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Sa, 18:44 Uhr
09.10.2004

Abschied für immer?

Nordhausen (nnz). Es war schon bewegend, was am heutigen Nachmittag auf der Bühne der Landesgartenschau auf dem Nordhäuser Petersberg abging. Zwei Originale „nahmen ihren Hut“ und Tausende Nordhäuser sowie ihre Gäste daran Anteil.


Abschied für immer? (Foto: nnz) Abschied für immer? (Foto: nnz)


So viele Besucher wie heute konnten die Verantwortlichen wohl nur am EVN-Tag registrieren. Vielleicht war es die letzte Chance zu einem Besuch, den die Gäste nutzten, ganz sicher aber war es die letzte Chance, die Rolandsgruppe in der jetzigen Besetzung zu erleben. Lange angekündigt, verabschiedeten sich am letzten LGS-Tag die Brockenhexe und der Roland nicht nur vom „Ollen Ewerschberg“ und „Prof. Zwanziger“, sondern auch von Nordhausen. Marion Probst und Peter Schwarz legen „ihr Amt“ nieder. Ihrer Motive sind unterschiedlich, doch meinen beide nach 25 Jahren sollte Schluß sein.

Gemeinsam ließ das Quartett noch einmal die Jahre der Vorbereitung und die Monate der Durchführung der LGS Revue passieren. Sie sparten nicht mit bissiger Kritik wie zum Beispiel für die „rostigen Säulen“ an den Stadteingängen, sie verteilten auch jede Menge Lob: An die Verantwortlichen im Rathaus, an die Macher der LGS, an die vielen fleißigen Helfer, die nicht im Rampenlicht der offiziellen Veranstaltungen standen. Und vor allem: Sie lobten die Nordhäuser ob ihres Stehvermögens bei den unzähligen Baumaßnahmen im Vorfeld der Gartenschau.

Alle vier hatten dann doch Tränen in den Augen, sie wussten, es wird nicht wieder so, wie es seit 25 Jahren war. Nach Blumengrüßen dann minutenlange Standing Ovations von den mehreren Tausend Zuschauern. Das war bewegend und hoffnungsvoll gleichermaßen. Die Nordhäuser, sie hängen an dieser Rolandsgruppe. Das aber bedeutet auch, sie hängen an dieser Stadt. Nichts verkörperte so in den letzten Jahrzehnten die städtische Seele wie dieses Quartett. Sie gaben den Rolandstädtern das Gefühl eines Gemeinwesens. Heute haben sie den kollektiven Dank dafür erhalten.

Es wird, das mögen die Nachfolger von Roland und Hexe, der nnz verzeihen, nicht mehr so sein wie es einmal war. Das muß nicht schlecht sein, denn vor 25 Jahren war es genauso. Die Nordhäuser werden Marion Probst oder Peter Schwarz als die beiden Figuren vermissen, doch man wird sie nicht verlieren.

So ganz kann das heute wohl aber nicht der letzte Auftritt des jetzigen Quartetts gewesen sein. Wie die nnz erfuhr, planen die „fantastischen Vier“ im nächsten Frühjahr noch einmal einen „Revival-Auftritt“. Doch mehr soll an dieser Stelle nicht verraten werden.
Autor: wf

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