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Do, 12:58 Uhr
09.08.2001

"WM 66" ist immer noch ein Renner

Nordhausen (nnz). Was ist einstigen DDR-Kombinaten in Nordhausen geworden? Wie geht es Unternehmen? Diese Fragen sollen in einer Beitragsserie des Verbandes der Wirtschaft Nordhausen beantwortet werden. Heute: Dienstleistungen und mehr....


300 „Werktätige“ beschäftigte zu DDR-Zeiten das Hauswirtschaftliche Dienstleistungskombinat, bot 384 Dienstleistungsarten in 66 Annahmenstellen des Landkreises Nordhausen an. In dieser Dimension hatte es nach der Wende keine Chance zum Überleben. „Blaue Briefe“ flatterten den Dienstleistern ins Haus. 100 ehemalige Beschäftigte kamen schließlich im neugegründeten Unternehmen „Südharzer Dienstleistungs GmbH“ dauerhaft in Lohn und Brot.

Zunächst schien es, als sollten Näherei und Wäscherei den Bach runter gehen. „Wir hatten Glück und konnten diese Bereiche erfolgreich ausgliedern und privatisieren“ blickt Dienstleistungs-Geschäftsführer Klaus Vincenz zurück. Gewaschen wird heute im Südharz-Krankenhaus und in Großwechsungen, genäht wird im Theater und bei Borneis in der Pliethstraße. „Langzeitarbeitslose hat es kaum gegeben“, so Vicenz nicht ohne Stolz.

Die Glas- und Gebäudereinigung ist das Hauptstandbein der jetzigen Gesellschaft. „Dank gut ausgebildeter Spezialisten wagen wir uns auch an Großgeschosser“ erklärt der 51 Jahre alte Chef und nennt die Südharz-Galerie, das Arbeitsamt, die Automotive GmbH EATONO, ferner Marktkauf und Schulen. Die Nordhäuser Firma hat sich mittlerweile auch im Stuttgarter Raum einen guten Ruf erworben. Zusammen mit Bosch und Siemens rüsten hier die Südharzer die Produktionsanlagen namhafter Unternehmen um und nehmen die Elektroinstallationen vor. Diese Arbeiten werden natürlich auch in Nordhausen erledigt. Jüngstes Beispiel ist die Sanierung von WBG-Wohnungen in der Pestalozzistraße in Nordhausen.

Was früher die Komplexannahmestellen für die Bürger waren, das ist heute der Name „Profi-Hausgeräte- und Waren-Center“ in der Töpferstraße. Auf einer Fläche von 400 Quadratmeter werden Waren nicht nur verkauft, sondern auch zu Reparatur angenommen. Gern in Anspruch genommen wird der Kühlschrank- und Waschgeräteservice. Ein Renner ist die kleine „WM 66“ aus Schwarzenberg. Nicht nur bei Rentner-Ehepaaren und Singles ist das Teil beliebt, findige Kleingärtner funktionieren ältere Typen gern zur Warmwasserdusche für ihre Laube um.

Im kommenden Jahr steht in der Töpferstraße ein Umzug ins Haus. „Wir verlagern unseren Betrieb“, erläutert Vincenz. In Absprache mit der Stadtplanung macht das Unternehmen Platz für weitere Baumaßnahmen in Vorbereitung auf die Landesgartenschau im Jahr 2004 in Nordhausen.
Kurt Frank
Autor: nnz

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