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Di, 11:41 Uhr
21.02.2017
Tipps für Verbraucher

Fünf Fragen zur Vogelgrippe in Thüringen

In Thüringen gilt aufgrund der Vogelgrippe seit Ende Januar 2017 eine Stallpflicht für alle Geflügelbestände. Die Verbraucherzentrale Thüringen beantwortet fünf häufige Verbraucherfragen zum Thema...

Kann ich mich damit anstecken?

Laut dem Robert-Koch-Institut sind bislang keine Fälle bekannt, bei denen sich Menschen mit Influenza A (dem H5N8-Virus) angesteckt haben. Auch das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) geht nicht davon aus, dass sich Verbraucher über Lebensmittel damit anstecken können. Geflügelzüchter, die täglich in Kontakt mit den Tieren stehen, haben jedoch ein erhöhtes Erkrankungsrisiko.

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Wie kann ich erkennen, woher das Fleisch kommt?

Geflügelfleisch, das in Deutschland geschlachtet und zerlegt wurde, ist mit der Nummer des Schlacht- oder Zerlegebetriebs gekennzeichnet. Es gibt zudem ein freiwilliges Herkunftssicherungssystem, das durch „D/D/D“ gekennzeichnet ist. Das bedeutet, dass das Tier in Deutschland geboren, gemästet und geschlachtet wurde. Mehr Informationen liefert der Einkaufsführer zu Huhn- und Putenprodukten: www.verbraucher.de/huhn-und-pute-im-trend

Worauf sollte ich generell beim Zubereiten von Geflügel achten?

Verbraucher sollten die üblichen Hygieneregeln einhalten, wenn sie mit Hähnchen, Pute oder anderen Geflügelarten kochen. Dazu gehört z.B.:
  • rohes Geflügel getrennt von anderen Lebensmittel zubereiten bzw. lagern
  • Küchengeräte und Tische nach dem Zubereiten mit heißem Wasser und Spülmittel reinigen, Verpackung gleich wegwerfen und den Wischlappen austauschen
  • Essen gründlich durchgaren

Wie ist es mit Hühnereiern? Gibt es deshalb eine andere Kennzeichnung?

Rohe Eierspeisen, wie z.B. Tiramisu, sollten Verbraucher eher meiden. Bei Frühstücksei gilt: solange kochen, bis Eiweiß und -gelb fest sind. Wenn Hühner länger als zwölf Wochen im Stall bleiben müssen, dann dürfen die Eier nicht mehr als Freiland-Eier gekennzeichnet werden. Freilandhaltung erkennen Verbraucher an der Ziffer 1 des aufgedruckten Codes.

Wie sieht es derzeit in Thüringen aus?

Laut dem Thüringer Gesundheitsministerium gibt es mehr als ein 30 Fälle von Vogelgrippe. Seit dem 30. Januar 2017 gilt deshalb eine landesweite Stallpflicht für Geflügel.

Bei Fragen zu diesen oder anderen Themen können sich Verbraucher am Ratgebertelefon Lebensmittel und Ernährung informieren. Es ist jeden Dienstag von 9-12 und 13-16 Uhr unter 0361 555 14 27 erreichbar.
Autor: red

Kommentare
K.Zoller
21.02.2017, 13.25 Uhr
Ein paar Ergänzungen
Kann ich mich damit anstecken?

mit H5N8 mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht – aber, wie die Polen 2012 feststellten, nachdem ein ganzer Bestand Puten, der aus Deutschland bezogen wurde tot umkippte, verstarben diese nicht an dem nachgewiesenen H5 Virus, sondern an der Summe aller Infektionen, die die Tiere so mit sich rumschleppten. Man wies nach, dass die deutschen Puten neben dem Bakterium Bordetella Avium auch ein Sammelsurium an Astroviren, Parvoviren, Reoviren und Rotaviren mitbrachten. Ob die auch alle so unbedenklich sind?

Wie kann ich erkennen, woher das Fleisch kommt?

am besten, indem man sich den Hof persönlich anschaut, von dem das Geflügel kommt – und wo man nicht schauen darf – Finger von lassen. Nur weil es aus Deutschland kommt, bedeutet das mitnichten, dass die Tiere sich nicht zu Tode gequält haben. Nähere Infos vielleicht hier: ariwa.org/aktivitaeten/aufgedeckt/recherchearchiv/337-alternative-legehennenhaltung-eine-alternative. html

Wie ist es mit Hühnereiern?

die können all die Keime auch beinhalten, die das Fleisch tragen kann. Aber wenn man sie gut durchgart, dann isst man nur noch tote Keime…..
Ist natürlich bei Fertigprodukten, in denen Ei oder Bestandteile daraus verarbeitet wurden nicht immer klar ersichtlich, was da nicht ausreichend erhitzt rein kam.

Wie sieht es derzeit in Thüringen aus?

Wie überall in Deutschland. Viele tote Massentiere – nicht mehr tote Wildvögel, als jeden Winter. Daueraufstallpflicht für alle – damit auch die letzten unter freiem Himmel überlebensfähigen Geflügel durch die tierquälerische Haltung immungeschwächt werden und schließlich zu genau so großen Keimschleudern werden, wie ihre Artverwandten in den Tierfabriken.
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