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Mo, 21:10 Uhr
29.05.2017
Einwohnerversammlung und Befragung

Ellrich flirtet mit Mauderode

Ellrich wirbt im Rahmen der Gebietsreform um das kleine Mauderode. Am morgigen Dienstag sind die Einwohner des Dörfchens deshalb zu einer Einwohnerversammlung eingeladen. Ellrichs Bürgermeister Matthias Ehrhold hofft unterdessen auf ein besonderes Zeichen aus dem Innenministerium…


Ab 19.30 Uhr soll es im Saal der Agrar GmbH um die Gebietsreform gehen. „Wir wollen dort die Bürger informieren und herausfinden, ob sie mit Werther zur Stadt Nordhausen gehen wollen oder sich lieber für Ellrich entscheiden", sagte Ellrichs Bürgermeister Matthias Ehrhold (SPD) am Montagabend während des jüngsten Stadtrates.

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Das knapp 120 Einwohner zählende Dörfchen zählt von Beginn an mit zu den möglichen Lieblingsfusionspartnern der Einheitsgemeinde Ellrich. Und, Mauderode könne sich frei entscheiden, wo es seine Zukunft sieht. Diesen Hinweis habe man vom Innenministerium erhalten, so Ehrhold.

Mauderode hat sich im Jahr 1994 der Gemeinde Werther angeschlossen und ist damit der nördlichste Ortsteil der Einheitsgemeinde, die nun nach Nordhausen strebt. Traditionell sind die Mauderöder jedoch eher in Richtung des knapp 7 Kilometer entfernten Ellrich orientiert. Im Anschluss sollen die anwesenden Einwohner deshalb befragt werden, wo sie sich ihre kommunale Zukunft vorstellen können: Ellrich oder Nordhausen.

Fakt ist, Ellrich muss sich im Zuge der Gebietsreform vergrößern. Denn laut Vorschaltgesetz sollen neu gegründete beziehungsweise erweiterte Gemeinden über mindestens 6000 Einwohner verfügen. Entscheidend für die Berechnung sind nicht die gegenwärtigen Einwohnerzahlen, sondern deren Einwohnerzahlen im Jahr 2035 auf der Basis der am 5. April 2016 veröffentlichten Vorausberechnung des Landesamtes für Statistik. Doch genau in diesem Punkt hofft Ehrhold nun auf ein Entgegenkommen aus Erfurt. „Es wird in naher Zukunft ein Treffen im Thüringer Innenministerium geben“, so der Stadtchef. Ehrhold hofft auf ein Signal von Innenminister Holger Poppenhäger (SPD), dass es für Ellrich, ähnlich wie für Gera und Weimar, im Zuge der Gebietsreform eine Ausnahmeregelung gibt. Sprich, dass für die nördlichste Stadt Thüringens nicht die 6000 Einwohner als Untergrenze gelten. Denn diese Zahl wird in Anbetracht fehlender Fusionspartner schwierig.

Auch solle bei diesem Termin geprüft werden, ob der geplante Zusammenschluss der Einheitsgemeinde Hohenstein, auch ein möglicher Fusionspartner von Ellrich, mit der Stadt Nordhausen dem geltenden Recht entspreche, so Ehrhold. Der Stadtchef hofft nun bis zur nächsten Stadtratssitzung am 11. September Klarheit zu haben, welche Optionen in der Gebietsreform für die Einheitsgemeinde Ellrich überhaupt noch möglich sind.
Susanne Schedwill
Autor: ssc

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