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Mo, 14:50 Uhr
07.08.2017
Neues vom NUV

Aus anderer Perspektive

Da liegen sie - die 100 Hektar erschlossenes Industriegebiet in der Goldenen Aue. Der Nordthüringer Unternehmerverband will diesen Zustand nicht mehr länger akzeptieren. Dessen Vorstand ließ sich heute aus der Luft beobachten...

Mitten im Gebiet (Foto: nnz) Mitten im Gebiet (Foto: nnz)

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Besser hätte das Wetter für Aufnahmen aus einer Drohne nicht sein können. Strahlender Sonnenschein und hellblauer Himmel - bestes Foto- und vor allem Flugwetter.

Eine Erfurter Agentur kam mit einer Drohne und "schoss" aus luftiger Höhe einige Bilder. Die sollen in die Präsentation integriert werden, mit der der Wirtschaftsverband auf der Expo-Real Anfang Oktober für das Industriegebiet werben will.

"Sicher, das kann innerhalb des Vermarktungskonzepts der LEG nur ein kleiner Stein im großen Mosaik sein, aber wer nicht wagt, der nicht gewinnt", so NUV-Chef Niels Neu gegenüber der nnz.
Peter-Stefan Greiner
Autor: red

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Kommentare
Leser X
07.08.2017, 14:54 Uhr
Diese Verschandelung der Landschaft...
... hätte man sich sparen können. Seit vielen Jahren - weiß jemand, wie viele es genau sind? - liegt das von der Natur geraubte Land brach, weil es offenbar schlichtweg nicht gebraucht wird.
Bodo Schwarzberg
07.08.2017, 16:41 Uhr
NUV ist "Goldene Aue" nicht golden genug
Das Image der Wirtschaft leidet von Skandal zu Skandal. Ich weiß nicht, ob es noch lange gut ankommt in der Öffentlichkeit, wenn Unternehmer eine noch nicht versiegelte Fläche mit einer, ich konnte mich selbst überzeugen, noch durchaus annehmbaren Biodiversität, als lästig, da nicht profitabwerfend betrachten. Dass seit der Wende schon hunderte Hektar in der Peripherie Nordhausens von Betrieben erschlossen wurden, müsste doch reichen, fällt aber bei dem Drohnenflug offenbar einfach unter den Tisch.

Zudem sollte sich der NUV ausschließlich auf lokale Unternehmen und deren Förderung konzentrieren. Und zwar auf Firmen, deren Wertschöpfung ausschließlich in lokalen Kreisläufen entsteht. Das wäre z.B. sinnvoll, um dem ungebremsten Wachstum des Schwerlastverkehrs auf den Fernstraßen eine Alternative entgegenzusetzen. So etwas gehört mit zu der "verdammten Verantwortung", von der Dobrindt neulich in bezug auf die außer Rand und Band geratenen Autokonzerne sprach. Diese "verdammte Verantwortung" erstreckt sich eben nicht nur auf Wachstum und kompromisslosen Gewinn. Das sollte man beim NUV verinnerlichen.
Baldur
07.08.2017, 19:51 Uhr
"Keine Vorab-Erschließung"
Im Herbst 2000 begann die Geschichte öffentlich. Die CDU klar dafür. Die SPD : Ja,aber. "Allerdings mache die SPD Fraktion auch klar, dass es keine Vorab-Erschließung geben darf. Unnütz erschlossene Gebiete gebe es schon genug."(TA11.11.2000).
Die PDS war anfangs für ein Industriegebiet, aber nicht in der Goldene Aue.
Bodo Schwarzberg
07.08.2017, 20:30 Uhr
@Baldur: Fragwürdigkeit Industriegebiet
Dass es, wie Baldur schreibt schon 2000 kritische Stimmen gegen eine Voraberschließung des heute erschlossenen Industriegebietes gab, war mir nicht bewusst. Es unterstreicht aber die Sinnlosigkeit des Projekts. In Artern und Sangerhausen wurden oder werden ähnlich große Flächen auf der grünen Wiese erschlossen. Als sei unser Land nicht schon mehr als genug wirtschaftlich erschlossen, versiegelt, kanalisiert und elektrifiziert. Zudem gibt es ostdeutschlandweit wahrscheinlich hunderte solcher Gebiete, ohne dass Investoren kommen. Ob nun mit oder ohne Investoren: es bleibt eine fragwürdige Verschwendung von Ressourcen.
Aber, wie man auch beim (ans Licht gekommenen) Abgasskandal nun schmerzlich sehen kann: Die Politik sollte mehr beobachten, statt den Kopf in den Sand zu stecken, sie sollte, um im Bilde zu bleiben, unkoordinierte Erschließungen länderübergreifend verhindern oder doch wenigstens drastisch reduzieren, auch mit Rücksicht auf das Ansehen der finanzierenden öffentlichen Hand. Doch knickt sie regelmäßig vor der Wirtschaft ein. Das wird uns hier und global noch viele, viele Probleme bereiten. Dann aber sind die heutigen Politiker längst im Ruhestand und genießen ihre schwer verdienten, steuerfinanzierten Pensionen.
Andreas Dittmar
08.08.2017, 09:44 Uhr
Bin mal gespannt, wann dort die erste Halle steht...
Ganz am Anfang hat bestimmt mal wer gesagt : Lasst uns doch aus dem billigen Ackerland mit ein paar "kleinen" Investitionen in die Erschließung eine wahre Goldgrube machen. Wenn erst die Autobahn fertig ist, dann rollt der Rubel. Seit 8 Jahren ist die Autobahn fertig. Die Investoren haben einen "kleinen" Betrag in den Wind geschossen. Wir haben etwas weniger Ackerland und auch keine Goldgrube. Dafür ein emmissionsfreies Gewerbegebiet direkt an der Autobahn. So funktioniert Selbstüberschätzung. Warum so bescheiden mit der Drohne ? Ein schönes Höhenfeuerwerk wäre doch bestimmt auch eine gute Werbung?
Petersdorf
08.08.2017, 11:56 Uhr
Die Nörgler vom Dienst!
Es sind doch immer wieder die selben Kommentatoren hier die genau wissen was alles falsch läuft in Nordhausen.
Früher war auch alles viel schöner ohne Autobahn A38 oder dieser blöden sozialen Marktwirtschaft.
Da brauchten die Betriebe auch keine Gewinne zu machen und alles gehörte dem Volk. (ok bis auf ein paar Ausnahmen) Und natürlich war der staatliche Umweltschutz auch viel besser oder ??
Viel Spaß beim kommentieren Herr Dittmar und Schwarzberg.
murmeltier
08.08.2017, 12:55 Uhr
Soweit
Soweit ich mich erinnern kann, wird das Industriegebiet seit 1999 entwickelt. Also gut 18 Jahre. Manches braucht eben Zeit!!! Das heute die Situation eine andere ist, na gut. Hat ja vielleicht nur Steuergeld gekostet.
ScampiTom
08.08.2017, 15:12 Uhr
Schade
Im Heimatkundeunterricht haben wir mal gelernt, das die goldene Aue die fruchtbarsten Ackerböden thüringens sind. Und nun kann Unkraut wachsen. Eine Bürgerinitiative hat dagegen gekämpft, aber so manchem Bauern schienen die versprochenen Arbeitsplätze wichtiger gewesen zu sein. Inzwischen dürften die meisten ja Rente beziehen. Was mich traurig macht, das hier keiner Verantwortung für den Frevel übernimmt oder gar zur Verantwortung gezogen wir. Wie heißt doch ein altes Indianersprichwort: wenn du ein totes Pferd reitest, steig ab.
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