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Do, 07:00 Uhr
26.10.2017
Angemerkt

Der Netzwerker und der Mensch

Wir kennen uns seit mehr als 20 Jahren. Historisch gesehen, eine kurze Zeit, kaum der immer wieder bemühte Wimpernschlag. Dennoch: vom Kennenlernen bis heute waren es aufregende Jahre und Jahre der Entwicklung. Aber: wohin?

Auch mal innehalten (Foto: H. Fischer) Auch mal innehalten (Foto: H. Fischer)
Heute feiert Helmut Peter Geburtstag. Seinen 60. Na und? - werden jetzt einige unter den Lesern fragen. Helmut Peter feiert ihn mit mehr als 500 Gästen in einem neuen Haus, eher eine Halle. In der neuen Reifenhalle am Opelhaus in der Halleschen Straße. Es soll keine langen Reden geben, in denen - man kennt das - eigentlich immer das gleiche gesagt wird, nur eben aus unterschiedlichen Perspektiven.

Vor 25 Jahren (Foto: privat) Vor 25 Jahren (Foto: privat)
Rückblick: So richtig lernten wir uns 1994 kennen, es war irgendwann kurz vor der Eröffnung des ersten Autohauses als Neubau an der Halleschen Straße, auf dem immer noch der Stern thront. Es war ein Abschätzen, ein Abwägen. Für mich war Helmut Peter der “Schwarze”, der “Kommunisten-Hasser”, einer, der seine Finger überall, in jedem Spiel haben wollte. Wir mochten uns nicht besonders. Damals.

Doch der Job - erst bei der Zeitung, dann beim Radio, später nnz - brachte es mit sich, dass wir uns immer wieder und immer öfter trafen, schließlich schossen in Nordthüringen mehrere neue Autohäuser des Helmut Peter aus dem Boden. Und es gab dann und wann auch die Zeit für persönliche Gespräche. Ich konnte ein wenig in ihn hineinblicken und sah etwas von dem anderen Menschen. Helmut Peter war nach außen hin stark, ist er immer noch. Im Innern jedoch ist er verletzlich, ist er dünnhäutig. Und das ist gut so, es bewahrt ihn vor dem Abheben oder Durchdrehen. Wir erkannten dann einige Gemeinsamkeiten. Unsere Sozialisation in der ehemaligen DDR, ähnliches Alter, den Dienst in der gleiche Armee-Einheit in Thüringen, nur an anderen Standorten. Und den Umgang mit Geld. Zumindest mit dem eigenen.

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Die Gespräche wurden intensiver, je größer sein Imperium wurde. Wir hatten und haben durchaus unterschiedliche Meinungen und - jeder für sich - auch seine eigene Weltanschauung und politische Reflexionen. Aber: wir respektierten die des anderen. Das ist wichtig für das, was sich langsam entwickelte und was noch nicht abgeschlossen ist.

Beruflich begleite ich seit mehr als 20 Jahren den unternehmerischen Aufstieg eines Mannes, der mit einem riesigen Willen und einer ungeheuren Energie gleich nach der Grenzöffnung losgefahren ist, um letztlich 26 Autohäuser in drei Bundesländern zu besitzen. Er wartete nicht auf die staatlich vollzogene Einheit, er vollzog sie einfach.

Die Zukunft ist gesichert: Helmut, Enkel Laurent und Sohn Andreas kurz vor dem Umzug zum 1090. Geburtstag von Nordhausen (Foto: H. Fischer) Die Zukunft ist gesichert: Helmut, Enkel Laurent und Sohn Andreas kurz vor dem Umzug zum 1090. Geburtstag von Nordhausen (Foto: H. Fischer)
Helmut Peter kann begeistern, kann mitnehmen. Zum Beispiel jene Frauen und Männer der ehemaligen PGH, die mit ihm den Weg zur jetzigen Peter-Gruppe gegangen sind. Keinen hat er fallen lassen, einige sind bereits in Rente, finden aber dennoch oft den Weg zurück in die Hallesche Straße. Er “begeisterte” von seinen Geschäftsideen nicht nur Bankvorstände, sondern vor allem seine beiden Kinder, Daniela und Andreas. Das schafft dem Mann, bei dem privat nicht immer alles glatt lief, ein gutes Gefühl, es machte ihn stark. Das Geschäft geht weiter. In der Familie, nicht in einem anonymen Konzern.

Vor zehn Jahren war an dieser Stelle zu lesen, dass sich Helmut Peter nach seinem 50. Geburtstag ein wenig aus dem operativen Geschäft zurückziehen wollte. Nun ja, vermutlich war das eine klitzekleine Lüge. Wer in der Firmenhistorie blättert wird eines Besseren belehrt: Northeim, Einbeck, Duderstadt, Dessau, Bernburg - ohne Worte. In der Branche, in der er unterwegs ist, muss man wachsen oder…

Wird er nun, zehn Jahre später, sich aus dem operativen Geschäft zurückziehen? Niemand von denen, die ihn kennen, wird das glauben. Der Mann hat noch soviel Energie, muss noch so viele Bälle und andere Veranstaltungen organisieren, muss die ungezählten Netzwerke am Laufen halten, wird neue knüpfen, denn darin ist er Weltmeister. Vor allem aber: Autos verkaufen. Mit oder ohne Verbrennungsmotor.

Gestritten wird auch heut noch gern (Foto: privat) Gestritten wird auch heut noch gern (Foto: privat)
Ich persönlich hoffe und wünsche mir, dass wir noch viele Gespräche führen, ab und zu mal nicht einer Meinung sind, uns weiterhin gegenseitig wertschätzen und respektieren und dass wir uns gemeinsam auf einem Weg begleiten, der in eine Freundschaft führen könnte. Neben Gesundheit, Zufriedenheit sind Freunde wichtige Güter. Du kennst da meine Meinung, lieber Helmut: wirkliche Freunde, die gibt es ganz wenige. Vielleicht eine Handvoll. In "Ernstfall".

Die 6 als erste Ziffer vor dem Lebensalter, das kenne ich aus eigener Erfahrung, die ist eigentlich unbedeutend. Die nimmt man sportlich. Heute zum Beispiel in einer neuen Reifenhalle, mit mehr als 500 Geburtstagsgästen und einigen wirklichen Freunden.

In diesem Sinne: herzliche Grüße zum Geburtstag, alles Gute, vor allem aber ne dicke Portion Gesundheit.
Peter-Stefan Greiner

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Autor: red

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