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Do, 11:03 Uhr
08.06.2017
Weitere Naturschutzgebiete ausweisen

Wildkatzen im Südharz zweifelsfrei nachgewiesen

Die Lockstock-Saison 2017 liefert für den BUND Thüringen ein erfreuliches Ergebnis: Mindestens zwei Wildkatzenindividuen konnten in der Südharzer Gipskarstlandschaft zweifelsfrei genetisch nachgewiesen werden...

Wildkatzenwanderung  (Foto: BUND) Wildkatzenwanderung (Foto: BUND)

Der Nachweis erfolgte unter anderem auf BUND-eigenen Flächen zwischen den Naturschutzgebieten Himmelsberg und Mühlberg sowie im Kammerforst bei Gudersleben und im Harzfelder Holz bei Neustadt.

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„Wir freuen uns, dass die seltenen Tiere noch immer durch den Südharz streifen“, so BUND Wildkatzenexperte Thomas Mölich, der das Projekt im Südharz u.a. begleitet. „Doch das täuscht nicht darüber hinweg, dass die Tiere auch durch die Zerschneidung der Gipskarstlandschaft, Flächenumbrüche und Beseitigung von Waldsaumbiotopen hier akut bedroht sind.“

Ursprünglich war der Südharz mit zusammenhängenden Laubwäldern bedeckt. Optimale Bedingungen für die Ausbreitung der scheuen Jäger. Doch durch den im Gipskarstgürtel flächenintensiven Gesteinsabbau und die damit verbundenen Lärmbelästigungen und Erschütterungen infolge Sprengungen und LKW-Verkehr, der bis in Naturschutzgebiete vordringt, wird der Lebensraum immer mehr bedroht und zerschnitten.

Durch gezielte Flächenkäufe in der Gipskarstlandschaft und den Schutz des Grünes Bandes versucht der BUND, die letzten „Trittsteine“ für die Wildkatze zu bewahren. „Nur so können Tiere, die aus dem benachbarten Lebensraum des Harzes abwandern müssen, da alle Reviere dort gut besetzt sind, auch in Zukunft nach Thüringen gelangen“, erklärt der Mölich. „Leider ist dies zwischen Nordhausen im Osten und Bad Sachsa im Westen mangels durchgängiger Waldverbindungen und der Autobahn A38 inzwischen kaum mehr möglich, wie auch entsprechende Computermodelle zeigen.“

Gute Wildkatzenwege liegen laut dem Experten noch westlich von Bad Sachsa und östlich von Nordhausen. “Deshalb müssen die Vernetzung der Wanderkorridore über die Gipskarstwälder vom Alten Stolberg über Rüdigsdorf im Osten und Mackerode im Westen unbedingt erhalten und verbessert werden. Weitere Eingriffe durch die Gipsindustrie hätten hier fatale Folgen.“

Die Forderung des BUND ist klar: „Weitere Naturschutzgebiete in der Südharzer Gipskarstlandschaft müssen zügig ausgewiesen werden, damit die Zerschneidung durch die Gipsindustrie nicht noch weiter voranschreiten kann. Davon profitieren in Zukunft nicht nur die Wildkatze und viele weitere bedrohte Arten, sondern auch die Menschen in der Region.“
Autor: red

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Kommentare
Ex-post
08.06.2017, 22:20 Uhr
BUND - Experten
Was ist denn das für ein Stuss? Das sind schon Experten, die Jungs vom BUND.

Natürlich gibt es (noch) Wildkatzen im Südharz. Die gab es schon zu DDR Zeiten, davor und danach. Man kann die Einheimischen fragen und mit ein bißchen Glück von einem der Hochsitze auch welche beobachten.

Man kann sich aber auch wichtig machen wollen, wie die BUND Leute.

Grundsätzlich ist die Bemerkung natürlich richtig, dass industriell oder infrastrukturtechnische Einschnitte in die Kulturlandschaft des Südharzes sich auf die Fauna und auf die Flora auswirken. Meist negativ.

Das ist in Bezug auf die Wildkatzenpopulation im Südharz aber nicht einschlägig als (alleiniger) Grund heranzuführen.

Der Rückgang des Wildkatzenbestandes im Südharz, den Einheimische seit längerem beobachten, korreliert mit dem Wachsen der Luchspopulation. Dieser bejagt die Wildkatze zwar nicht aktiv, aber er duldet sie nicht in seinem Revier. Folglich wird die Wildkatze verdrängt.

Das kann man in jedem halbwegs gutem Buch über Luchse oder in jenen über Wildkatzen nachlesen.

P.S.: Es hat ja auch was gutes. So können die Wildkatzen den mühsam vom BUND geharkten Magerrasen nicht länger zertrampeln.

Unangebrachte Ironie? Vielleicht. Aber anders sind BUND und Konsorten längst nicht mehr zu ertragen.
Peppone
09.06.2017, 07:47 Uhr
BUND lebt in einer Parallelwelt
Nachdem ich in Nachfolge meiner Vorfahren seit über dreißig Jahren Wildkatzen im Südharz und in der Windleite beobachte, hat jetzt endlich auch der BUND erkannt, dass es bei uns Wildkatzen gibt.

Leider hat mein Vorkommentator recht, die vom BUND gehegte und gepäppelte Luchspopulation verdrängt Stück für Stück die einst stabile Wildkatzenpopulation unserer Heimat. Was hier bei uns momentan passiert ist die Verdrängung einer geschützten Art durch eine andere Art.

Nach Wolfsbeauftragten und Luchsbeauftragten folgt jetzt also der Wildkatzenbeauftragte des BUND. Der soll jetzt retten, was BUND vorher kaputt gemacht hat. Anders ausgedrückt, der Bock macht sich zum Gärtner.

Man ist von den "Ersatzschafen" des BUND an Naturvergewaltigung zum Schutze ungefährdeter alpiner Arten im Flachland ja so einiges gewöhnt. Hier wird es aber vollkommen abstrus und gefährlich. Es ist für naturverbundene Menschen Zeit sich zu wehren. Der Wildkatze hilft wohl leider nur noch eines - STOPPT BUND!
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