Do, 08:00 Uhr
02.03.2017
Vortragsreihe Südharz-Klinikum
Nach der Geburt
Und jetzt sind wir Eltern… – Ein Kind ist für Viele eine schöne, aber nicht immer leichte Aufgabe. Gerade beim ersten Kind ist man oft unsicher und wird mit manchen Fragen und Problemen konfrontiert. Was in den ersten Tagen nach einer Geburt passiert, wurde Mittwochabend in einem Vortrag im Südharz-Klinikum präsentiert…
Durch die Chefärztin Frau Dr. med S. Ludwig sowie Oberärztin Frau Dr. med K. Geier der Klinik für Kinder und Jugendmedizin erhielten die Zuhörer einen Einblick in die ersten Tage nach der Geburt. Jährlich werden zwischen 700 – 750 Kinder im Südharz-Klinikum geboren. Dabei stehen neben den Frauenärzten, Hebammen und Schwestern auch Fachpersonal wie Kinderärzte und Kinderkrankenschwestern zur Seite, um die werdenden Muttis bzw. frischgebackenen Mamas unterstützend zur Seite zu stehen.
Dies kann gerade dann sehr hilfreich sein, wenn die Kinder nach der Geburt auf eine besondere Versorgung angewiesen sind. Dies kann zum Beispiel der Fall sein, wenn es sich um ein Frühchen, Mehrlingsgeburt oder Risikoschwangerschaft handelt oder die Kinder aus anderen Gründen sich nicht anpassen können. In diesen Fällen arbeitet die Neugeborenenstation eng mit der Entbindungsstation zusammen. Beide zusammen haben sich als Perinatalzentrum etabliert, um Mutter und Kind umfassend zu betreuen und unterstützen.
Schon im Anschluss an die Geburt finden die ersten notwendigen Untersuchungen in der Regel durch die Hebamme statt. So wird darauf geschaut, ob das Kind eigenständig atmen kann, sich der Wärmehaushalt sowie das Herz-Kreislauf-System automatisch umstellt. Besonderes Augenmerk wird in den ersten 10 Lebensminuten auf Atmung, Herzschlag, Reflexe, Hautfarbe und Muskeltonus gelegt. Sollten sich doch mal Auffälligkeiten zeigen, wird der Kinderarzt umgehend informiert. Manchmal können aber auch harmlose Auffälligkeiten wie beispielsweise Blutschwämmchen, Taldrüsensysten, Milien, Zungenbändchen, Storchenbiss etc. auftreten, welche sich dann nach geraumer Zeit von allein zurück bilden.
In den ersten Tagen nach der Geburt stehen viele Vorsorgeuntersuchungen wie die U1 und die U2 oder auch mehrere Screenings an, in welchen die Herzfrequenz, Atmung, Hautfarbe, Reflexe, Geburtsverletzungen, Fehlbildungen, Gelbsucht, Gewichtsentwicklung untersucht sowie aufs Trink-und Stillverhalten geachtet wird. Seit 2016 können Screenings auch für Mukovizidose durchgeführt werden.
In Beratungsgesprächen werden die Mütter umfassend beraten, welche weiteren Vorsorgeuntersuchungen erforderlich sind, was wichtig für einen gesunden Babyschlaf ist, was hilfreich beim Stillen sein kann, wie wichtig Vitaminen D und K für das Kind sind und welche Impfungen wann notwendig werden. Sind Mutter und Kind wohl auf, können sie das Krankenhaus nach 4 Tagen (unkomplizierte Geburt) bzw. nach 6 Tagen (zum Beispiel nach Kaiserschnitt) wieder verlassen.
In der 4.-5. Lebenswoche ist dann die U3 erforderlich. Bei Bedarf wird durch das Klinikum auch eine Spezialsprechstunde zum Beispiel in Form der Herzsprechstunde oder Entwicklungssprechstunde angeboten. Sowohl die Chefärztin als auch die Oberärztin wiesen darauf hin, dass die frischgebackenen Mamas sich jederzeit Hilfe und Rat einholen können, wenn sie sich unsicher oder auch überfordert fühlen. Dies sei manchmal ganz normal. So stehen der Hausarzt, Kinderarzt oder auch das Familienzentrum stets mit Rat zur Seite. Manchmal hilft es aber auch schon, wenn die Kindesväter mit einbezogen werden und somit für Entlastung gesorgt werden kann. Man muss sich dafür nicht schämen und auch nicht schlecht fühlen.
Im Anschluss an den Vortrag blieb noch ausreichend Zeit für die Beantwortung von Fragen der Zuhörer.
Autor: msaDurch die Chefärztin Frau Dr. med S. Ludwig sowie Oberärztin Frau Dr. med K. Geier der Klinik für Kinder und Jugendmedizin erhielten die Zuhörer einen Einblick in die ersten Tage nach der Geburt. Jährlich werden zwischen 700 – 750 Kinder im Südharz-Klinikum geboren. Dabei stehen neben den Frauenärzten, Hebammen und Schwestern auch Fachpersonal wie Kinderärzte und Kinderkrankenschwestern zur Seite, um die werdenden Muttis bzw. frischgebackenen Mamas unterstützend zur Seite zu stehen.
Dies kann gerade dann sehr hilfreich sein, wenn die Kinder nach der Geburt auf eine besondere Versorgung angewiesen sind. Dies kann zum Beispiel der Fall sein, wenn es sich um ein Frühchen, Mehrlingsgeburt oder Risikoschwangerschaft handelt oder die Kinder aus anderen Gründen sich nicht anpassen können. In diesen Fällen arbeitet die Neugeborenenstation eng mit der Entbindungsstation zusammen. Beide zusammen haben sich als Perinatalzentrum etabliert, um Mutter und Kind umfassend zu betreuen und unterstützen.
Schon im Anschluss an die Geburt finden die ersten notwendigen Untersuchungen in der Regel durch die Hebamme statt. So wird darauf geschaut, ob das Kind eigenständig atmen kann, sich der Wärmehaushalt sowie das Herz-Kreislauf-System automatisch umstellt. Besonderes Augenmerk wird in den ersten 10 Lebensminuten auf Atmung, Herzschlag, Reflexe, Hautfarbe und Muskeltonus gelegt. Sollten sich doch mal Auffälligkeiten zeigen, wird der Kinderarzt umgehend informiert. Manchmal können aber auch harmlose Auffälligkeiten wie beispielsweise Blutschwämmchen, Taldrüsensysten, Milien, Zungenbändchen, Storchenbiss etc. auftreten, welche sich dann nach geraumer Zeit von allein zurück bilden.
In den ersten Tagen nach der Geburt stehen viele Vorsorgeuntersuchungen wie die U1 und die U2 oder auch mehrere Screenings an, in welchen die Herzfrequenz, Atmung, Hautfarbe, Reflexe, Geburtsverletzungen, Fehlbildungen, Gelbsucht, Gewichtsentwicklung untersucht sowie aufs Trink-und Stillverhalten geachtet wird. Seit 2016 können Screenings auch für Mukovizidose durchgeführt werden.
In Beratungsgesprächen werden die Mütter umfassend beraten, welche weiteren Vorsorgeuntersuchungen erforderlich sind, was wichtig für einen gesunden Babyschlaf ist, was hilfreich beim Stillen sein kann, wie wichtig Vitaminen D und K für das Kind sind und welche Impfungen wann notwendig werden. Sind Mutter und Kind wohl auf, können sie das Krankenhaus nach 4 Tagen (unkomplizierte Geburt) bzw. nach 6 Tagen (zum Beispiel nach Kaiserschnitt) wieder verlassen.
In der 4.-5. Lebenswoche ist dann die U3 erforderlich. Bei Bedarf wird durch das Klinikum auch eine Spezialsprechstunde zum Beispiel in Form der Herzsprechstunde oder Entwicklungssprechstunde angeboten. Sowohl die Chefärztin als auch die Oberärztin wiesen darauf hin, dass die frischgebackenen Mamas sich jederzeit Hilfe und Rat einholen können, wenn sie sich unsicher oder auch überfordert fühlen. Dies sei manchmal ganz normal. So stehen der Hausarzt, Kinderarzt oder auch das Familienzentrum stets mit Rat zur Seite. Manchmal hilft es aber auch schon, wenn die Kindesväter mit einbezogen werden und somit für Entlastung gesorgt werden kann. Man muss sich dafür nicht schämen und auch nicht schlecht fühlen.
Im Anschluss an den Vortrag blieb noch ausreichend Zeit für die Beantwortung von Fragen der Zuhörer.


