Fr, 11:15 Uhr
05.11.2004
Willkommen zur offenen Werkstatt
Nordhausen (nnz). Suchen Sie noch ein Geschenk für Weihnachten? Kerzen oder Töpferwaren, garantiert handgefertigt aus Thüringen, können Sie am Sonnabend erwerben. Wo Sie nicht nur einkaufen können erfahren Sie hier.
Morgen von 10.00 bis 15.00 Uhr öffnet die Nordthüringer Lebenshilfe, Hinter der Steinmühle 6, ihre Türen für interessierte Besucher.
Im Werkstattladen finden Sie viele kreative Produkte, die sich zu Weihnachten gut verschenken lassen. Alles wurde von den rund 400 geistig behinderten Mitarbeitern hergestellt. Sie ziehen und gestalten Kerzen, töpfern, flechten Körbe und Zaunelemente, bessern alte Möbel aus oder fertigen Geschenkartikel. Wie sie das machen, können Sie selbst erleben. Die Mitarbeiter verschieben extra ihr Wochenende, damit Sie ihnen über die Schulter sehen können.
Willkommen zur offenen Werkstatt (Foto: nnz)
Das ist noch längst nicht alles, was Menschen trotz geistiger und zum Teil auch körperlicher Behinderung schaffen können. Die Werkstatt ist zum Beispiel nach DIN zertifizierter Entsorgungsfachbetrieb, wie Werkstattleiter Hansjürgen Hanke mitteilte. Wer alte Haushaltsgeräte wie Waschmaschine oder Herd, sowie kaputte Elektronik wie Radio oder Computer loswerden will, ist hier genau richtig. Für Fernseher oder Monitor wird die grüne Karte aus der Abfallfibel benötigt, alles andere nehmen die Mitarbeiter kostenlos an.
Im technischen Bereich werden viele Produkte für Betriebe aus der Region gefertigt. Fahrrad- und Autoteile gehören dazu. Damit ein Behinderter diese Arbeiten erledigen kann, müssen sie nur in kleinere, für ihn verständliche Arbeitsschritte zerlegt werden. Nichtbehinderte Fachkräfte stehen mit Rat und Tat zur Seite.
Ohne Ausbildung geht auch bei der Lebenshilfe nichts. 2 1/4 Jahr dauert der Berufsbildungsbereich, den neue Mitarbeiter durchlaufen müssen bis sie einen festen Arbeitsplatz bekommen. Für jede Begabung und jedes Interesse wurde bisher das Passende gefunden, so Geschäftsführerin Tilly Pape. Jedes Jahr kommen neue Mitarbeiter dazu, denn die meisten Schüler der Sankt Martin Förderschule finden hier eine Arbeit. Mehrmals mußte deshalb schon angebaut werden.
Direkt neben der Werkstatt entstand ein modernes Wohnheim. Für die zahlreichen Einrichtungen der Lebenshilfe, ein Kindergarten, eine Schule, mehrere Heime und die offenen Hilfen gehören dazu, wurde eine eigene Wäscherei eingerichtet. Eine Großküche, wo Behinderte und nicht behinderte Angestellte gemeinsam kochen, versorgt nicht nur die Einrichtungen mit warmen und kalten Mahlzeiten. Sollten Sie eine Feier planen und ein Büfett oder Menüs benötigen, fragen Sie doch mal diesen besonderen Partyservice. Alles wird selbst gemacht und ist kein Tütenessen.
Berührungsängste sind übrigens völlig fehl am Platz. Besucher werden herzlich empfangen und bekommen alle Fragen beantwortet. Die Mitarbeiter sind anders, haben aber genauso viel Freude an einer sinnvollen Arbeit wie jeder Nichtbehinderte. Es ist ein Ziel der Werkstatt den Menschen Erfolgserlebnisse zu vermitteln und sie in die normale Gesellschaft einzugliedern. Tage der offenen Tür sind eine gute Gelegenheit zu zeigen, daß eine Werkstatt richtiger Betrieb ist, wo Produkte und Dienstleistungen entstehen, die Sie nicht von denen anderer Anbieter unterscheiden können. Nutzen Sie einfach die Möglichkeit sich morgen zu informieren, die Werkstätten zu besichtigen, die Arbeiter kennenzulernen und für das Weihnachtsfest einzukaufen.
Autor: nnzMorgen von 10.00 bis 15.00 Uhr öffnet die Nordthüringer Lebenshilfe, Hinter der Steinmühle 6, ihre Türen für interessierte Besucher.
Im Werkstattladen finden Sie viele kreative Produkte, die sich zu Weihnachten gut verschenken lassen. Alles wurde von den rund 400 geistig behinderten Mitarbeitern hergestellt. Sie ziehen und gestalten Kerzen, töpfern, flechten Körbe und Zaunelemente, bessern alte Möbel aus oder fertigen Geschenkartikel. Wie sie das machen, können Sie selbst erleben. Die Mitarbeiter verschieben extra ihr Wochenende, damit Sie ihnen über die Schulter sehen können.
Willkommen zur offenen Werkstatt (Foto: nnz)
Das ist noch längst nicht alles, was Menschen trotz geistiger und zum Teil auch körperlicher Behinderung schaffen können. Die Werkstatt ist zum Beispiel nach DIN zertifizierter Entsorgungsfachbetrieb, wie Werkstattleiter Hansjürgen Hanke mitteilte. Wer alte Haushaltsgeräte wie Waschmaschine oder Herd, sowie kaputte Elektronik wie Radio oder Computer loswerden will, ist hier genau richtig. Für Fernseher oder Monitor wird die grüne Karte aus der Abfallfibel benötigt, alles andere nehmen die Mitarbeiter kostenlos an.Im technischen Bereich werden viele Produkte für Betriebe aus der Region gefertigt. Fahrrad- und Autoteile gehören dazu. Damit ein Behinderter diese Arbeiten erledigen kann, müssen sie nur in kleinere, für ihn verständliche Arbeitsschritte zerlegt werden. Nichtbehinderte Fachkräfte stehen mit Rat und Tat zur Seite.
Ohne Ausbildung geht auch bei der Lebenshilfe nichts. 2 1/4 Jahr dauert der Berufsbildungsbereich, den neue Mitarbeiter durchlaufen müssen bis sie einen festen Arbeitsplatz bekommen. Für jede Begabung und jedes Interesse wurde bisher das Passende gefunden, so Geschäftsführerin Tilly Pape. Jedes Jahr kommen neue Mitarbeiter dazu, denn die meisten Schüler der Sankt Martin Förderschule finden hier eine Arbeit. Mehrmals mußte deshalb schon angebaut werden.
Direkt neben der Werkstatt entstand ein modernes Wohnheim. Für die zahlreichen Einrichtungen der Lebenshilfe, ein Kindergarten, eine Schule, mehrere Heime und die offenen Hilfen gehören dazu, wurde eine eigene Wäscherei eingerichtet. Eine Großküche, wo Behinderte und nicht behinderte Angestellte gemeinsam kochen, versorgt nicht nur die Einrichtungen mit warmen und kalten Mahlzeiten. Sollten Sie eine Feier planen und ein Büfett oder Menüs benötigen, fragen Sie doch mal diesen besonderen Partyservice. Alles wird selbst gemacht und ist kein Tütenessen.
Berührungsängste sind übrigens völlig fehl am Platz. Besucher werden herzlich empfangen und bekommen alle Fragen beantwortet. Die Mitarbeiter sind anders, haben aber genauso viel Freude an einer sinnvollen Arbeit wie jeder Nichtbehinderte. Es ist ein Ziel der Werkstatt den Menschen Erfolgserlebnisse zu vermitteln und sie in die normale Gesellschaft einzugliedern. Tage der offenen Tür sind eine gute Gelegenheit zu zeigen, daß eine Werkstatt richtiger Betrieb ist, wo Produkte und Dienstleistungen entstehen, die Sie nicht von denen anderer Anbieter unterscheiden können. Nutzen Sie einfach die Möglichkeit sich morgen zu informieren, die Werkstätten zu besichtigen, die Arbeiter kennenzulernen und für das Weihnachtsfest einzukaufen.


