eic kyf msh nnz uhz tv nt
Anzeige symplr (4)
Mo, 15:11 Uhr
11.10.2004

Wer kann mit wem?

Nordhausen (nnz). Im kommenden Jahr wird sich Bürgermeister Klaus Wahlbuhl (SPD) aus dem Rathaus verabschieden. Wie die nnz bereits exklusiv berichtete, ist die Nachfolgeschaft bereits in der Diskussion. Der offizielle Reigen soll noch in dieser Woche eingeläutet werden.


Dann wird in regionalen und überregionalen Medien die Ausschreibung für die Stelle des hauptamtlichen Beigeordneten veröffentlicht. Doch es gibt auch immer wieder Menschen, die ganz schnell sein wollen. Nach Informationen der nnz sollen im Rathaus von Nordhausen bereits die ersten Bewerbungen eingeangen sein. Zwei sind es, um genau zu sein. Sie kommen von Verwaltungsfachleuten aus den alten Bundesländern.

Doch auch im Landkreis Nordhausen soll es Interesse an diesem lukrativen Job im Nordhäuser Rathaus geben. Fast gesetzt scheint dabei Matthias Jendricke (SPD), der jetzige Vize-Landrat. Doch auch aus dem Landratsamt an der Behringstraße ist wohl in den zurückliegenden Tagen und Wochen bereits direkt oder indirekt das Interesse an einem Ortswechsel bekundet worden. Fachbereichsleiter sollen es sein, denen der Job in der Kreisverwaltung keinen Spaß mehr macht oder die eine neue Herausforderung suchen. Beide Interessenten (ein Mann und eine Frau) sollen aktive Mitglieder der CDU sein. Die Christdemokraten sind natürlich auf der Suche nach einem eigenen Kandidaten.

Der einstige Favorit, Stefan Nüßle, hat sich selbst aus dem Rennen geschmissen, mit ihm müssen sich die Nordhäuser CDU-ler heute wieder intern beschäftigen. Heute wohl soll die Entscheidung getroffen werden, ob Stefan Nüßle weiter der Fraktion des Stadtrates angehören wird oder nicht. Hardliner fordern in dem zerstrittenden Gremium schon lange, daß er sein Mandat niederlegt. Sollte das heute nicht passieren, dann droht mindestens ein prominenter Christdemokrat mit seinem Austritt aus der Fraktion.

Derweil werden aber auch schon bei anderen Parteien die Kandidaten gesucht. Da ist nicht mehr viel Zeit, denn schon im Dezember soll in Nordhausen, vielmehr im Stadtrat, großer Wahltag sein. Neben dem Wahlbuhl-Nachfolger sollen auch die ehrenamtlichen Beigeordneten gewählt werden. Und da wird sich die SPD vermutlich ganz entspannt zurücklehnen, nach nnz-Recherchen wird sie keinen Kandidaten ins ehrenamtliche Rennen schicken. Für CDU und PDS bleibt es hingegen aufregend, für die SPD spannend. Denn letztlich wird von den Konstellationen und dem Wahlausgang auch abhängen, wer ein Jahr später die Nachfolgeschaft von Dietrich Beyse (CDU) antreten soll.

Da soll in der CDU ein Kandidat aufgebaut werden, der momentan den Ortsverband führt: Michael Rheinländer könnte es sein. Und wie sieht es für das Ehrenamt aus, bei dem vormals die CDU leer ausging? Hier soll Ex-Bürgermeister Dr. Manfred Schröter ins Rennen geschickt werden. Ein Mann, der durchaus eine satte Mehrheit im Stadtrat bekommen könnte, ähnlich könnte es beim PDS-Kandidaten aussehen. Hier steht Frank Hermsdorf intern zur Debatte.

In den kommenden Wochen werden erst einmal viele Bewerbungen ins Nordhäuser Rathaus flattern. Es wird eine spannende Zeit werden, letztlich aber werden auswärtige Bewerber kaum den Hauch einer Chance haben, schließlich wird das unter den großen drei Fraktionen und der jetzigen Rathausspitze ausgemacht. Bleibt nur noch die Frage für die Zeit davor: Wer mit wem und wer gegen wen? Und dann gehts weiter - für die Zeit nach dem Dezember-Wahltag.
Autor: nnz

Anzeige symplr (6)
Kommentare

Bisher gibt es keine Kommentare.

Kommentare sind zu diesem Artikel nicht möglich.
Es gibt kein Recht auf Veröffentlichung.
Beachten Sie, dass die Redaktion unpassende, inhaltlose oder beleidigende Kommentare entfernen kann und wird.
Anzeige symplr (8)