Fr, 10:27 Uhr
10.08.2001
nnz-Rückspiegel: 10. August 2000
Nordhausen (nnz). Mehr als ein Jahr ist die nnz auf dem Nordhäuser Online-Markt. Wir haben für Sie mal in unserem Archiv gestöbert. In lockerer Folge stellen wir Ihnen Nachrichten zusammen, die genau vor einem Jahr in der nnz zu lesen waren. nnz wünscht viel Spaß.
Flammen vernichteten Wohnhaus
Das wollten wir doch gar nicht, wir hatten doch nur ein kleines Feuerchen machen wollen, so die erschrockene Reaktion der beiden Jungs aus Werther. Aus dem kleinen Knäckerchen wurde gestern dann doch ein richtiger Wohnhausbrand in der Gemeinde bei Nordhausen. Es war so gegen 14.30 Uhr, da suchten sich die neun und elf Jahre alten Jungen ein leerstehendes Haus in der Thomas-Müntzer-Siedlung als Spielwiese aus. Sie spielten mit Streichhölzern, zündeten Papier an. Anschließend schütteten sie Erde auf das Feuer und spielten dann lieber Fußball. Vom Bolzplatz aus sahen sie dann aber wie Rauch aus dem Haus zog. Sie rannten zurück ins Dorf und alarmierten die Freiwillige Feuerwehr. Die konnte dann aber auch nicht mehr verhindern, daß der Dachstuhl das Opfer der Flammen wurde. Die erste Schadensbilanz ist verheerend. 100.000 Mark stehen zu Buche, wurde der NNZ von einem Sprecher der Polizeidirektion Nordhausen bestätigt. Glücklicherweise wurden bei dem Brand keine Menschen verletzt.
Schulbeginn mit unterschiedlichen Anfangszeiten
Schade, werden die Schülerinnen und Schüler im Landkreis Nordhausen wohl sagen, wenn sie auf den Kalender schauen und den 24. August im Blick haben. Da beginnt - nach sechs Wochen Erholung und stressfreier Zeit - der Schulalltag. In den Grundschulen Am Salzagraben, Niedersalza, in der Grund- und Regelschule Ost, der Regelschule Nord, sowie für die Schüler der 6. Bis 10. Klassen der Lessing-Schule klingelt an diesem Tag um 7.45 Uhr zum ersten Mal. Die Schüler der 5. Klasse der Lessing-Schule müssen dagegen erst ab 9.00 die Schulbank drücken. Die weiteren Anfangszeiten lauten wie folgt: Grund- und Regelschule Albert Kuntz-7.40 Uhr; Grund- und Regelschule Am Frauenberg-7.50 Uhr; Grundschulen Bertolt Brecht, Käthe Kollwitz, Sundhausen, Petersbergschule-8.00 Uhr.
Niedersachswerfen kontra Göllingen?
Das Unternehmen NOI Rotortechnik aus Niedersachswerfen will in Göllingen im Kyffhäuserkreis einen Produktionsstandort aufbauen. Dazu wurde Anfang August das Gelände der pleitegegangenen Völkl-Gruppe gekauft. Göllingen wird keine nachteiligen Auswirkungen auf die Produktion in Niedersachswerfen haben. Das versicherte NOI-Betriebsleiter Jürgen Siemon. Die Auftragslage Für Windrad-Rotorblätter sei so gut, daß die Gesamtmitarbeiterzahl im nächsten Jahr auf 350 wachsen soll. Derzeit sind es noch 130. Außerdem könne man sich auch eine Expansion nach Spanien vorstellen, wo ein großer Bedarf an Rotorblättern bestehe. Momentan laufen die Bewerbungen für die 60 neuen Arbeitsplätze, die noch dieses Jahr in Göllingen geschaffen werden sollen.
Gipskarstlandschaft soll Prädikat erhalten
Naturschützer aus Niedersachen, SachsenAnhalt und Thüringen wollen die in Mitteleuropa einzigartige Karstlandschaft im Südharz erhalten. Der etwa 100 Kilometer breite Landstrich zwischen Osterode (Niedersachsen) und Sangerhausen (Sachsen-Anhalt) solle das Prädikat Biosphärenreservat erhalten, sagte Holger Keil von der Gesellschaft zur Förderung des Biosphärenreservates Südharz (GFB) am Donnerstag in Mühlhausen. Mit den Mühlhäuser Museen eröffnete die Gesellschaft eine Ausstellung über die nahezu unbekannte Kulturlandschaft. Sie ist bis Ende Oktober am Inneren Frauentor zu sehen. Optisch reizvoll sind die weißen Karstfelsen. Großformatige Fotos des Göttinger Fotografen Stefan Röhl zeigten Gipsgestein-Vorkommen mit Höhlen, Klüften, Felsen und Erdfällen, die in ihrem Ausmaß in Europa ohne Beispiel sind, sagte Keil. Repräsentative Gesteine wie Gips, Anhydrite und Dolomiten erinnern an die Entstehung der Gesteinsformation vor 270 Millionen Jahren. Derzeit sind 320 derartige Schutzgebiete in 75 Ländern der Erde ausgewiesen.
Schröter: Thema für das Sommerloch
Für überzogen und außerdem noch voreilig diskutiert hält der Vorsitzende des Umweltausschuß des Kreistages, Maik Schröter (CDU), die aufkommende Diskussion über eine neue Variante der Entsorgung von Verpackungen. Mit der Gelben Tonne, die vom Forum Agenda 21 gefordert wurde, werden lediglich die Bürger verunsichert, so Schröter gegenüber der NNZ. Befremdend sei für ihn auch die Herangehensweise an das Thema. Niemand der Agenda-Gruppe hätte sich mit den Abgeordneten des Umweltausschusses oder mit ihm persönlich in Verbindung gesetzt. Wir haben eine vom Kreistag beschlossene Gebührensatzung und die hat sich voll auf bewährt. Ich halte die ganze Debatte eher für eine Form, das Sommerloch zu füllen, so Schröter weiter. Der Ausschußvorsitzende schlägt weiter vor, bei Notwendigkeit alle Betroffenen an einen Tisch zu holen, um sich dann im zuständigen Ausschuß eine Meinung darüber zu bilden. Das Thema an sich will Maik Schröter auf die Tagesordnung der ersten Ausschußsitzung nach der Sommerpause Ende August setzen.
Autor: nnzFlammen vernichteten Wohnhaus
Das wollten wir doch gar nicht, wir hatten doch nur ein kleines Feuerchen machen wollen, so die erschrockene Reaktion der beiden Jungs aus Werther. Aus dem kleinen Knäckerchen wurde gestern dann doch ein richtiger Wohnhausbrand in der Gemeinde bei Nordhausen. Es war so gegen 14.30 Uhr, da suchten sich die neun und elf Jahre alten Jungen ein leerstehendes Haus in der Thomas-Müntzer-Siedlung als Spielwiese aus. Sie spielten mit Streichhölzern, zündeten Papier an. Anschließend schütteten sie Erde auf das Feuer und spielten dann lieber Fußball. Vom Bolzplatz aus sahen sie dann aber wie Rauch aus dem Haus zog. Sie rannten zurück ins Dorf und alarmierten die Freiwillige Feuerwehr. Die konnte dann aber auch nicht mehr verhindern, daß der Dachstuhl das Opfer der Flammen wurde. Die erste Schadensbilanz ist verheerend. 100.000 Mark stehen zu Buche, wurde der NNZ von einem Sprecher der Polizeidirektion Nordhausen bestätigt. Glücklicherweise wurden bei dem Brand keine Menschen verletzt.
Schulbeginn mit unterschiedlichen Anfangszeiten
Schade, werden die Schülerinnen und Schüler im Landkreis Nordhausen wohl sagen, wenn sie auf den Kalender schauen und den 24. August im Blick haben. Da beginnt - nach sechs Wochen Erholung und stressfreier Zeit - der Schulalltag. In den Grundschulen Am Salzagraben, Niedersalza, in der Grund- und Regelschule Ost, der Regelschule Nord, sowie für die Schüler der 6. Bis 10. Klassen der Lessing-Schule klingelt an diesem Tag um 7.45 Uhr zum ersten Mal. Die Schüler der 5. Klasse der Lessing-Schule müssen dagegen erst ab 9.00 die Schulbank drücken. Die weiteren Anfangszeiten lauten wie folgt: Grund- und Regelschule Albert Kuntz-7.40 Uhr; Grund- und Regelschule Am Frauenberg-7.50 Uhr; Grundschulen Bertolt Brecht, Käthe Kollwitz, Sundhausen, Petersbergschule-8.00 Uhr.
Niedersachswerfen kontra Göllingen?
Das Unternehmen NOI Rotortechnik aus Niedersachswerfen will in Göllingen im Kyffhäuserkreis einen Produktionsstandort aufbauen. Dazu wurde Anfang August das Gelände der pleitegegangenen Völkl-Gruppe gekauft. Göllingen wird keine nachteiligen Auswirkungen auf die Produktion in Niedersachswerfen haben. Das versicherte NOI-Betriebsleiter Jürgen Siemon. Die Auftragslage Für Windrad-Rotorblätter sei so gut, daß die Gesamtmitarbeiterzahl im nächsten Jahr auf 350 wachsen soll. Derzeit sind es noch 130. Außerdem könne man sich auch eine Expansion nach Spanien vorstellen, wo ein großer Bedarf an Rotorblättern bestehe. Momentan laufen die Bewerbungen für die 60 neuen Arbeitsplätze, die noch dieses Jahr in Göllingen geschaffen werden sollen.
Gipskarstlandschaft soll Prädikat erhalten
Naturschützer aus Niedersachen, SachsenAnhalt und Thüringen wollen die in Mitteleuropa einzigartige Karstlandschaft im Südharz erhalten. Der etwa 100 Kilometer breite Landstrich zwischen Osterode (Niedersachsen) und Sangerhausen (Sachsen-Anhalt) solle das Prädikat Biosphärenreservat erhalten, sagte Holger Keil von der Gesellschaft zur Förderung des Biosphärenreservates Südharz (GFB) am Donnerstag in Mühlhausen. Mit den Mühlhäuser Museen eröffnete die Gesellschaft eine Ausstellung über die nahezu unbekannte Kulturlandschaft. Sie ist bis Ende Oktober am Inneren Frauentor zu sehen. Optisch reizvoll sind die weißen Karstfelsen. Großformatige Fotos des Göttinger Fotografen Stefan Röhl zeigten Gipsgestein-Vorkommen mit Höhlen, Klüften, Felsen und Erdfällen, die in ihrem Ausmaß in Europa ohne Beispiel sind, sagte Keil. Repräsentative Gesteine wie Gips, Anhydrite und Dolomiten erinnern an die Entstehung der Gesteinsformation vor 270 Millionen Jahren. Derzeit sind 320 derartige Schutzgebiete in 75 Ländern der Erde ausgewiesen.
Schröter: Thema für das Sommerloch
Für überzogen und außerdem noch voreilig diskutiert hält der Vorsitzende des Umweltausschuß des Kreistages, Maik Schröter (CDU), die aufkommende Diskussion über eine neue Variante der Entsorgung von Verpackungen. Mit der Gelben Tonne, die vom Forum Agenda 21 gefordert wurde, werden lediglich die Bürger verunsichert, so Schröter gegenüber der NNZ. Befremdend sei für ihn auch die Herangehensweise an das Thema. Niemand der Agenda-Gruppe hätte sich mit den Abgeordneten des Umweltausschusses oder mit ihm persönlich in Verbindung gesetzt. Wir haben eine vom Kreistag beschlossene Gebührensatzung und die hat sich voll auf bewährt. Ich halte die ganze Debatte eher für eine Form, das Sommerloch zu füllen, so Schröter weiter. Der Ausschußvorsitzende schlägt weiter vor, bei Notwendigkeit alle Betroffenen an einen Tisch zu holen, um sich dann im zuständigen Ausschuß eine Meinung darüber zu bilden. Das Thema an sich will Maik Schröter auf die Tagesordnung der ersten Ausschußsitzung nach der Sommerpause Ende August setzen.

