Mi, 10:22 Uhr
02.08.2000
Tunnel für A 38 nach Niedersachsen perfekt....
Nordhausen/Göttingen (nnz). Offenbar wurde eine Lösung für den Streckenabschnitt der A38
im Bereich Göttingen / Anschluß an die A7 gefunden. Bisher hatte es aufgrund von
Anwohnerprotesten immer wieder Streit um den Verlauf der A38 in Niedersachsen gegeben. Mit
dem jetzt vom Bundesverkehrsministerium genehmigten Tunnel scheint auch für diesen wichtigen
Abschnitt eine Lösung gefunden. Für Nordthüringen ist es wichtig, dass damit volle
Planungssicherheit für die A 38 besteht und die anvisierte Fertigstellung der Autobahn für 2005
gesichert ist, so der Vorsitzende der SPD-Stadtratsfraktion, Matthias Jendricke. Die Mitarbeiter
im Berliner Verkehrministerium versicherten Jendricke im Mai, dass man sich keine Sorgen um die
Finanzierung der A38 machen muß, die Verkehrsprojekte Deutsche Einheit haben höchste
Priorität. So sind allein bis Ende 2002 rund 450 Millionen DM für die Thüringer Streckenabschnitte
bereitgestellt. Letzte Woche wurde auch die Ortsumgehung der Bundesstraße von Sangerhausen in
Richtung neuer Autobahnanschlußstelle fertiggestellt. Mit der Freigabe der Autobahn von
Wallhausen bis Sangerhausen im Oktober dieses Jahres kann man sich dann auch diese
zeitaufwendige Stadtdurchfahrt ersparen. Zudem wird zur Zeit an den Autobahnabschnitten
Breitenworbis / Leinefelde und Leinefelde / Heiligenstadt gebaut. Der Weiterbau im Landkreis
Nordhausen in Richtung Wipperdorf soll noch im Herbst dieses Jahres angeschoben werden, will
Jendricke erfahren haben.
Matthias Jendricke hat den Lesern der NNZ einige weitere Beiträge zum Thema A 38
aus niedersächsischen Zeitungen bereitgestellt.
Nach Halle durch den Tunnel
Die Grenze trennt nicht mehr, trotzdem soll sie mit Hilfe eines Tunnels überwunden werden: Die
Autobahn 38, die von Göttingen in den Raum Halle führen soll, wird die einstige Staatsgrenze und
heutige Grenze zu Thüringen in einem Tunnel unterqueren. Nach Mitteilung von Verkehrsminister
Peter Fischer in Hannover hat das Bundesverkehrsministerium jetzt genehmigt, dass die
Fernstraße in der Nähe von Friedland-Reiffenhausen (Kreis Göttingen) durch einen 1,7 Kilometer
langen Tunnel ins Nachbarland geführt werden soll. Dies sei die beste der verschiedenen Trassen,
über die der Bund zu entscheiden gehabt habe, sagte Fischer. So würden Eingriffe in die
Landschaft weitgehend vermieden, und die angrenzenden Orte blieben von Lärmbelästigungen "so
gut es geht" verschont. Dieser Tunnel solle rund 100 Millionen Mark kosten. Über die so genannte
Südharz-Autobahn 38 - ein "Verkehrsprojekt Deutsche Einheit" - ist jahrelang gestritten worden.
Inzwischen sind jedoch einige Abschnitte außerhalb Niedersachsens bereits fertig gestellt. Auf
niedersächsischem Gebiet wird die A 38 elf Kilometer lang sein und 240 Millionen Mark kosten.
Nach Mitteilung des Verkehrsministeriums in Hannover hat jetzt, da die Entscheidung für den
teuren Tunnel gefallen ist, das eigentliche Genehmigungsverfahren begonnen. Sollten die Arbeiten
wie geplant im kommenden Jahr beginnen können, sei für das Jahr 2005 mit der Inbetriebnahme
des niedersächsischen Abschnitts zu rechnen, heißt es aus der Straßenbauverwaltung in Hannover.
Dem Bundesverkehrsministerium lagen für das westlichste Stück der Schnellstraße verschiedene
Planungsvarianten vor. Der Bund, der alles zu bezahlen hat, musste sich zwischen oberirdischen
Trassen, kürzeren Tunnelbauwerken und dem langen Heidkopftunnel entscheiden, für den sich die
Anliegergemeinden und die niedersächsische Landesregierung stark gemacht hatten. Die A 38 soll
im Westen in die als Zubringer fungierende Bundesstraße 524 münden, so dass bei der jetzigen
Anschlussstelle Friedland der A 7 ein Autobahn-Dreieck für die Richtungen Nord-Süd (A 7) und
Ost-West (A 38) entsteht. Auf niedersächsischem Gebiet erhält die Autobahn drei
Anschlussstellen: Dramfeld, Deiderode und südlich von Friedland eine Anbindung an die
Bundesstraße 27, über die man dann nach Nordhessen oder Göttingen gelangen kann.
HNA, 27.07.2000
Lange Lösung begrüßt: Die Politikerin teilte gestern mit, dass sich nach
intensiven Gesprächen, die sie in den vergangenen Wochen geführt hatte, bereits Ende Juni ein
Umdenken für die lange Lösung abgezeichnet hätte. Wettig-Danielmeier (SPD): "Den Bewohnern von
Reiffenhausen, Reckershausen und Niedergandern ist damit ihre größte Sorge im Zusammenhang
mit dem Bau der A 38 genommen worden." Der nun geplante Tunnel sei sowohl in Hinblick auf die
Landschaftserhaltung als auch für die Existenz der landwirtschaftlichen Betriebe entlang der
Trasse die beste Lösung. "Ich hoffe, dass es uns in den kommenden Monaten gelingen wird, auch
die noch ausstehenden Fragen des Lärmschutzes im Sinne der Betroffenen zu finden", sagte
Wettig-Danielmeier. Auch die FDP-Kreistagsfraktion ist über diese Lösung "sehr glücklich". Karl
Semmelroggen: "Dies ist die besteMöglichkeit, Natur und Landschaft im oberen Leinetal weitgehend
zu schonen, und es ist ebenso die beste Möglichkeit, Lärmschutz für die Anwohner preisgünstig
und hochwirksam herzurichten". Stadt und Landkreis Göttingen hätten eine eindeutige gemeinsame
Linie vertreten. "Es scheint geeignet, auch mit den Gegnern der A 38 nun konstruktiv über
günstige Lösungen zu reden, um für alle das beste zu erreichen", sagte er.
Göttinger Tageblatt, Friedland, 28.07.2000
Grünes Licht für längsten Autobahntunnel: Der längste Autobahntunnel des
Landes wird gebaut. Der Bund gab grünes Licht für den 1700 Meter langen unterirdischen
Streckenabschnitt der geplanten A 38 von Göttingen nach Halle. "Das ist die beste Variante",
begrüßt Verkehrsminister Peter Fischer die Berliner Entscheidung. Der Heidkopftunnel soll bei
Reiffenhausen (Kreis Göttingen) beginnen und unter den ehemaligenGrenzstreifen hindurchführen.
Wegen der hohen Baukosten von 100 Millionen Mark hatten die Planer auch über oberirdische
Streckenvarianten und kürzere Tunnel nachgedacht. Dagegen hatten Anlieger protestiert. Sie
befürchteten Lärmbelästigung und Umweltschäden. Die A38 soll im Westen in die B524 münden, so
dass bei Friedland ein Autobahn-Dreieck für die Richtungen Nord-Süd (A7) und Ost-West (A38)
entsteht. Der Bau des niedersächsischen Teilstücks (Kosten: 240 Millionen Mark) beginnt im
kommenden Jahr. 2005 soll es fertig sein.
onl, GÖTTINGEN
Autor: psgim Bereich Göttingen / Anschluß an die A7 gefunden. Bisher hatte es aufgrund von
Anwohnerprotesten immer wieder Streit um den Verlauf der A38 in Niedersachsen gegeben. Mit
dem jetzt vom Bundesverkehrsministerium genehmigten Tunnel scheint auch für diesen wichtigen
Abschnitt eine Lösung gefunden. Für Nordthüringen ist es wichtig, dass damit volle
Planungssicherheit für die A 38 besteht und die anvisierte Fertigstellung der Autobahn für 2005
gesichert ist, so der Vorsitzende der SPD-Stadtratsfraktion, Matthias Jendricke. Die Mitarbeiter
im Berliner Verkehrministerium versicherten Jendricke im Mai, dass man sich keine Sorgen um die
Finanzierung der A38 machen muß, die Verkehrsprojekte Deutsche Einheit haben höchste
Priorität. So sind allein bis Ende 2002 rund 450 Millionen DM für die Thüringer Streckenabschnitte
bereitgestellt. Letzte Woche wurde auch die Ortsumgehung der Bundesstraße von Sangerhausen in
Richtung neuer Autobahnanschlußstelle fertiggestellt. Mit der Freigabe der Autobahn von
Wallhausen bis Sangerhausen im Oktober dieses Jahres kann man sich dann auch diese
zeitaufwendige Stadtdurchfahrt ersparen. Zudem wird zur Zeit an den Autobahnabschnitten
Breitenworbis / Leinefelde und Leinefelde / Heiligenstadt gebaut. Der Weiterbau im Landkreis
Nordhausen in Richtung Wipperdorf soll noch im Herbst dieses Jahres angeschoben werden, will
Jendricke erfahren haben.
Matthias Jendricke hat den Lesern der NNZ einige weitere Beiträge zum Thema A 38
aus niedersächsischen Zeitungen bereitgestellt.
Nach Halle durch den Tunnel
Die Grenze trennt nicht mehr, trotzdem soll sie mit Hilfe eines Tunnels überwunden werden: Die
Autobahn 38, die von Göttingen in den Raum Halle führen soll, wird die einstige Staatsgrenze und
heutige Grenze zu Thüringen in einem Tunnel unterqueren. Nach Mitteilung von Verkehrsminister
Peter Fischer in Hannover hat das Bundesverkehrsministerium jetzt genehmigt, dass die
Fernstraße in der Nähe von Friedland-Reiffenhausen (Kreis Göttingen) durch einen 1,7 Kilometer
langen Tunnel ins Nachbarland geführt werden soll. Dies sei die beste der verschiedenen Trassen,
über die der Bund zu entscheiden gehabt habe, sagte Fischer. So würden Eingriffe in die
Landschaft weitgehend vermieden, und die angrenzenden Orte blieben von Lärmbelästigungen "so
gut es geht" verschont. Dieser Tunnel solle rund 100 Millionen Mark kosten. Über die so genannte
Südharz-Autobahn 38 - ein "Verkehrsprojekt Deutsche Einheit" - ist jahrelang gestritten worden.
Inzwischen sind jedoch einige Abschnitte außerhalb Niedersachsens bereits fertig gestellt. Auf
niedersächsischem Gebiet wird die A 38 elf Kilometer lang sein und 240 Millionen Mark kosten.
Nach Mitteilung des Verkehrsministeriums in Hannover hat jetzt, da die Entscheidung für den
teuren Tunnel gefallen ist, das eigentliche Genehmigungsverfahren begonnen. Sollten die Arbeiten
wie geplant im kommenden Jahr beginnen können, sei für das Jahr 2005 mit der Inbetriebnahme
des niedersächsischen Abschnitts zu rechnen, heißt es aus der Straßenbauverwaltung in Hannover.
Dem Bundesverkehrsministerium lagen für das westlichste Stück der Schnellstraße verschiedene
Planungsvarianten vor. Der Bund, der alles zu bezahlen hat, musste sich zwischen oberirdischen
Trassen, kürzeren Tunnelbauwerken und dem langen Heidkopftunnel entscheiden, für den sich die
Anliegergemeinden und die niedersächsische Landesregierung stark gemacht hatten. Die A 38 soll
im Westen in die als Zubringer fungierende Bundesstraße 524 münden, so dass bei der jetzigen
Anschlussstelle Friedland der A 7 ein Autobahn-Dreieck für die Richtungen Nord-Süd (A 7) und
Ost-West (A 38) entsteht. Auf niedersächsischem Gebiet erhält die Autobahn drei
Anschlussstellen: Dramfeld, Deiderode und südlich von Friedland eine Anbindung an die
Bundesstraße 27, über die man dann nach Nordhessen oder Göttingen gelangen kann.
HNA, 27.07.2000
Lange Lösung begrüßt: Die Politikerin teilte gestern mit, dass sich nach
intensiven Gesprächen, die sie in den vergangenen Wochen geführt hatte, bereits Ende Juni ein
Umdenken für die lange Lösung abgezeichnet hätte. Wettig-Danielmeier (SPD): "Den Bewohnern von
Reiffenhausen, Reckershausen und Niedergandern ist damit ihre größte Sorge im Zusammenhang
mit dem Bau der A 38 genommen worden." Der nun geplante Tunnel sei sowohl in Hinblick auf die
Landschaftserhaltung als auch für die Existenz der landwirtschaftlichen Betriebe entlang der
Trasse die beste Lösung. "Ich hoffe, dass es uns in den kommenden Monaten gelingen wird, auch
die noch ausstehenden Fragen des Lärmschutzes im Sinne der Betroffenen zu finden", sagte
Wettig-Danielmeier. Auch die FDP-Kreistagsfraktion ist über diese Lösung "sehr glücklich". Karl
Semmelroggen: "Dies ist die besteMöglichkeit, Natur und Landschaft im oberen Leinetal weitgehend
zu schonen, und es ist ebenso die beste Möglichkeit, Lärmschutz für die Anwohner preisgünstig
und hochwirksam herzurichten". Stadt und Landkreis Göttingen hätten eine eindeutige gemeinsame
Linie vertreten. "Es scheint geeignet, auch mit den Gegnern der A 38 nun konstruktiv über
günstige Lösungen zu reden, um für alle das beste zu erreichen", sagte er.
Göttinger Tageblatt, Friedland, 28.07.2000
Grünes Licht für längsten Autobahntunnel: Der längste Autobahntunnel des
Landes wird gebaut. Der Bund gab grünes Licht für den 1700 Meter langen unterirdischen
Streckenabschnitt der geplanten A 38 von Göttingen nach Halle. "Das ist die beste Variante",
begrüßt Verkehrsminister Peter Fischer die Berliner Entscheidung. Der Heidkopftunnel soll bei
Reiffenhausen (Kreis Göttingen) beginnen und unter den ehemaligenGrenzstreifen hindurchführen.
Wegen der hohen Baukosten von 100 Millionen Mark hatten die Planer auch über oberirdische
Streckenvarianten und kürzere Tunnel nachgedacht. Dagegen hatten Anlieger protestiert. Sie
befürchteten Lärmbelästigung und Umweltschäden. Die A38 soll im Westen in die B524 münden, so
dass bei Friedland ein Autobahn-Dreieck für die Richtungen Nord-Süd (A7) und Ost-West (A38)
entsteht. Der Bau des niedersächsischen Teilstücks (Kosten: 240 Millionen Mark) beginnt im
kommenden Jahr. 2005 soll es fertig sein.
onl, GÖTTINGEN

