So, 09:27 Uhr
26.09.2004
Keine Einsparung
Nordhausen (nnz). Die Thüringer Landesregierung will sparen. Vor allem bei den Ausgaben. Und so überlegt man in Erfurt, die Schulhorte in kommunale Trägerschaft zu entlassen.
Gestern tagte der Landeshauptvorstand, das zweithöchste Verbandsgremium des Thüringer Lehrerverbandes (tlv) in Erfurt. Auf dieser Tagung wurde das Vorhaben der Thüringer Landesregierung, die Horte in die Trägerschaft der Kommunen zu geben, grundsätzlich abgelehnt.
Es ist nicht nahvollziehbar, warum die selbst von der Landesregierung noch vor kurzer Zeit als bewährtes System gewürdigte Einheit von Grundschule und Hort jetzt zur Disposition stehen soll, äußerte der Landesvorsitzende Rolf Busch heute nach der Tagung die einhellige Meinung des Gremiums. Es ist bis jetzt noch kein einziger inhaltlicher Punkt bei dieser Überlegung bekannt geworden, der bei der Umsetzung dieses Vorhabens zu einer Verbesserung der Qualität führen könnte.
Die zu erwartende Übertragung der Mittel auf die Kommunen lässt nicht einmal einen Einspareffekt erwarten. Sollten tatsächlich Einsparungen auf dem Rücken der Kommunen geplant sein, wird das Vorhaben entweder an der desolaten Finanzsituation der Kommunen scheitern oder zur massiven Verschlechterung der Qualität und Quantität der Versorgung führen. Nur die zu erwartende statistischen Verbesserung der Relation von Beschäftigten im Landesdienst pro Einwohner ist als Begründung nicht haltbar, so Busch weiter.
Diese Ankündigung sorgt für große Verunsicherung nicht nur bei Erzieherinnen und Erziehern, sondern auch bei Lehrerinnen und Lehrern und Eltern und stellt zugleich die von der Landesregierung selbst gesetzten Schwerpunkte Familie und Bildung in Frage.
Der tlv Landeshauptvorstand erwartet, dass die Landesregierung dieses Vorhaben als falschen und unnützen Weg wieder zurück nimmt.
Autor: nnzGestern tagte der Landeshauptvorstand, das zweithöchste Verbandsgremium des Thüringer Lehrerverbandes (tlv) in Erfurt. Auf dieser Tagung wurde das Vorhaben der Thüringer Landesregierung, die Horte in die Trägerschaft der Kommunen zu geben, grundsätzlich abgelehnt.
Es ist nicht nahvollziehbar, warum die selbst von der Landesregierung noch vor kurzer Zeit als bewährtes System gewürdigte Einheit von Grundschule und Hort jetzt zur Disposition stehen soll, äußerte der Landesvorsitzende Rolf Busch heute nach der Tagung die einhellige Meinung des Gremiums. Es ist bis jetzt noch kein einziger inhaltlicher Punkt bei dieser Überlegung bekannt geworden, der bei der Umsetzung dieses Vorhabens zu einer Verbesserung der Qualität führen könnte.
Die zu erwartende Übertragung der Mittel auf die Kommunen lässt nicht einmal einen Einspareffekt erwarten. Sollten tatsächlich Einsparungen auf dem Rücken der Kommunen geplant sein, wird das Vorhaben entweder an der desolaten Finanzsituation der Kommunen scheitern oder zur massiven Verschlechterung der Qualität und Quantität der Versorgung führen. Nur die zu erwartende statistischen Verbesserung der Relation von Beschäftigten im Landesdienst pro Einwohner ist als Begründung nicht haltbar, so Busch weiter.
Diese Ankündigung sorgt für große Verunsicherung nicht nur bei Erzieherinnen und Erziehern, sondern auch bei Lehrerinnen und Lehrern und Eltern und stellt zugleich die von der Landesregierung selbst gesetzten Schwerpunkte Familie und Bildung in Frage.
Der tlv Landeshauptvorstand erwartet, dass die Landesregierung dieses Vorhaben als falschen und unnützen Weg wieder zurück nimmt.


