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Do, 19:53 Uhr
16.09.2004

Aufbruch bei Wacker

Nordhausen (nnz). Ein Fußballverein zog gestern Bilanz und blickte in die Zukunft. Was dabei herauskam, hat die nnz erfahren.


Gut gefüllt war am gestern Abend die Gaststätte am Stadtpark, wo das Präsidium des FSV Wacker 90 seine Mitglieder zur jährlichen Hauptversammlung geladen hatte. Präsident Kell zog in seinem Jahresbericht die nüchterne Bilanz einer vergangenen Saison, die hinter den ursprünglichen Erwartungen zurückgeblieben war. Außer dem erfreulichen Aufstieg der A-Junioren in die Landesliga müsse leider eine sportliche Stagnation konstatiert werden.

Um so erfreulicher ist deshalb die derzeitige Tabellenführung der 1. Männermannschaft. Jetzt müsse mit aller Kraft der Aufstieg in die Landesliga angestrebt werden. Der Präsident appellierte an seine Mitglieder - unter denen sich fast komplett die angesprochene erste Mannschaft befand - sich mit Engagement, Phantasie und Ausdauer in die Vereinsarbeit einzubringen. Die Frage könne nicht sein, was kann der Verein für mich tun, sondern jeder müsse sich die Frage stellen, was kann ich für den Verein tun, formulierte Kell in Abwandlung eines Kennedy-Zitats.

Ausdrücklich dankte der Präsident den Eltern, Übungsleitern und Helfern, die Woche für Woche ehrenamtlich mit den Nachwuchskickern arbeiten und lobte die erfreuliche Entwicklung bei den ganz Kleinen in der E- und F-Jugend, wo Wacker wieder zwei Teams am Start hat. Weniger zufriedenstellend ist die Situation im Bereich der Jahrgänge 1990 – 1993. Hier ist eine Verstärkung der bestehenden Mannschaften durch talentierte junge Burschen dringend erwünscht und Präsident Kell forderte alle Anwesenden auf, gezielt Jungs in dieser Altersgruppe anzusprechen.

Schatzmeister Ingo König stellte im Anschluss sehr anschaulich und ausführlich die finanzielle Situation des Vereins dar und wies auf Unwägbarkeiten hin, die noch aus der Zeit der Insolvenz stammten. Insgesamt vermittelte der Finanzbericht einen positiven Eindruck, der zur spürbaren Aufbruchsstimmung im Verein passt, die in der anschließenden Diskussion zum Ausdruck kam. Sven Pistorius versprach als Kapitän des Wacker-Flaggschiffs unter dem Beifall aller Anwesenden im Namen der Mannschaft, alles für den Aufstieg zu geben, denn die Truppe wisse sehr wohl, was für den Verein davon abhängt.

Highlights im Vereinsgeschehen werden neben dem Hallenturnier am 16. Januar mit Union Berlin, dem 1. FC Magdeburg und dem 1.FC Lok Leipzig vor allem die Feierlichkeiten zum 100. Jubiläum von Wacker Nordhausen im kommenden Jahr sein. Ein Spiel der Wacker-Traditionsmannschaft gegen den FC Olympia, eine Auswahl von immer noch fußballspielenden deutschen Olympiasiegern (mit Klaus Wolfermann, Hartwig Gauder, Waldemar Czirpinski u.v.a.) ist schon in trockenen Tüchern, weitere Überraschungen sind in Vorbereitung.
Autor: osch

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