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Do, 14:00 Uhr
15.06.2017
Feuerwachen-Neubau in Nordhausen

15 Millionen Euro und ein "kleiner Bonus"

Die SWG hatte einen europaweiten architektonischen Realisierungswettbewerb zum Neubau eines „Feuerwehrtechnischen Zentrums“ ausgeschrieben. Aus den 71 Bewerbungen wurden 20 Büros zur Teilnahme am Planungswettbewerb ausgewählt. 18 Wettbewerbsarbeiten wurden fristgerecht eingereicht und wurden bewertet. Der Neubau laut Sieger-Entwurf wird mehr als 15 Millionen Euro kosten...

Mehr als 16 Millionen Euro als wirtschaftlichste Variante (Foto: SWG) Mehr als 16 Millionen Euro als wirtschaftlichste Variante (Foto: SWG)

Aus den Wettbewerbsunterlage soll laut des Beschluss gestern durch den Stadtrat der Sieger-Entwurf die wirtschaftlichste Variante der eingereichten Wettbewerbsarbeiten sein.

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Durch die SWG wurde mit dem Büro „dasch zürn architekten“ ein Generalplanungsvertrag geschlossen, welcher eine stufenweise Beauftragung, vorab bis zur Leistungsphase 3 der Entwurfsplanung der Honorarordnung für Architekten und Ingenieure (HOAI) vorsieht.

Im Zuge von mehreren Gesprächen mit dem Fachplaner wurde der Planungsentwurf konkretisiert und angepasst, sodass derzeit die Entwurfsplanung vorliegt. Diese Entwurfsplanung wurde mit der Feuerwehrunfallkasse sowie mit den Freiwilligen Feuerwehren Nordhausen-Mitte, Bielen und Krimderode abgestimmt.

Aus fachlicher Sicht entspricht die vorliegende Entwurfsplanung dem aktuellen Stand der Technik sowie den geltenden Vorschriften und lässt eine langfristige Nutzung des Gebäudes erwarten. Der Entwurf beinhaltet einen Mindeststandard an Raumbedarf. Eine spätere Erweiterung ist jedoch möglich. Gemäß dem zur Entwurfsplanung gehörenden Raumbuch beträgt die Gesamtfläche im Gebäude 4.800 m². Diese gliedert sich in 834 m² Technik- und Verkehrsfläche, 115 m² Terrassen, 70 m² Schlauchturm und 3.781 m² Nutzflächen (Büros, Werkstätten, Fahrzeughalle).

Diese Nutzfläche entspricht dem Stadtratsbeschluss BV/0566/2016 von 5. Oktober 2016, in dem das Raumkonzept mit 3.780 m² Netto-Nutzfläche, zuzüglich technischer Funktions- und Verkehrsflächen, beschlossen wurde. Hiervon werden Teilbereiche dieser Nutzfläche mit dem Landkreis Nordhausen gemeinsam genutzt (ca. 300 m²; z. B. die Atemschutzwerkstatt, die Schlauchpflegewerkstatt, die Werkstatt und persönliche Schutzausrüstung aus Gefahrguteinsatz und anderes).
Die Bau- und Planungskosten werden derzeitig auf 14,9 Mio. Euro brutto geschätzt. Diese Kosten unterteilen sich in
  • 7,64 Millionen Euro Bauwerk - Baukonstruktion
  • 2,79 Millionen Euro Bauwerk – Technische Anlagen
  • 1,68 Millionen Euro Außenanlagen
  • 2,79 Millionen Euro Baunebenkosten
Gemäß Schreiben des Landesverwaltungsamtes vom 14. März 2017 sowie des Landratsamtes Nordhausen vom 17. März 2017 ist ein Zuwendungsantrag zum Neubau des Feuerwehrgebäudes für das Haushaltsjahr 2018 neu zu stellen (Abgabefrist 30. Juni 2017).

Weitere Ansichten (Foto: SWG) Weitere Ansichten (Foto: SWG)

Hierin wird die Stadt Nordhausen Fördermittel beim Landkreis Nordhausen in Höhe von 891.000,00 Euro (11 förderfähige Einstellplätze x 81.000,00 Euro/Platz) und beim Landesverwaltungsamt in Höhe von 1.350.000,00 Euro (15 förderfähige Einstellplätze x 90.000,00 Euro/Platz) sowie 232.250,00 Euro für Sondereinrichtungen beantragen.

Nunmehr muss die Geschäftsführung der SWG in der Gesellschafterversammlung beauftragt werden die Entwurfsplanung umzusetzen. Der zwischen der SWG und der Stadt Nordhausen abzuschließende Mietvertrag bedarf einer gesonderten Beschlussfassung im Stadtrat. Weiterhin muss danach ein Untermietvertrag mit dem Landkreis Nordhausen über die gemeinsam genutzten Bereiche des Gebäudes geschlossen werden.

Noch nicht in den oben genannten Kosten enthalten sind die für die Ausstattung und Einrichtung. So kommen nach Informationen der nnz noch einmal 1,5 Millionen Euro hinzu. Vergleicht man diese Investition mit der des Bürgerhauses, dann ist damit das Ende der Fahnenstange nicht erreicht.

Die ersten Schätzungen für das Bürgerhaus gingen mit etwas mehr als acht Millionen Euro aus. Gekostet hat der Beton- und Glas-Palast rund 14 Millionen Euro. Bis jetzt. Legt man diese Erfahrungswerte zugrunde, dann wird die neue Feuerwache der SWG 20 Millionen Euro kosten. Davon dürfen jedoch 2,5 Millionen Euro an Fördermitteln abgezogen werden. "Gott sei dank".
Peter-Stefan Greiner
Autor: red

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Kommentare
Flitzpiepe
15.06.2017, 15:37 Uhr
Schöne Seitenansichten
Mich würde aber auch mal eine Draufsicht interessieren, bei der man die Anbindung der neuen Feuerwache an die Umgebung sieht. Vor allem die verkehrliche Anbindung ist entscheidend.
Welche Kosten kommen da noch hinzu?
Sind die bei den 15 Mio. € enthalten? Sicher nicht.
Sind diese Zusatzkosten eingeplant und auch gedeckt?
Flitzpiepe
15.06.2017, 15:44 Uhr
Das gleiche gilt für das neue Inventar
Ist dieses anders beim Bürgerhaus diesmal mit einkalkuliert worden?
Ich gehe immer noch davon aus, dass dieser Posten beim Bürgerhaus bewusst weggelassen wurde.
murmeltier
15.06.2017, 16:30 Uhr
Feuerwache
Die Feuerwehr soll eine neue Feuerwache erhalten, aber ob die 15 Millionen und mehr kosten muss erachte ich als fragwürdig. Da will sich wieder ein Büro profilieren, wie beim Bürgerhaus.

Wie hoch wird die Miete sein, die die Stadt zahlen muss? Da wird Geld gebunden, welches nächsten Generationen nicht zur Verfügung steht. Bei solchen Investitionen sollte der Bürger gefragt werden, schließlich ist es sein Steuergeld.

Die Beauftragung eines Generalplaners wird immer teuer und kleine Firmen sehen keine Aufträge.

Die Investition von 15 Millionen in eine Bibliothek war nicht richtig, dass wird sich auch in den nächsten 5 Jahren zeigen, wo der Bund verstärkt in die Digitalisierung der Schulen investiert. Da kommt kein Schüler mehr, um ein gedrucktes Buch zu lesen. Er hat Tablett und Smartphone. Für gravierende Fehlentscheidungen wird leider keiner verantwortlich gemacht, höchsten findet es im Schwarzbuch der Steuerzahler Erwähnung.
Contra
15.06.2017, 19:01 Uhr
Notwendig?
Ist eine Berufsfeuerwehr notwendig??? Nach dem thbkg erst ab 100000 Einwohner!
Anton123
15.06.2017, 19:50 Uhr
Einzug FFW wird so nicht stattfinden
Hier mal eine Klarstellung zum Thema die freiwilligen Wehren ziehen dort freiwillig ein und freuen sich darauf.
Krimderode: wird dort hingezwungen, da das dortige Gerätehaus baufällig ist, die Stadt aber kein Geld mehr investieren will. Da Krimderode angeblich im 10 Minuten Radius der neuen Feuerwache liegt müssen Sie daher dort mit einziehen.
Bielen: Hier haben die Kameraden sich ganz klar gegen den Einzug entschieden. Da der Umzug nur auf freiwilliger Basis erfolgen soll, wird Bielen nicht dort ,mit einziehen.
Mitte: Dies ist die einzige FFW die sich auf den Umzug freut. Dies sei Ihnen auch gegönnt.
Da die Stadt immer von einen 10 Minuten Radius spricht, in den alle befindlichen freiwilligen Feuerwehren mit in die neue Feuerwache einziehen sollen. Da frage ich mich warum Sundhausen, Leimbach oder sogar Hesserode nicht mit einziehen sollen. Diese liegen alle genau so weit weg wie Krimderode zum Beispiel.
Aber die tolle Frau Krauth erzählt nur viel, macht aber wenig und das Ehrenamt egal ob Feuerwehr oder andere Ehrenämtler sind Ihr vollkommen egal.
Auch Sie will nur ein tolles teures Denkmal.

Zum Thema Ausfahrt der Feuerwehr:
Die Ausfahrt wird direkt auf die Taschenberg-Kreuzung aus der Zorgestraße erfolgen. Es wird keine Verkehrs-Schaltung oder Änderung geben. Lediglich die Zorgestraße wird verbreitert. Auch die Einfahrt für die anrückenden freiwilligen Kräfte erfolgt über diese Kreuzung direkt in die Zorgestraße. Das bedeutet auch das sich ausrückende und ankommende Kräfte kreuzen. Das ist eigentlich nach Bauvorschrift verboten.
NDHler
15.06.2017, 20:01 Uhr
@ Contra
Selbst kleinere Städte wie Mühlhausen haben hauptamtliche Feuerwehrkräfte die die Wache Rund um die Uhr besetzten. Durch den Neubau werden BF und FFW auch enger zusammenarbeiten, was gut ist.
Die Investitionen ist richtig und wichtig und wäre auch ohne BF längst überfällig!
Contra
15.06.2017, 20:46 Uhr
Mühlhausen hat...
Hauptamtliche Kräfte, keine Beamten im 24 Stunden Dienst!!!
Treuhänder
15.06.2017, 21:02 Uhr
Straßen
Längst überfällig ist auch die Sanierung von Brücken und Straßen. Die Unterhaltungskosten müssen noch mit eingerechnet werden, dass wurde ja auch bei der Bibliothek und der Flohburg nicht gemacht.

Aber die Stadträte haben das sicher erfragt. Ich als Bürger habe keine Lust, diese Protzbauten durch Steuererhöhungen mit zu finanzieren. Es geht nicht darum, dass nichts gebaut werden soll, es geht nur um die Dimensionen. Eine Stadt mit 43.000 Menschen.

Die Service Gesellschaft im Landkreis wurde immer wieder kritisiert, aber die Städtische Wohnungsbaugesellschaft ist nichts anderes. Sie muss für die Stadt einspringen ,die Service Gesellschaft für den Landkreis.
NDHler
15.06.2017, 21:17 Uhr
Falsch @Anton123
Für den Umbau der Taschenbergkreuzung sind im aktuellen Haushalt schon Planungsgelder vorgesehen.
NDHler
15.06.2017, 21:37 Uhr
@ Contra
Die Wache in Mühlhausen ist 24h besetzt. Erzählen sie hier keinen Quatsch.
http://www.muehlhausen.de/de/buerger-stadt/stadtverwaltung/referate-und-fachbereiche/sicherheit-und-ordnung/brandschutz-ffw/hauptamtliche-kraefte/
Contra
15.06.2017, 22:58 Uhr
Richtig Lesen;
"Die Thüringer Feuerwehrorganisationsverodnung legt fest, das in Gemeinden mit mehr als 30.000 Einwohnern und einer Einstufung in die Risikoklasse BT4 oder ABC 4 ständig hauptamtliche feuerwehrtechnische Bedienstete mindestens in Staffelstärke vorgehalten werden müssen"

Die hauptamtlichen Kräfte der Freiwilligen Feuerwehr sind bei der Stadtverwaltung Mühlhausen im Fachbereich 5 – Sicherheit und Ordnung – im Fachdienst 5.4 – Brandschutz / Freiwillige Feuerwehr eingeordnet. Der Stadtbrandmeister / Fachdienstleiter ist unmittelbarer Dienstvorgesetzter der hauptamtlichen Kräfte.

Ohne Worte!
In Mühlhausen gibt es keine Berufsfeuerwehr!
Contra
15.06.2017, 23:04 Uhr
@NDHler
§ 10
Aufstellung der Gemeindefeuerwehren

(1) In Städten mit mehr als 100000 Einwohnern muss die Feuerwehr Einheiten aus hauptamtlichen Feuerwehrangehörigen (Berufsfeuerwehr) umfassen. Soweit erforderlich, kann sie durch Einheiten aus ehrenamtlichen Feuerwehrangehörigen (Freiwillige Orts- oder Stadtteilfeuerwehren) ergänzt werden.

(2) Andere Gemeinden können eine Berufsfeuerwehr aufstellen. Das für den Brand- und Katastrophenschutz zuständige Ministerium kann unbeschadet der Regelung des § 17 nach Anhörung der Gemeinde die Aufstellung einer Berufsfeuerwehr anordnen, wenn dies in einer Gemeinde wegen der Ansiedlung besonders brand- oder explosionsgefährlicher Betriebe, der Art der Bebauung oder anderer besonderer Gefahren erforderlich ist.

(3) In Gemeinden ohne Berufsfeuerwehr ist eine Freiwillige Feuerwehr aufzustellen. Soweit Freiwillige hierfür nicht zur Verfügung stehen, sind die erforderlichen Personen zum ehrenamtlichen Feuerwehrdienst nach § 13 Abs. 2 heranzuziehen. Für besondere Aufgaben können hauptamtliche Bedienstete eingestellt werden.
HolRic
15.06.2017, 23:15 Uhr
Falsch, Contra
Die Feuerwehr Mühlhausen ist keine Berufsfeuerwehr. Das ist korrekt. Es handelt sich um eine Freiwillige Feuerwehr mit hauptamtlichen Kräften, die Aufgaben einer Berufsfeuerwehr wahrnimmt.

Deshalb ist es erstens falsch, dass es sich nicht um Beamte im feuerwehrtechnischen Dienst handelt und natürlich ist die Feuerwehr in Mühlhausen ebenfalls rund um die Uhr besetzt.

Bei über 30.000 Einwohnern und einer Einstufung in die Risikoklasse BT4 ist eine hauptamtliche Feuerwehr vorzuhalten. Beides trifft für Nordhausen zu.

Hauptamtliche Kräfte sollen Beamte sein, wenn ihre Aufgaben denjenigen der Angehörigen des Einsatzdienstes der Berufsfeuerwehr entsprechen. Das folgt aus § 12 des Thüringer Brand- und Katastrophenschutzgesetzes.

Sie können auf der Website des Stadt Mühlhausen nachlesen, dass dort ebenfalls 24 Stunden am Tag Beamte für Brandschutz und Brandbekämpfung sorgen.

MfG
Holger Richter
Mueller13
15.06.2017, 23:35 Uhr
0,5 Hektar!?
Die Gebäude sollen eine Grundfläche haben in der Größe eines Fussballfeldes!? Mein Gott, was wollt Ihr da alles unterbringen?
Günther Hetzer
16.06.2017, 08:41 Uhr
halbes Fußballfeld....@Müller
Standartgröße (z.B. Allianz-Arena): 83m*120m= 9960m²
Der Müller Gerd hät´s gewusst!
Mueller13
16.06.2017, 12:20 Uhr
@Highvoltage - das lokale Maßband bitte verwenden
Ja, Bayern München ist aber nicht unsere Liga... ;-)

Bei uns sind es
AKS: 100x67 = 6700qm
Göldner: 95x64 =6080qm
SDH-Jecha: 95x55 = 5225qm
Bad Frankenhausen (KuRA): 90x54=4860qm

Und da ich uns nur mit den lokalen Größen vergleiche... sagt der andere Mueller...
Günther Hetzer
16.06.2017, 16:08 Uhr
@Müller...wenn Sie NDH ...
... mit etwas vergleichen wollen, dann doch bitte mit Kleinfeld für G-Junioren. Denn was die lokale Politik angeht, ist es doch hier wie im Kindergarten! :-D

Da wir, im Gegenteil zu den lokalen "Politikern", um einen Konsens bemüht sind, schlage ich vor wir nehmen die mittleren zulässigen Werte des DFB´s. Somit einigen wir uns auf 105*67,5m / 7.087,50m²!

(ich kenne zudem lokale Sporteinrichtungen bei denen müssten Sie die Fläche anhand der Formel für Trapeze berechnen ;-) )
Liane Enzinger
17.06.2017, 07:13 Uhr
@murmeltier: Der Bürger wurde zur Feuerwache befragt!
@murmeltier: Der Bürger wurde sehr wohl zum Bau der Feuerwache befragt, nämlich mit der Wahl des Stadtrats. An dieses Gremium hat er mit der Wahl seine Einflussmöglichkeiten abgegeben. Das ist auch ok so. Er wusste, wen er wählt.

Das Problem in NDH ist, dass im Stadtrat und im Kreistag nach meinem Wissen Leute sitzen, die zum großen Teil anderweitig wiederum im öffentlichen Dienst arbeiten. So sind Stadträte beim Landratsamt oder dessen Tochtergesellschaften beschäftigt und umgekehrt oder sie entstammen Vereinen, die von der öffentlichen Hand dieser Stadt oder des Landkreises abhängig sind.

Bei der aktuellen von Streit und Affären geprägten politischen Situation im “Nordhäuser System“ folgt daraus, dass man sich im Stadtrat oder Kreistag gegenseitig blockiert oder im Auftrag des jeweils anderen Dienstherren “Missionen“ zu erfüllen hat. Das führt im Stadtrat und Kreistag zu Diskussionen um Dinge, die den Normalbürger überhaupt nicht interessieren dürften und nicht wichtig sind für das Funktionieren dieser Stadt

Leider unterrepräsentiert sind wohl Vertreter der Wirtschaft bzw. “Normalbürger“, die nicht von der Öffentlichen Hand abhängig sind.

Liane Enzinger, M.A.
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