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Do, 10:54 Uhr
04.11.2004

Das Geld ist da

Nordhausen (nnz). Lange wurde er vorbereitet, jetzt aber kann mit dem Bau eines neuen Wasserwerkes in Nordhausen begonnen werden. Wann es los geht und was sich verändern wird, das hat jetzt die nnz erfahren.


Das Geld ist da (Foto: nnz) Das Geld ist da (Foto: nnz) Anfang dieser Woche erhielt der Wasserverband Nordhausen (WVN) den Fördermittelbescheid für den Bau eines neuen Wasserwerkes in der Nordhäuser Alexander-Puschkin-Straße. Mit den 3,8 Millionen Euro kann es endlich losgehen, ist WVN-Geschäftsführer Ulrich Schardt froh. Noch im Dezember soll mit der Baustelleinrichtung begonnen werden. Der Neubau auf dem Gelände des jetzigen Wasserwerkes machte sich erforderlich, da mit den alten Anlagen die neuen Bestimmungen der Trinkwasserverordnung mittelfristig nicht mehr zu halten waren. Die Hauptaufgabe des alten und des neuen Wasserwerkes wird es sein, das Talsperrenwasser zu „reinigen“. Geschieht das bislang durch großflächige Kiesfilter, so soll im neuen Werk künftig eine Membrantechnologie zum Einsatz kommen.

Dabei soll natürlich ein neues Filtergebäude entstehen, trotzdem will der Verband auch weiterhin auf einige alte Gebäude und Anlagen wie einen unterirdischen Behälter mit Marmorfilter zurückgreifen. Freilich, das alte Filtergebäude hat dann – Ende 2006 – ausgedient. Die darin befindliche Technologie, vor allem die Transmissionen sollen der technisch interessierten Nachwelt erhalten bleiben. Auch mit den neuen Anlagen sollen täglich bis zu 10.000 Kubimeter Trinkwasser aufbereitet werden.

Die Kompliziertheit des Projekts begründet sich in erster Linie aus der Tatsache, daß der Neubau entsteht, das „Alte“ aber weiterhin seinen Dienst versehen wird. Sowohl für die Planer als auch für die Bauausführung ein kompliziertes Unterfangen. Da gilt es nicht nur die bestehende Leitungsinfrastruktur zu beachten, die neue muß integriert und anschlußbereit verlegt werden. Wenn das neue Wasserwerk ab Ende 2006 seinen Dienst versieht, dann hat eine Technologie aus dem Jahr 1931 „ausgedient“.

Ulrich Schardt erinnert daran, daß das Wasserwerk einzig und allein dazu benötigt wird, um das Wasser aus der Nordhäuser Talsperre bei Neustadt (Oberflächenwasser) aufzubereiten. Mit der neuen Membrantechnologie wird erreicht, daß künftig auch kleinste Partikel des Talsperrenwassers herausgefiltert werden. Das Talsperrenwasser wird in der Alexander-Puschkin-Straße aber auch im Neubau weiterhin mit Grundwasser aus den Brunnen „Bielen“ und „Kurhaus“ gemischt. Damit versorgen die „Wasserwerker“ nicht nur die Stadt Nordhausen sondern auch weite Teile des Landkreises Nordhausen. Das reicht von Stempeda bis nach Wipperdorf.

Insgesamt soll der Neubau 6,5 Millionen Euro kosten. Den „bescheidenen Rest“ von 2,7 Miilionen Euro finanziert der Wasserverband.
Autor: nnz

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