Mi, 10:20 Uhr
03.11.2004
Spiegelbild
Nordhausen (nnz). Noch immer haben 115 junge Menschen im Bereich der Nordhäuser Arbeitsagentur keine Lehrstelle gefunden. Doch gegenüber dem Vorjahr ist das ein Rückgang. Die akuellen Zahlen zum Abschluß des Berufsberatungsjahres wie immer mit einem Klick.
Entsprechend der Stagnation am Arbeitsmarkt war auch der Ausbildungsstellenmarkt im abgelaufenen Berufsberatungsjahr von einer schwierigen Lage gekennzeichnet. Deshalb reagierten alle verantwortlichen Partner am Ausbildungsmarkt im Juni und schlossen einen Ausbildungspakt. Dabei erreichte die Zusammenarbeit zwischen den Paktpartnern, insbesondere der IHK und der Handwerkskammer sowie der Arbeitsagentur, eine neue Qualität, in dessen Ergebnis ein hoher Versorgungsgrad der Jugendlichen mit Ausbildungsmöglichkeiten erzielt wurde.
In der Agentur für Arbeit Nordhausen sprachen von Oktober 2003 bis September 2004 insgesamt 12.146 Ratsuchende in der Berufsberatung vor, das waren 281 weniger als im Vorjahr. Von diesen Jugendlichen baten 4.446 um Hilfe bei der Ausbildungsplatzsuche, 274 weniger als im Berufsberatungsjahr 2002/2003. Wie in den vergangenen Jahren traten damit 80,9 Prozent der Schulabgänger bei der Agentur als Bewerber auf. Die Zahl der weiblichen Bewerber ging dabei stärker zurück als die der männlichen. Innerhalb der Dienststellen meldeten sich damit 2.517 junge Männer (28 weniger als im Berufsberatungsjahr 2002/2003) und 1.929 junge Frauen (246 weniger als im Vorjahr).
Der größte Rückgang gegenüber dem Vorjahr ist in der Geschäftsstelle Leinefelde zu verzeichnen. Hier meldeten sich 994 Schulabgänger und baten um Vermittlungshilfe, das sind 108 weniger. Aber auch in fast allen anderen Geschäftsstellen, bis auf Heiligenstadt, ging die Bewerberzahl zurück.
Berufliche Vorstellungen
Gewerbliche Berufe sind bei den Schulabgängern nach wie vor sehr gefragt. So gab es für Metallberufe 713 Bewerber (760 im Vorjahr) und für den Beruf des Elektrikers 196 (210 Vorjahreswert). Für Ernährungsberufe interessierten sich 302 Jungen und Mädchen, rund 20 mehr als Ende September 2003. Leicht angestiegen ist auch in diesem Jahr die Nachfrage
für Berufe im Baugewerbe, im Berichtsjahr bewarben sich hier 637 Schulabgänger. Eine Ausbildung in landwirtschaftliche Berufe strebten 193 Jugendliche an, vor einem Jahr waren hier noch 214 Bewerber registriert. Das Interesse an Organisations-, Verwaltungs- und Büroberufen ist rückläufig, mit 643 bewarben sich hier 83 weniger als im Vorjahr. Zwar gab es auch für die Ausbildung als Waren- und Dienstleistungskaufmann weniger junge Leute mit diesem Berufsziel als vor einem Jahr, dennoch wurden 711 Ausbildungsplatzsuchende registriert.
Schulabschluss der Bewerber
Nach wie vor haben über die Hälfte der Bewerber für eine betriebliche Ausbildung einen Abschluss der mittleren Reife. Im Berufsberatungsjahr 2003/2004 betraf das 2.304 Bewerber, 97 weniger als im Vorjahr. 1.136 Ausbildungsplatzsuchende, das sind 25,5 Prozent, haben die Hauptschule abgeschlossen, das sind 44 weniger als vor 12 Monaten. Den Abschluss einer Sonderschule weisen 204 Mädchen und Jungen nach, 26 mehr als im Vorjahr. Die Fachhochschul- oder Hochschulreife hatten 486 Bewerber erreicht. Vor einem Jahr gab es mit diesem höheren Schulabschluss 560 Bewerber. Nach einem Abbruch einer Fachhoch- oder Hochschule suchten 30 junge Leute die Hilfe der Berufsberater.
Die Zahl der Bewerber um eine betriebliche Ausbildungsstelle, die keinen Schulabschluss vorweisen können, ist von 178 im Jahr 2002/2003 auf 204 in diesem Berufsberatungsjahr angestiegen. Ein Vergleich zwischen Jungen und Mädchen zeigt, dass nach bestandener Fachhochschul- oder Hochschulreife 88 Mädchen mehr als Bewerber auftraten. Nach der mittleren Reife haben 1.088 junge weibliche Bewerber um Vermittlungshilfe gebeten, bei den Männern mit diesem Schulabschluss waren es 1.216. Keinen Schulabschluss hatten 224 Männer im Vergleich zu 62 Frauen. Den Hauptschulabschluss erreichten 143 männliche gegenüber 61 weiblichen Bewerbern.
Stellenangebote so hoch wie im Vorjahr
Die Zahl der Ausbildungsstellen verringerte sich im Berufsberatungsjahr nicht so stark wie die Zahl der Bewerber. Insgesamt konnten die Berufsberater 2.180 Ausbildungsstellen, 241 weniger als im Vorjahr, akquirieren. Aus Unternehmen der Wirtschaft kamen 1.330 Angebote, 140 weniger als 2002/2003, und in außerbetrieblichen Einrichtungen sowie durch Sonderprogramme standen 850 Stellen zur Verfügung (101 weniger).
Außerbetriebliche Berufsausbildungsstellen
Über die Förderung nach dem SGB III, § 241 Abs. 2 zur Förderung benachteiligter Jugendlicher richtete die Arbeitsagentur für 391 Schulabgänger Ausbildungsmöglichkeiten ein, 102 davon erlernen Bau- und 51 Metallberufe. 24 junge Leute fanden eine Ausbildung in der Landwirtschaft. In Dienstleistungsberufen erhielten 72, in Organisations-, Verwaltungs- und Büroberufen 30 und als Gästebetreuer oder Hauswirtschaftler 52 Jungen und Mädchen eine Chance. Für 149 jugendliche Rehabilitanden und Schwerbehinderte wurden in speziellen Ausbildungseinrichtungen Ausbildungsplätze bereit gestellt, das sind 26 mehr als vor einem Jahr. 310 Bewerber mündeten in Ausbildungen, die aus Sonderprogrammen des Bundes und des Landes finanziert werden.
Betriebliche Berufsausbildungsstellen
Für den Beruf des Elektrikers stellen Unternehmen 72 Plätze bereit. Für Metallberufe konnten 247 Stellen akquiriert werden und für Bau- und Baunebenberufe 175. Die Ausbildung für 213 Waren- und Dienstleistungskaufleute, 143 Gästebetreuer und Hauswirtschaftler und für weitere 157 Organisations-, Verwaltungs- und Büroberufe boten Unternehmen der Region an.
Herkunft der Stellen nach Kammerzugehörigkeit
Aus Unternehmen, die der Industrie- und Handelskammer angehören, wurden bis Ende September 1.345 Stellenangebote in der Arbeitsagentur registriert, das waren 51 weniger als im gleichen Zeitraum des vorigen Berufsberatungsjahres. Bei den Lehrstellenangeboten der Ausbildungsbetriebe der Handwerkskammer ist ein Rückgang von 135 zu verzeichnen, insgesamt wurden 584 Ausbildungsplätze bereit gestellt. Das Angebot der Ärzte- und Zahnärztekammern ist mit 129 um 26 niedriger als vor Jahresfrist. Um 24 Stellen sind die Angebote der Landwirtschaftskammer auf 117 gesunken und der öffentliche Dienst meldete mit 41 Stellen nur 1 weniger als im Vorjahr. Die Rechtsanwalts-, Steuerberater- und die Apothekenkammer stellten insgesamt 33 Ausbildungsplätze zur Verfügung.
Verbleib der Bewerber
Von den 4.446 Bewerbern um einen betrieblichen Ausbildungsplatz mündeten letztendlich 2.855 in eine betriebliche oder außerbetriebliche Ausbildung ein. 2.068 davon erhielten einen Ausbildungsplatz im Bezirk der Agentur Nordhausen und 642 in Unternehmen außerhalb der Region. In anderen Agenturbezirken innerhalb Thüringens und Sachsen-Anhalts begannen 191, für 430 Bewerber startete die Ausbildung in den alten Bundesländern, das sind rund 100 weniger als vor einem Jahr. 273 Mädchen und Jungen entschlossen sich, eine weiterführende allgemeinbildende Schule zu besuchen und weitere 324 eine Berufsfachschule. Für 24 Jugendliche begann ein Berufsgrundschuljahr und in ein Berufsvorbereitungsjahr stiegen 21 Mädchen und Jungen ein, die keinen Schulabschluss besitzen. In berufsvorbereitende Maßnahmen, die durch das Arbeitsamt für Jugendliche ohne Berufsreife eingerichtet sind, wurden 99 Schulabgänger zugewiesen. In andere berufsbildende Schulen stiegen 49 Jugendliche ein und 81 entschieden sich zur Aufnahme eines Fach- oder Hochschulstudiums.
Direkt einen Job nahmen 361 Schulabgänger auf. Im Berufsberatungsjahr ging von bereits in Ausbildung stehenden der Wunsch aus, die aufgenommene Berufsausbildung zu wechseln, wegen fehlender Möglichkeiten entschieden sich aber letztendlich 49 dieser nochmaligen Bewerber in der gegenwärtigen Ausbildung zu verbleiben, 41 junge Männer meldeten sich in den Wehr- oder Zivildienst ab, weitere 38, vorwiegend junge Mädchen, entschieden sich für ein freiwilliges soziales Jahr. 310 Bewerber um eine betriebliche Ausbildung haben zwar Beratungsgespräche mit den Berufsberatern wahrgenommen und Vermittlungsvorschläge erhalten, ein Nachweis über den Verbleib liegt aber nicht vor. Hier sind auch die Schulabgänger einbezogen, die sich selbst nach den Beratungen über den Ausbildungsstelleninformationsservice eine Stelle gesucht haben.
115 Bewerber noch ohne Ausbildungsstelle
Bis Ende September 2004 wurden durch die Berufsberater alle am Ausbildungsmarkt verantwortlichen Institutionen einbezogen, um den Bewerbern zu helfen, eine betriebliche Ausbildung aufzunehmen, ein Studium, eine höhere Schule oder schulische Maßnahmen zu beginnen. Ende des Berufsberatungsjahres sind noch 115 Jugendliche in der Betreuung der Berufsberater verblieben und werden in die Vermittlungsbemühungen des begonnen Ausbildungsjahres einbezogen. Von den noch nicht versorgten Bewerbern haben 43 einen Hauptschulabschluss, 59 die mittlere Reife, 9 die Fachhochschul- oder Hochschulreife, 1 einen Sonderschulabschluss und 3 haben keinen Schulabschluss.
Noch 30 Stellen frei
Noch in den letzten zwei Monaten des Berufsberatungsjahres konnten rund 700 Stellen aus Betrieben der Region gewonnen werden. Diese Stellen waren wichtig, um den Bestand an unversorgten Bewerbern abzubauen. Ende des Ausbildungsjahres waren 30 Stellen nicht besetzt, das sind 5 Stellen für Bau- und Baunebenberufe, 5 für Waren- und Dienstleistungskaufleute, 6 Stellen für Ernährungsberufe, 5 für Organisations-, Verwaltungs- und Büroberufe, 3 für hauswirtschaftliche und Reinigungsberufe, je 2 für Elektriker, Metallberufe und Pflanzenbauer.
Autor: nnzEntsprechend der Stagnation am Arbeitsmarkt war auch der Ausbildungsstellenmarkt im abgelaufenen Berufsberatungsjahr von einer schwierigen Lage gekennzeichnet. Deshalb reagierten alle verantwortlichen Partner am Ausbildungsmarkt im Juni und schlossen einen Ausbildungspakt. Dabei erreichte die Zusammenarbeit zwischen den Paktpartnern, insbesondere der IHK und der Handwerkskammer sowie der Arbeitsagentur, eine neue Qualität, in dessen Ergebnis ein hoher Versorgungsgrad der Jugendlichen mit Ausbildungsmöglichkeiten erzielt wurde.
In der Agentur für Arbeit Nordhausen sprachen von Oktober 2003 bis September 2004 insgesamt 12.146 Ratsuchende in der Berufsberatung vor, das waren 281 weniger als im Vorjahr. Von diesen Jugendlichen baten 4.446 um Hilfe bei der Ausbildungsplatzsuche, 274 weniger als im Berufsberatungsjahr 2002/2003. Wie in den vergangenen Jahren traten damit 80,9 Prozent der Schulabgänger bei der Agentur als Bewerber auf. Die Zahl der weiblichen Bewerber ging dabei stärker zurück als die der männlichen. Innerhalb der Dienststellen meldeten sich damit 2.517 junge Männer (28 weniger als im Berufsberatungsjahr 2002/2003) und 1.929 junge Frauen (246 weniger als im Vorjahr).
Der größte Rückgang gegenüber dem Vorjahr ist in der Geschäftsstelle Leinefelde zu verzeichnen. Hier meldeten sich 994 Schulabgänger und baten um Vermittlungshilfe, das sind 108 weniger. Aber auch in fast allen anderen Geschäftsstellen, bis auf Heiligenstadt, ging die Bewerberzahl zurück.
Berufliche Vorstellungen
Gewerbliche Berufe sind bei den Schulabgängern nach wie vor sehr gefragt. So gab es für Metallberufe 713 Bewerber (760 im Vorjahr) und für den Beruf des Elektrikers 196 (210 Vorjahreswert). Für Ernährungsberufe interessierten sich 302 Jungen und Mädchen, rund 20 mehr als Ende September 2003. Leicht angestiegen ist auch in diesem Jahr die Nachfrage
für Berufe im Baugewerbe, im Berichtsjahr bewarben sich hier 637 Schulabgänger. Eine Ausbildung in landwirtschaftliche Berufe strebten 193 Jugendliche an, vor einem Jahr waren hier noch 214 Bewerber registriert. Das Interesse an Organisations-, Verwaltungs- und Büroberufen ist rückläufig, mit 643 bewarben sich hier 83 weniger als im Vorjahr. Zwar gab es auch für die Ausbildung als Waren- und Dienstleistungskaufmann weniger junge Leute mit diesem Berufsziel als vor einem Jahr, dennoch wurden 711 Ausbildungsplatzsuchende registriert.
Schulabschluss der Bewerber
Nach wie vor haben über die Hälfte der Bewerber für eine betriebliche Ausbildung einen Abschluss der mittleren Reife. Im Berufsberatungsjahr 2003/2004 betraf das 2.304 Bewerber, 97 weniger als im Vorjahr. 1.136 Ausbildungsplatzsuchende, das sind 25,5 Prozent, haben die Hauptschule abgeschlossen, das sind 44 weniger als vor 12 Monaten. Den Abschluss einer Sonderschule weisen 204 Mädchen und Jungen nach, 26 mehr als im Vorjahr. Die Fachhochschul- oder Hochschulreife hatten 486 Bewerber erreicht. Vor einem Jahr gab es mit diesem höheren Schulabschluss 560 Bewerber. Nach einem Abbruch einer Fachhoch- oder Hochschule suchten 30 junge Leute die Hilfe der Berufsberater.
Die Zahl der Bewerber um eine betriebliche Ausbildungsstelle, die keinen Schulabschluss vorweisen können, ist von 178 im Jahr 2002/2003 auf 204 in diesem Berufsberatungsjahr angestiegen. Ein Vergleich zwischen Jungen und Mädchen zeigt, dass nach bestandener Fachhochschul- oder Hochschulreife 88 Mädchen mehr als Bewerber auftraten. Nach der mittleren Reife haben 1.088 junge weibliche Bewerber um Vermittlungshilfe gebeten, bei den Männern mit diesem Schulabschluss waren es 1.216. Keinen Schulabschluss hatten 224 Männer im Vergleich zu 62 Frauen. Den Hauptschulabschluss erreichten 143 männliche gegenüber 61 weiblichen Bewerbern.
Stellenangebote so hoch wie im Vorjahr
Die Zahl der Ausbildungsstellen verringerte sich im Berufsberatungsjahr nicht so stark wie die Zahl der Bewerber. Insgesamt konnten die Berufsberater 2.180 Ausbildungsstellen, 241 weniger als im Vorjahr, akquirieren. Aus Unternehmen der Wirtschaft kamen 1.330 Angebote, 140 weniger als 2002/2003, und in außerbetrieblichen Einrichtungen sowie durch Sonderprogramme standen 850 Stellen zur Verfügung (101 weniger).
Außerbetriebliche Berufsausbildungsstellen
Über die Förderung nach dem SGB III, § 241 Abs. 2 zur Förderung benachteiligter Jugendlicher richtete die Arbeitsagentur für 391 Schulabgänger Ausbildungsmöglichkeiten ein, 102 davon erlernen Bau- und 51 Metallberufe. 24 junge Leute fanden eine Ausbildung in der Landwirtschaft. In Dienstleistungsberufen erhielten 72, in Organisations-, Verwaltungs- und Büroberufen 30 und als Gästebetreuer oder Hauswirtschaftler 52 Jungen und Mädchen eine Chance. Für 149 jugendliche Rehabilitanden und Schwerbehinderte wurden in speziellen Ausbildungseinrichtungen Ausbildungsplätze bereit gestellt, das sind 26 mehr als vor einem Jahr. 310 Bewerber mündeten in Ausbildungen, die aus Sonderprogrammen des Bundes und des Landes finanziert werden.
Betriebliche Berufsausbildungsstellen
Für den Beruf des Elektrikers stellen Unternehmen 72 Plätze bereit. Für Metallberufe konnten 247 Stellen akquiriert werden und für Bau- und Baunebenberufe 175. Die Ausbildung für 213 Waren- und Dienstleistungskaufleute, 143 Gästebetreuer und Hauswirtschaftler und für weitere 157 Organisations-, Verwaltungs- und Büroberufe boten Unternehmen der Region an.
Herkunft der Stellen nach Kammerzugehörigkeit
Aus Unternehmen, die der Industrie- und Handelskammer angehören, wurden bis Ende September 1.345 Stellenangebote in der Arbeitsagentur registriert, das waren 51 weniger als im gleichen Zeitraum des vorigen Berufsberatungsjahres. Bei den Lehrstellenangeboten der Ausbildungsbetriebe der Handwerkskammer ist ein Rückgang von 135 zu verzeichnen, insgesamt wurden 584 Ausbildungsplätze bereit gestellt. Das Angebot der Ärzte- und Zahnärztekammern ist mit 129 um 26 niedriger als vor Jahresfrist. Um 24 Stellen sind die Angebote der Landwirtschaftskammer auf 117 gesunken und der öffentliche Dienst meldete mit 41 Stellen nur 1 weniger als im Vorjahr. Die Rechtsanwalts-, Steuerberater- und die Apothekenkammer stellten insgesamt 33 Ausbildungsplätze zur Verfügung.
Verbleib der Bewerber
Von den 4.446 Bewerbern um einen betrieblichen Ausbildungsplatz mündeten letztendlich 2.855 in eine betriebliche oder außerbetriebliche Ausbildung ein. 2.068 davon erhielten einen Ausbildungsplatz im Bezirk der Agentur Nordhausen und 642 in Unternehmen außerhalb der Region. In anderen Agenturbezirken innerhalb Thüringens und Sachsen-Anhalts begannen 191, für 430 Bewerber startete die Ausbildung in den alten Bundesländern, das sind rund 100 weniger als vor einem Jahr. 273 Mädchen und Jungen entschlossen sich, eine weiterführende allgemeinbildende Schule zu besuchen und weitere 324 eine Berufsfachschule. Für 24 Jugendliche begann ein Berufsgrundschuljahr und in ein Berufsvorbereitungsjahr stiegen 21 Mädchen und Jungen ein, die keinen Schulabschluss besitzen. In berufsvorbereitende Maßnahmen, die durch das Arbeitsamt für Jugendliche ohne Berufsreife eingerichtet sind, wurden 99 Schulabgänger zugewiesen. In andere berufsbildende Schulen stiegen 49 Jugendliche ein und 81 entschieden sich zur Aufnahme eines Fach- oder Hochschulstudiums.
Direkt einen Job nahmen 361 Schulabgänger auf. Im Berufsberatungsjahr ging von bereits in Ausbildung stehenden der Wunsch aus, die aufgenommene Berufsausbildung zu wechseln, wegen fehlender Möglichkeiten entschieden sich aber letztendlich 49 dieser nochmaligen Bewerber in der gegenwärtigen Ausbildung zu verbleiben, 41 junge Männer meldeten sich in den Wehr- oder Zivildienst ab, weitere 38, vorwiegend junge Mädchen, entschieden sich für ein freiwilliges soziales Jahr. 310 Bewerber um eine betriebliche Ausbildung haben zwar Beratungsgespräche mit den Berufsberatern wahrgenommen und Vermittlungsvorschläge erhalten, ein Nachweis über den Verbleib liegt aber nicht vor. Hier sind auch die Schulabgänger einbezogen, die sich selbst nach den Beratungen über den Ausbildungsstelleninformationsservice eine Stelle gesucht haben.
115 Bewerber noch ohne Ausbildungsstelle
Bis Ende September 2004 wurden durch die Berufsberater alle am Ausbildungsmarkt verantwortlichen Institutionen einbezogen, um den Bewerbern zu helfen, eine betriebliche Ausbildung aufzunehmen, ein Studium, eine höhere Schule oder schulische Maßnahmen zu beginnen. Ende des Berufsberatungsjahres sind noch 115 Jugendliche in der Betreuung der Berufsberater verblieben und werden in die Vermittlungsbemühungen des begonnen Ausbildungsjahres einbezogen. Von den noch nicht versorgten Bewerbern haben 43 einen Hauptschulabschluss, 59 die mittlere Reife, 9 die Fachhochschul- oder Hochschulreife, 1 einen Sonderschulabschluss und 3 haben keinen Schulabschluss.
Noch 30 Stellen frei
Noch in den letzten zwei Monaten des Berufsberatungsjahres konnten rund 700 Stellen aus Betrieben der Region gewonnen werden. Diese Stellen waren wichtig, um den Bestand an unversorgten Bewerbern abzubauen. Ende des Ausbildungsjahres waren 30 Stellen nicht besetzt, das sind 5 Stellen für Bau- und Baunebenberufe, 5 für Waren- und Dienstleistungskaufleute, 6 Stellen für Ernährungsberufe, 5 für Organisations-, Verwaltungs- und Büroberufe, 3 für hauswirtschaftliche und Reinigungsberufe, je 2 für Elektriker, Metallberufe und Pflanzenbauer.



