Fr, 08:59 Uhr
05.11.2004
Der besondere nnz-Flimmer-Tipp
Nordhausen (nnz). Es ist keine Massenware, was die nnz-Redaktion an dieser Stelle empfiehlt, es ist eher was für Freunde der anspruchsvollen Unterhaltung. Auf Arte wird heute der erste Teil eines Films ausgestrahlt, der vielleicht mit der Stadt Bleicherode zusammenhängen könnte. Aber klicken Sie selbst...
Ab 20.40 Uhr sendet Arte heute den ersten Teil des Films Die Kirschenkönigin. Schon als Kind träumt Ruth, die Tochter eines reichen jüdischen Bankiers, davon, als Bäuerin auf dem Lande zu leben. Leidenschaftlich und mit ungewöhnlicher Kraft verfolgt sie ihr Ziel und trotzt einem schrecklichen Jahrhundert, in dem "dem lieben Gott einiges schwer daneben gegangen ist".
Ruth Goldfisch, Tochter eines jüdischen Berliner Bankiers, hat von Kindesbeinen an den Traum, Bäuerin zu werden. Auf dem alljährlichen Pessach-Ball ihres Vaters lernt sie im Jahre 1914 den schönen, aber verarmten Adeligen Albert von Roll kennen. Mit Hilfe von Kurt Stöcker, dem ihr treu ergebenen Prokuristen des Bankhauses Goldfisch, trotzt sie ihrem Vater die Zustimmung zur Heirat mit dem "Hungerbaron" ab. Sie verlässt den Vater, die beiden Schwestern und das mondäne Berliner Stadtleben und folgt Albert auf sein Gut nach Bleichrode im Harz.
Der verwahrloste und marode Gutshof entspricht so gar nicht Ruths Lebenstraum. Doch während Albert in den Ersten Weltkrieg ziehen muss, beginnt Ruth den Hof wieder aufzubauen und die Sauerkirschen-Plantagen zu veredeln. Schon bald fühlt Ruth sich in Bleichrode zu Hause. Ihr großes finanzielles Geschick, gepaart mit Großzügigkeit und Energie, machen sie zur einflussreichen und geachteten Bürgerin. Als Albert endlich aus dem Krieg nach Hause kommt, scheint ihr Traum wahr geworden zu sein. Doch ihr Vater Samuel Goldfisch kann die Schande der deutschen Niederlage und des Bankrotts seiner Bank nicht ertragen und nimmt sich das Leben....
Drehbuchautor Justus Pfaue, 1942 in Ballenstedt geboren, studierte Jura und forensische Psychiatrie. Bereits während seiner Studienzeit veröffentlichte er als freier Mitarbeiter unter anderem in der "Zeit" Dossiers und Glossen sowie erste Novellen und Romane. Diese wurden in 18 Sprachen übersetzt. Seit 30 Jahren schreibt er auch Drehbücher für Spiel- und Fernsehfilme sowie für erfolgreiche Fernsehserien ("Timm Thaler", "Silas", "Anna", "Oliver Maass" und "Patrik Pacard"). Zwölf seiner Romane wurden in Deutschland, England und Italien verfilmt.
Regie führte Rainer Kaufmann, es spielen: Johanna Wokalek (Ruth), Johannes Zirner (Siegfried), Adele Neuhauser (Luise), Richy Müller (Franz), Jürgen Tarrach (Otto Pfreimel), Jürgen Vogel (Kurt Stöcker), Heike Warmuth (Elisabeth), Marc Hosemann (Albert von Roll), Clémence Boué (Käthe), Delphine Serina (Gretchen), August Zirner (Samuel)
Der zweite Teil wird am 8. November und der dritte am 12. November 2004 ausgestrahlt. Beginn jeweils 20.40 Uhr.
Autor: nnzAb 20.40 Uhr sendet Arte heute den ersten Teil des Films Die Kirschenkönigin. Schon als Kind träumt Ruth, die Tochter eines reichen jüdischen Bankiers, davon, als Bäuerin auf dem Lande zu leben. Leidenschaftlich und mit ungewöhnlicher Kraft verfolgt sie ihr Ziel und trotzt einem schrecklichen Jahrhundert, in dem "dem lieben Gott einiges schwer daneben gegangen ist".
Ruth Goldfisch, Tochter eines jüdischen Berliner Bankiers, hat von Kindesbeinen an den Traum, Bäuerin zu werden. Auf dem alljährlichen Pessach-Ball ihres Vaters lernt sie im Jahre 1914 den schönen, aber verarmten Adeligen Albert von Roll kennen. Mit Hilfe von Kurt Stöcker, dem ihr treu ergebenen Prokuristen des Bankhauses Goldfisch, trotzt sie ihrem Vater die Zustimmung zur Heirat mit dem "Hungerbaron" ab. Sie verlässt den Vater, die beiden Schwestern und das mondäne Berliner Stadtleben und folgt Albert auf sein Gut nach Bleichrode im Harz.
Der verwahrloste und marode Gutshof entspricht so gar nicht Ruths Lebenstraum. Doch während Albert in den Ersten Weltkrieg ziehen muss, beginnt Ruth den Hof wieder aufzubauen und die Sauerkirschen-Plantagen zu veredeln. Schon bald fühlt Ruth sich in Bleichrode zu Hause. Ihr großes finanzielles Geschick, gepaart mit Großzügigkeit und Energie, machen sie zur einflussreichen und geachteten Bürgerin. Als Albert endlich aus dem Krieg nach Hause kommt, scheint ihr Traum wahr geworden zu sein. Doch ihr Vater Samuel Goldfisch kann die Schande der deutschen Niederlage und des Bankrotts seiner Bank nicht ertragen und nimmt sich das Leben....
Drehbuchautor Justus Pfaue, 1942 in Ballenstedt geboren, studierte Jura und forensische Psychiatrie. Bereits während seiner Studienzeit veröffentlichte er als freier Mitarbeiter unter anderem in der "Zeit" Dossiers und Glossen sowie erste Novellen und Romane. Diese wurden in 18 Sprachen übersetzt. Seit 30 Jahren schreibt er auch Drehbücher für Spiel- und Fernsehfilme sowie für erfolgreiche Fernsehserien ("Timm Thaler", "Silas", "Anna", "Oliver Maass" und "Patrik Pacard"). Zwölf seiner Romane wurden in Deutschland, England und Italien verfilmt.
Regie führte Rainer Kaufmann, es spielen: Johanna Wokalek (Ruth), Johannes Zirner (Siegfried), Adele Neuhauser (Luise), Richy Müller (Franz), Jürgen Tarrach (Otto Pfreimel), Jürgen Vogel (Kurt Stöcker), Heike Warmuth (Elisabeth), Marc Hosemann (Albert von Roll), Clémence Boué (Käthe), Delphine Serina (Gretchen), August Zirner (Samuel)
Der zweite Teil wird am 8. November und der dritte am 12. November 2004 ausgestrahlt. Beginn jeweils 20.40 Uhr.


