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Di, 14:32 Uhr
05.10.2004

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Nordhausen (nnz). Die Thüringer Industrie- und Handelskammern haben heute eine Bilanz zur Lehrstellensituation gezogen. Die fiel aus Sicht der Kammer außerordentlich positiv aus.


Die Thüringer Industrie- und Handelskammern haben bis zum 30. September 10.476 Ausbildungsverhältnisse registriert. Damit konnten sie ein Lehrstellenplus im Vergleich zum Vorjahr von 279 Verträgen ausweisen. Inzwischen sind 87,7 Prozent der im „Thüringer Pakt für Ausbildung“ eingegangenen Selbstverpflichtung der IHKs von 11.950 Lehrstellen erfüllt. „Besonders optimistisch stimmt mich die Tatsache, dass die Unternehmen der Industrie- und Handelskammern ihr betriebliches Ausbildungsangebot um 687 (+ 8,4 Prozent) auf 8.197 Verträge erhöht haben“, sagte Erfurts IHK-Präsident Niels Lund Chrestensen. Er dankte allen ausbildenden Unternehmen für ihr bisheriges Engagement und ihre Unterstützung bei der Umsetzung des Thüringer Ausbildungspaktes.

Mehr als 700 IHK-Betriebe – davon allein 395 im Bereich der IHK Erfurt – würden in diesem Jahr erstmalig in die Berufsausbildung starten. Dies sei auch den Anstrengungen der über 200 ehrenamtlich und 150 hauptamtlich agierenden Lehrstellenwerber zu verdanken, die seit Beginn der Ausbildungsoffensive 2004 bei über 15.000 Unternehmensbesuchen um mehr Lehrstellen gerungen haben.

In den folgenden Wochen komme es darauf an, gemeinsam mit den Agenturen für Arbeit in gezielten Nachvermittlungsaktionen den noch unversorgten Jugendlichen eine Ausbildungschance einzuräumen.
Neben den noch unbesetzten 105 Lehrstellen im Bereich der Industrie- und Handelskammern stünden weitere Angebote für Einstiegsqualifizierungen bzw. Betriebspraktika, berufsvorbereitende Maßnahmen und außerbetriebliche Bildungsmöglichkeiten zur Verfügung.

Entgegen dem IHK-Trend verweist die Regionaldirektion Sachsen-Anhalt-Thüringen der Bundesagentur für Arbeit mit 17.724 auf einen Rückgang von 1.050 (- 5,6 Prozent) gemeldeten Lehrstellen zum vergangenen Jahr. In diese Statistik gehen auch die registrierten Ausbildungsverhältnisse des Öffentlichen Dienstes, der Freien Berufe, der Handwerkskammern und der Landwirtschaft ein. Laut Agentur für Arbeit waren insgesamt sowohl die betrieblichen als auch außerbetrieblichen Ausbildungsplätze rückläufig.
Autor: nnz

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