtsverein „Goldene Aue“.
Autor: red

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Kommentare
henry12
26.10.2017, 13:40 Uhr
Biosphärenreservat
Ich weiß nicht, welchen Bezug dieses Reservat zu Müntzer oder Luther hat b.z.w. warum solche hanebüchenen Zusammenhänge konstruiert werden. Soll damit und mit anderen sinnlosen Events um jeden Preis eine Legitimation aus dem Boden gestampft werden ? Ich fragen mich außerdem, was die Besucher bei den Protagonisten solcher Veranstaltungen am Ende
mit nach Hause nehmen oder ob bei der Vermittlung von Wissen und Geschichte auf volkstümliche Weise und unterstem Niveau der Besucher im Mittelpunkt steht oder eine "Stadtführerin" ,die sich gerne reden hört aber keine so richtige Ahnung hat.
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