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Di, 06:56 Uhr
07.02.2017
Artenschutz

47. BUND-Einsatz im Schnee

Vor genau einem Jahr, am 6. Februar 2016, mähten und entbuschten Mitstreiter des BUND-Kreisverbandes Nordhausen einen Halbtrockenrasen im neuen Naturschutzgebiet Harzfelder Holz. Bei 14 °C Wärme kam Frühlingsstimmung auf. Es war damals der 36. Einsatz seit 2010...


Am vergangenen Sonnabend hingegen stapften wir durch rund 12 Zentimeter Schnee, bei knapp über 0°C.
Der mittlerweile 47. Einsatz führte uns auf das zurzeit mit wichtigste BUND-eigene Grundstück, gelegen zwischen den Naturschutzgebieten Mühlberg und Himmelsberg.

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Der dortige Halbtrockenrasen und die angrenzenden naturnahen Wälder beherbergen eine Vielzahl bedrohter Arten. Das Grundstück soll helfen, die Erweiterung des Casea-Steinbruchs Rüsselsee in Richtung Niedersachswerfen zu verhindern und damit Verhältnisse, wie wir sie vom Kohnstein oder von der nach außen hin gut getarnten Knaufschen Steinbruchwüste im Alten Stolberg bereits kennen.

Die Erhaltung der artenreichen Lebensraumtypen ist ein Gebot, das sich insbesondere aus der FFH-Richtlinie der EU für das dort befindliche FFH-Gebiet Nr. 4 Kammerforst-Himmelsberg-Mühlberg ergibt. Einige Mitglieder des BUND-Kreisverbandes helfen seit Jahren dabei, dieses Gebot gerade auf besonders artenreichen Flächen umzusetzen. Zwar können die großen Defizite bei der Umsetzung dieser Richtlinie in Thüringen damit nicht wirklich ausgeglichen werden.

Das Ehrenamt jedoch sichert dabei die so dringend notwendige Kontinuität bei der Pflege. Sich allein auf das Vorhandensein von wichtigen, aber leider nicht kontinuierlich vorhandenen Projektmitteln zu verlassen, würde so manchem weiteren wichtigen Artvorkommen durch die daraus resultierende Diskontinuität artgerechter Landschaftspflege den Todesstoß versetzen.

Am vergangenen Sonnabend hatten wir ursprünglich einen Einsatz im NSG Alter Stolberg geplant. Das jüngste Tauwetter jedoch hatte nicht ausgereicht, die vorgesehene Fläche bei Steigerthal vom Schnee zu befreien. So mussten wir kurzfristig umdisponieren.
Zu Dritt entfernten wir am 4.2. Gebüschgruppen, die sich auf dem Halbtrockenrasen in mehreren Jahrzehnten einer fehlenden oder nicht ausreichenden Bewirtschaftung entwickelten. Sträucher und Bäume führen zur Beschattung und zu einer verstärkten Humusdecke, was zusammengenommen wiederum zur weiteren Gehölzentwicklung zum Nachteil der zu erhaltenden Magerrasen beitragen kann. Dies ist im Landkreis Nordhausen verbreitet auf ehemaligen, heute nicht mehr bewirtschafteten Halbtrockenrasen zu beobachten, oder aber auf nicht artenschutzgerecht gepflegten Flächen dieses Biotoptyps.

Tobias Strietzel aus Nordhausen und Rainer Peix waren neben dem Autor dieses Beitrages die Teilnehmer des 47. BUND-Einsatzes. Bei Entbuschungen und Fällungen ist der Ilfelder als ehemaliger Forstarbeiter eine unverzichtbare Unterstützung.

Ein Picknick im Schnee rundete den etwa sechsstündigen Einsatz ab. Frieren mussten wir dabei nicht: durchwärmt von der körperlichen Arbeit und von einer schon spürbaren (Winter)sonne.
Bodo Schwarzberg
47. BUND-Einsatz im Schnee (Foto: B. Schwarzberg)
47. BUND-Einsatz im Schnee (Foto: B. Schwarzberg)
47. BUND-Einsatz im Schnee (Foto: B. Schwarzberg)
Autor: red

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Kommentare
horsti12
07.02.2017, 18:31 Uhr
wieder einmal herr schwarzberg der retter der welt
sie sind einzigartig und der retter der welt.. sie zerstören mit abholzen von bäumen und sträuchern brut und landeplätze seltener nur dort vorkommenden komischen vögel und vernichten wohltuenden schatten für pflanzen und tiere. gerade ihr lieber wolf der ja gern mal gerade dort rasten möchte oder ein luchs der kein kletterbaum mehr findet wird .am besten sie suchen sich eine unbewohnte insel und nehmen ihre freunde dort gleich mit...ein schwarzberg-staat wäre doch für sie einzigartig und sie bräuchten keinen schuldigen mehr für ihre kommentare hier zu suchen und könnten doch die welt retten vor den vielen bösen menschen.
pitti7
07.02.2017, 22:23 Uhr
handarbeit?
wie wäre es denn bei solchen einsätzen auf jahrhunderte alte traditionen zurückzugreifen? ich meine dabei den einsatz von manuellen werkzeug,
äxte statt motorsägen!
der umwelt zuliebe...
und dann können wir mal weiterreden!
und wenn jemand von den herren soviel liebe in sich trägt,so hoffe ich,daß sie auch n schäfchen zu hause haben und ggf mal zur beweidung mitbringen (oder anfütterung des wolfes/luchses) :)
Frankledig
08.02.2017, 00:34 Uhr
Herr Schwarzberg und die Umwelt...
Wer hat eigentlich diese Flächen vor sich selbst geschützt als der Mensch noch nicht auf der Evolutionsuhr stand ????
Frankledig
08.02.2017, 00:50 Uhr
Bodo Schwarzberg und das Recht zu leben...
Woher erdreistet sich eigentlich ein Herr Schwarzberg zu entscheiden welche Pflanzen wo leben dürfen? Ich sag doch auch nicht der Schwarzberg gehört hier nicht hin und ich bring den mal einfach mal um damit hier die Pflanzen wachsen dürfen wie sie wollen???
U. Alukard
08.02.2017, 07:57 Uhr
Der tiefere Sinn,
erschließt sich nicht jedem.
Herr S. und seine Mitststreiter machen diese Aktionen, um eine weitere Fläche vor der Totalzerstörung durch den Tagebau (Geldgier/Kapitalismus) zu schützen!
Die Natur holt sich auch die Pflanzen wieder zurück und macht so oder so was sie will!!!
Gut, dass es diese Leute gibt!
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