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Mi, 12:20 Uhr
15.09.2004

Dom soll in die Kur

Dom soll in die Kur (Foto: nnz) Dom soll in die Kur (Foto: nnz) Nordhausen (nnz). Für die notwendige Sanierung des Nordhäuser Domes hat die Stadt Nordhausen jetzt 800.000 Euro aus Mitteln der Städtebauförderung von Bund und Land beim Thüringer Landesverwaltungsamt beantragt. Was damit gemacht werden soll, das hat jetzt die nnz erfahren.


Insgesamt soll die Sanierung des Gotteshauses in der Nordhäuser Altstadt 1,5 Millionen Euro kosten. Für die Sanierung stünden darüber hinaus neben den kirchlichen Eigenmitteln auch Stiftungsgelder zur Verfügung. Die Bauarbeiten sind für den Zeitraum von 2005 bis 2007 vorgesehen. Die Sanierung des Domes sei auch aus städtebaulicher Sicht ein Gewinn für die Stadt, so die OB, weil das Gebäude eines der wichtigsten Baudenkmale Nordhausens sei und das Stadtbild wesentlich präge. Darüber hinaus spiele der Dom eine bedeutende Rolle in Nordhausens Geschichte und sei letztlich auch wichtig für Nordhausens touristische Attraktivität.

Gespräche über die Sanierung gebe es schon seit längerem mit bischöflichem Ordinariat des Bistums Erfurt, Thüringer Innenministerium und Landesverwaltungsamt. "Wir freuen uns, dass jetzt alles auf einem guten Weg ist", so Frau Rinke.

Mit den Mitteln aus der Städtebauförderung könnte die Hülle des Bauwerkes - und hier vor allem die Front zur Domstraße hin - saniert werden. Darüber hinaus sei eine Trockenlegung des Bauwerkes nötig, insbesondere des Fundaments an der West- und Südseite, und die Stabilisierung der Türme. Wichtigste Aufgabe sei allerdings die Dach-Neudeckung.

nnz-Fakten zum Dom:
961 gründete Mathilde, die Witwe Heinrich I., ein Frauenstift auf dem Gelände der damaligen Burg, das 1220 in ein Chorherrenstift umgewandelt wurde. Reste des Kreuzganges, die unteren Teile der Türme sowie die Krypta sind romanischen Ursprungs. Der Chor wurde frühgotisch mit geradlinigem Abschluss erbaut. Der Chorraum enthält ein wertvolles gotisches Chorgestühl und handgeschnitzt Stifterfiguren. 1762 brach der größere Teil des Kreuzganges ein. Zwischen 1813 und 1844 erfolgten umfangreiche Reparaturen am Langhaus und den Türmen. 1945 brannte der historische Dachstuhl ab. 1964 erfolgte die Rekonstruktion des gotischen Steildaches.
Autor: nnz

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