Sa, 13:00 Uhr
08.07.2017
300 Jahre Sophienhof
Sophies Welt
Den kleinen Flecken auf den ersten Höhen des Harzes gibt es schon seit der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts. Seinen Namen erhielt Sophienhof aber erst vor 300 Jahren. Die Namenspatronin und ihr Wirken würdigen die Sophienhofer an diesem Wochenende mit einem eigenen Fest...
Für Gräfin Sophie-Charlotte zu Stolberg Wernigerode war die kleine Siedlung versteckt in den Wäldern des Harzes immer etwas besonderes. Seit sie hier in einer Gewitternacht den Glauben für sich entdeckte, trägt der Ort den Namen "Sophienhof".
Die Namensgeberin ehren die Sophienhofer an diesem Wochenende mit offiziellem Festakt, Gedenkstein und "der reinen Festlichkeit", wie sich Wolfgang Jörgens ausdrückte. Er führt den Vorsitz des Sophienhofer Fördervereins, der die Feierlichkeiten zum Jubiläum organisiert hat.
Für die Geschichte rund um Sophie-Charlotte war aber Christian Land zuständig. Denn Sophie hat mehr getan, als nur dem Ort ihren Namen zu geben. Nach der schicksalshaften Gewitternacht im Harz wird die junge Frau zu einer Verfechterin des Pietismus ihrer Zeit, der Rückkehr zu den Kernthesen der protestantischen Lehre, eine Reformation der Reformation wenn man so will. Für ihre Untertanen öffnen sie und ihr Gatte Christian-Ernst die Türen ihrer Bibliothek in Wernigerode, berichtete Christian Land gestern vor dem Dorfgemeinschaftshaus. Lesen und schreiben sollen die Menschen lernen, damit sie die heilige Schrift selber lesen können. An ihrem Herrschaftssitz gründet sie ein erstes Waisenhaus, reist landauf, landab, ihrer Mission folgend.
Ihre Familienlinie existiert bis heute, wenn auch nicht mehr mit Grafentitel. Zur Ehrung ihrer Ahnherrin konnte man gestern in Sophienhof denn auch die Familie des Fürsten Philipp zu Stolberg-Wernigerode begrüßen. Für Fest und Besuch hat man sich ordentlich ins Zeug gelegt, während es gestern förmlich gefeiert wurde, wird man heute ausgelassener zu Werke gehen. In Sophienhof warten Ponyreiten und Kinderspaß auf junge Besucher, ein paar Stände entlang der Hauptstraße sorgen für weitere Abwechslung. Die Versorgung haben die Damen des Ortes selbst übernommen und fleißig gebacken, bis zum Abend will man mit vielen fröhlichen Menschen feiern, sagte Wolfgang Jörgens.
Angelo Glashagel
Autor: redFür Gräfin Sophie-Charlotte zu Stolberg Wernigerode war die kleine Siedlung versteckt in den Wäldern des Harzes immer etwas besonderes. Seit sie hier in einer Gewitternacht den Glauben für sich entdeckte, trägt der Ort den Namen "Sophienhof".
Die Namensgeberin ehren die Sophienhofer an diesem Wochenende mit offiziellem Festakt, Gedenkstein und "der reinen Festlichkeit", wie sich Wolfgang Jörgens ausdrückte. Er führt den Vorsitz des Sophienhofer Fördervereins, der die Feierlichkeiten zum Jubiläum organisiert hat.
Für die Geschichte rund um Sophie-Charlotte war aber Christian Land zuständig. Denn Sophie hat mehr getan, als nur dem Ort ihren Namen zu geben. Nach der schicksalshaften Gewitternacht im Harz wird die junge Frau zu einer Verfechterin des Pietismus ihrer Zeit, der Rückkehr zu den Kernthesen der protestantischen Lehre, eine Reformation der Reformation wenn man so will. Für ihre Untertanen öffnen sie und ihr Gatte Christian-Ernst die Türen ihrer Bibliothek in Wernigerode, berichtete Christian Land gestern vor dem Dorfgemeinschaftshaus. Lesen und schreiben sollen die Menschen lernen, damit sie die heilige Schrift selber lesen können. An ihrem Herrschaftssitz gründet sie ein erstes Waisenhaus, reist landauf, landab, ihrer Mission folgend.
Ihre Familienlinie existiert bis heute, wenn auch nicht mehr mit Grafentitel. Zur Ehrung ihrer Ahnherrin konnte man gestern in Sophienhof denn auch die Familie des Fürsten Philipp zu Stolberg-Wernigerode begrüßen. Für Fest und Besuch hat man sich ordentlich ins Zeug gelegt, während es gestern förmlich gefeiert wurde, wird man heute ausgelassener zu Werke gehen. In Sophienhof warten Ponyreiten und Kinderspaß auf junge Besucher, ein paar Stände entlang der Hauptstraße sorgen für weitere Abwechslung. Die Versorgung haben die Damen des Ortes selbst übernommen und fleißig gebacken, bis zum Abend will man mit vielen fröhlichen Menschen feiern, sagte Wolfgang Jörgens.
Angelo Glashagel







