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So, 18:14 Uhr
03.10.2004

nnz-doku: Laudatio

Nordhausen (nnz). Im Nordhäuser Theater werden derzeit Nordhäuser geehrt, die sich ehrenamtlich verdient gemacht haben. In ihrer doku-Reihe veröffentlicht die nnz die Laudatio – gehalten von Bürgermeister Klaus Wahlbuhl.


nnz-doku: Laudatio (Foto: nnz) nnz-doku: Laudatio (Foto: nnz) Hans Baumeyer leitet seit 25 Jahren das Nordhäuser Blasorchester. Er war bis zu seinem Rentenalter als Musiker im Orchester des Theaters Nordhausen tätig und von Auftritten bei zahlreichen Rolands- und Altstadtfesten bekannt. Mit seinem Blasorchester ist mit viel Engagement und Freude auch in anderen Städten Thüringens, in Sachsen-Anhalt und in Niedersachsen aufgetreten. Eine ganze Reihe von Musikstücken schrieb er selbst.

Ohne das Engagement von Kunigunde Berberich wäre die Jugendkunstschule Nordhausen e.V. nicht das, was sie heute ist. Viel Kreativität, tolle Ideen und ihre unermüdliche Bereitschaft, mit zu helfen, zeichnen sie aus. Sie entwirft und schneidert darüber hinaus Kostüme für den Kinderzirkus Zappelini. „Hier ist mehr los. Hier passiert so viel im kulturellen Bereich – besonders für Kinder und Jugendliche“, das erzählt sie selbst gern ihren Freunden aus ihrer Heimatstadt Tübingen über Nordhausen. Und dass dies so ist, ist mittlerweile auch Frau Berberichs Verdienst.

Für die Stadt- und Gästeführergilde Nordhausen e. V. nimmt Heinz Degener die Auszeichnung entgegen. Die Stadt- und Gästeführergilde habe sich besonders in der Präsentation der Stadt nach außen verdient gemacht. Seit vielen Jahren werden von dem Verein vielfältige Stadtführungen in Nordhausen und Umgebung erarbeitet und gekonnt und oft auch humorvoll durchgeführt. Dabei habe die Mitglieder viele Ideen entwickelt und umgesetzt wie z. B. zahlreiche thematische Führungen oder Führungen zu bestimmten Tageszeiten, jetzt auch im Kostüm. Besonderes Engagement habe die Gilde in diesem Jahr bei zahlreichen Führungen über das Landesgartenschaugelände gezeigt.

Hans-Jürgen Grönke ist seit 1994 Vorsitzender des Nordhäuser Geschichts- und Altertumsvereins und ehrenamtlich im Redaktionskollegium der Publikationsreihe „Beiträge zur Geschichte in Stadt und Kreis Nordhausen“ tätig. Er ist Leiter des Archivs und Leiter der Unteren Denkmalpflege in der Stadtverwaltung Nordhausen. In seiner Freizeit ist er seit 30 Jahren im Auftrag des Landesamtes für Archäologische Denkmalpflege Weimar ehrenamtlich in der Kreisbodendenkmalpflege aktiv. Große Verdienste erwarb sich Herr Grönke ebenfalls bei der Durchführung von Notbergungen historisch wertvoller Gegenstände. Er ist Autor von zahlreichen Beiträgen, jüngst erst erschien das Buch „Nordhausen – Das Tor zum Harz“. Herr Grönke macht außerdem Stadtführungen und bringt interessierten Touristen die Geschichte der Stadt nahe.

Dorothea Heckel führt seit vielen Jahren die Ortschronik von Steigerthal. Ihr großes Anliegen sei es, möglichst eine komplette Chronik von 1909 bis zur Gegenwart aufzuarbeiten. Engagiert arbeite sie dabei eng mit dem Ortschaftsrat und der Ortsbürgermeisterin zusammen und pflege gute Kontakte zu den Einwohnern sowie den Landfrauen von Steigerthal.

Regina Horn betreut seit vielen Jahren Missbrauchs- und Vergewaltigungsopfer. Mit Unterstützung der Opferorganisation Weißer Ring Nordhausen e. V. und des Deutschen Kinderschutzbundes Nordhausen gründete sie im Oktober 1998 die Nordhäuser Selbsthilfegruppe, der von sexueller Gewalt in den Familien betroffenen Opfer. Parallel dazu initiierte sie einen fachübergreifenden und beratenden Arbeitskreis zur Opferhilfe, in welchem heute Ärzte, Psychologen, Juristen, das Jugendamt und das Frauenhaus zusammen arbeiten und gezielt qualifizierte Hilfe in Akutsituationen geben. Unbeschreibbar sei jedoch der unermüdliche persönliche Einsatz von Frau Horn. Allein von 1998 bis zum heutigen Tag stand sie 50 sexuellen Missbrauchs- und Vergewaltigungsopfern, Kindern und Jugendlichen sowie Frauen in persönlichen Gesprächen und begleitend zu richterlichen und staatsanwaltlichen Vernehmungen sowie als Beistand in gerichtlichen Strafverfahren zur Seite.

Alfons Jarmuszewski gehört seit 1959 der Sportbewegung an und erzielte in der Leichtathletik bis 1972 sieben Bezirksmeistertitel sowie weitere gute Platzierungen. Seit 1972 ist er aktiv als Übungsleiter und Funktionär tätig, wurde im Jahr 1980 als vorbildlicher Übungsleiter und 1985 als vorbildlicher Schiedsrichter ausgezeichnet. Sportfreund Jarmuszewski ist bis zum heutigen Tag, 32 Jahre als aktiver Übungsleiter dem Handball treu geblieben. Er engagiert sich ganz besonders für die Belange der Kinder und Jugendlichen. Zu diesem Zweck sucht er die Zusammenarbeit mit den Nordhäuser Schulen und ist dort ebenfalls in der Schuljugendarbeit tätig.

Horst Leschke übernahm 1999 den Vorsitz des Schützenvereins Hörningen e. V. und leitete mit außerordentlichem Engagement und großem Sachverstand eine eindrucksvolle Entwicklungsphase des Vereins ein. Zielstrebig und konsequent sei unter seiner Leitung das Schützenhaus von einem maroden Gebäude zu einem Zentrum der kulturellen Begegnung auf hohem Niveau umgestaltet worden. Er legte großen Wert darauf, die Bürger des Ortes mit einem vielseitigen Angeboten wie zum Beispiel dem „Bürgerschießen“, der Teilnahme an den Kreismeisterschaften in verschiedenen Disziplinen des Schießsportes und an Schützenfesten anderer Schützenvereine in das Vereinsleben einzubeziehen.

Karl-Heinz Pantosch gehört zu den langjährigen Mitgliedern der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Nordhausen. Im Jahr 1973 trat er in die Reihen der Feuerwehr ein und versah seinen Dienst in der Freiwilligen Feuerwehr Nordhausen und als Leiter einer Betriebslöschgruppe. Im Jahr 1992 übernahm Herr Pantosch die Freiwillige Feuerwehr Nordhausen-Mitte als Wehrführer. Diese Funktion übt er bis zum jetzigen Zeitpunkt aus.
1993 wurde er zum Stadtbrandinspektor der Stadtteil- und Ortsteilfeuerwehren von Nordhausen gewählt. Auch in dieser Funktion ist Herr Pantosch bis heute tätig. Besondere Verdienste erwarb er sich bei der Nachwuchsgewinnung von Kräften für die Freiwillige Feuerwehr Nordhausen, der Sicherung einer hohen Einsatzbereitschaft und der kontinuierlichen Aus- und Weiterbildung der Feuerwehrangehörigen.

Erika Schirmer wurde 1926 in Schlesien geboren und kam nach dem II. Weltkrieg in die Südharzstadt Nordhausen. Hier erlernte sie den Beruf der Kindergärtnerin und wurde später Lehrerin für geistig und körperlich behinderte Kinder. Neben ihrer Arbeit textete und komponierte sie Kinderlieder. So entstand 1948 das bekannte Lied „Kleine weiße Friedenstaube“. Unter dem Pseudonym „Harzer Fingerhut“ veröffentlichte sie zahlreiche Gedichte und Kurzgeschichten, so unter anderem auch „Liebesbriefe an eine alte Stadt“ bzw. „Eine Stadt mausert sich“. In ihren Liedern, Geschichten und Scherenschnitten kommen stets ihre Heimatverbundenheit und ihre pädagogischen Erfahrungen zum Ausdruck. So schrieb sie zum Beispiel im Jahr der Landesgartenschau ein Lied für Nordhausen.

Dieter Springmann ist seit 1990 Vorsitzender des Kreisverbandes der Kleingärtner Nordhausen. Er wirkte schon vor der Wende im Kreisverband und war Vorsitzender einer der größten Sparten nach bestem Wissen und Gewissen. Seit fünf Jahren ist er Vorsitzender des Kleingartenvereins „Am Schurzfell“ in Nordhausen. Gartenfreund Dieter Springmann zeichnete sich vor allem in Vorbereitung und Durchführung der 2. Thüringer Landesgartenschau durch zielorientierte, unermüdliche Mitarbeit und durch seinen fachlichen und sachlichen Rat bei Schwerpunktaufgaben aus. Dass der Thementeil „Kleingartenwesen“ im Rahmen der Landesgartenschau in solch hoher Qualität umgesetzt werden konnte, viele Besucher und Gäste der Kleingartenanlage begeistert waren, ist in erheblichem Maße Verdienst von Herrn Springmann, dafür gebührt ihm außerordentlicher Dank.

Josef Tauchmann ist den Nordhäuserinnen und Nordhäusern über viele Jahre als Wetterfrosch bekannt. Er errichtete im Jahr 1955 eine Schul-Wetterstation und war 40 Jahre als Lehrer an der Schule in Salza tätig. 49 Jahre arbeitete er der meteorologischen Wetterstation in Offenbach jährliche Wetterberichte und Monatswetterberichte zu und hat zahlreiche Wanderberichte für die Presse geschrieben. Darüber hinaus ist Herr Tauchmann jahrelanges Mitglied im Geschichtsverein und veröffentlichte heimatkundliche Beiträge.

Gudrun Tischer ist seit 1986 Mitglied des Gemeindekirchenrates der Evangelischen Kirchengemeinde St. Jacobi-Frauenberg und zurzeit stellvertretende Vorsitzende. Sie war mit verantwortlich für viele Entscheidungen im Hinblick auf die politische Wende, die mit der Gründung des Neuen Forums im Herbst 1989 in der Frauenbergkirche einen wesentlichen Ausgangspunkt für den Südharz hatte. Besondere Anerkennung gebühre ihr, da sie als Organisatorin der Offenen Kirche zur Landesgartenschau zugleich Verantwortung für die mehr als 350 ehrenamtlich Engagierten getragen habe, die mehr als 60 Tausend Besucher der Kirche während der Landesgartenschau begleiteten.

Ruth Wagner ist Gründungsmitglied des Seniorenbeirates der Stadt Nordhausen. Von Anfang an habe sie zu den Mitgliedern gehört, die die Entwicklung der Seniorenvertretung durch ihre Offenheit und Ehrlichkeit entscheidend mit geprägt hat. Da sie ein offenes Ohr für die Probleme der älteren Menschen habe, sei sie eine gefragte Gesprächspartnerin. Als Vertreterin des Beirates wirke Frau Wagner konstruktiv und verantwortungsvoll in der Arbeitsgruppe Agenda 21 des Landratsamtes Nordhausen mit und unterstütze so die Arbeit dieses Gremiums mit wertvollen Vorschlägen. Darüber hinaus ist sie aktiv im Bürgerausschuss Nordhausen-Ost tätig.

Seit dem Jahr 1976 gehört Peter Wille den Reihen der Freiwilligen Feuerwehren an. Er versah seinen ehrenamtlichen Dienst in der Freiwilligen Feuerwehr Bielen und seit über 10 Jahren ist er in der betrieblichen Freiwilligen Feuerwehr des ehemaligen IFA-Motorenwerkes Nordhausen mit hoher Einsatzbereitschaft tätig. Er qualifizierte sich auf diesem Wege zum Maschinisten für Löschfahrzeuge, zum Gruppenführer und zum Leiter einer Freiwilligen Feuerwehr. Durch sein Wirken als Wehrführer konnte er erreichen, dass die Freiwillige Feuerwehr Bielen, als Ortsteilfeuerwehr der Stadt Nordhausen, stets ein zuverlässiger Faktor bei der Gewährleistung des Brandschutzes geblieben ist.
Autor: nnz

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