Mi, 15:10 Uhr
05.07.2017
Park Hohenrode
Düstere Prognose für viele Bäume
Studierende des Masterstudienganges Energetisch-ökologischer Stadtumbau hatten sich in einem Semesterprojekt mit dem Baumbestand des Parks Hohenrode beschäftigt. Dabei standen neben den Quantitäten auch die Qualitäten im Mittelpunkt. Und es gab ein düsteres Szenario...
Projekt wurde heute vorgestellt (Foto: nnz)
Die jungen Leute ermittelten während ihres Projekts nicht nur rund 1.000 Bäume in fast 300 Arten, sie fügten diese nicht nur samt Angabe zu Alter, Umfang oder Zustand in eine digitale Bestandskarte ein, nein, sie untersuchten auch die Auswirkungen des Klimawandels auf den Bestand an Bäumen.
Die Studierenden stellten bei ihren Arbeiten fest, dass vor allem jene Bäume, die in den zurückliegenden Jahren den Gesamtbestand aktualisiert hatten, Probleme aufweisen. Sie scheinen zu verkümmern, sie leiden unter dem sogenannten Trockenstress. Auf gut Deutsch: Sie bekommen zu wenig Wasser. Schon jetzt wird seit Jahren beobachtet, dass die Niederschläge nicht nur zurückgehen, sondern auch nicht kontinuierlich "vom Himmel" fallen. Da kamen an manchen Tagen so viele Liter pro Quadratmeter "von oben", wie normal in einem ganzen Monat.
Diese Wassermenge kann durch Bäume und Sträucher nicht be- oder verarbeitet werden. Sie verkümmern und sterben ab. Dieses Schicksal, so die Prognose, erleidet nahezu die Hälfte des Neubestandes, auf den Gesamtbestand betrachtet, ist ein Viertel der Bäume im Park gefährdet. Da sich die meteorologischen Rahmenbedingungen in den kommenden Jahren in Bezug auf Regen nicht wirklich verbessern, sei Handlungsbedarf dringend notwendig, so das Team der Hochschule. Möglich wären bei Aktualisierungen des Bestandes auf Arten auszuweichen, die mit den geänderten klimatischen Bedingungen besser zurecht kommen, oder die Installierung eines Bewässerungssystems.
Ob dafür nun Geld bereit steht oder nicht, die mittelfristige Klimaveränderung, die Sprunghaftigkeit der Witterung werde sich einstellen und der Förderverein müsse reagieren. Gisela Hartmann musste da heute Mittag im Pferdestall bei der Präsentation erst einmal kräftig durchatmen. Aber, dem muss man sich stellen, will man den Park als Arboretum erhalten.
Peter-Stefan Greiner
Autor: red
Projekt wurde heute vorgestellt (Foto: nnz)
Die jungen Leute ermittelten während ihres Projekts nicht nur rund 1.000 Bäume in fast 300 Arten, sie fügten diese nicht nur samt Angabe zu Alter, Umfang oder Zustand in eine digitale Bestandskarte ein, nein, sie untersuchten auch die Auswirkungen des Klimawandels auf den Bestand an Bäumen.
Die Studierenden stellten bei ihren Arbeiten fest, dass vor allem jene Bäume, die in den zurückliegenden Jahren den Gesamtbestand aktualisiert hatten, Probleme aufweisen. Sie scheinen zu verkümmern, sie leiden unter dem sogenannten Trockenstress. Auf gut Deutsch: Sie bekommen zu wenig Wasser. Schon jetzt wird seit Jahren beobachtet, dass die Niederschläge nicht nur zurückgehen, sondern auch nicht kontinuierlich "vom Himmel" fallen. Da kamen an manchen Tagen so viele Liter pro Quadratmeter "von oben", wie normal in einem ganzen Monat.
Diese Wassermenge kann durch Bäume und Sträucher nicht be- oder verarbeitet werden. Sie verkümmern und sterben ab. Dieses Schicksal, so die Prognose, erleidet nahezu die Hälfte des Neubestandes, auf den Gesamtbestand betrachtet, ist ein Viertel der Bäume im Park gefährdet. Da sich die meteorologischen Rahmenbedingungen in den kommenden Jahren in Bezug auf Regen nicht wirklich verbessern, sei Handlungsbedarf dringend notwendig, so das Team der Hochschule. Möglich wären bei Aktualisierungen des Bestandes auf Arten auszuweichen, die mit den geänderten klimatischen Bedingungen besser zurecht kommen, oder die Installierung eines Bewässerungssystems.
Ob dafür nun Geld bereit steht oder nicht, die mittelfristige Klimaveränderung, die Sprunghaftigkeit der Witterung werde sich einstellen und der Förderverein müsse reagieren. Gisela Hartmann musste da heute Mittag im Pferdestall bei der Präsentation erst einmal kräftig durchatmen. Aber, dem muss man sich stellen, will man den Park als Arboretum erhalten.
Peter-Stefan Greiner

