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Do, 19:55 Uhr
02.02.2017
Neue im Nordhäuser Rathaus

Unverständnis im Stadtrat

Die nnz hatte gestern über den öffentlichen Teil der Hauptausschussitzung berichtet. Nun gibt es noch ein Detail, das nicht nur pikant, sondern auch politisch umstritten ist...

Man erinnere sich an die letzte Sitzung des Nordhäuser Stadtrates im vergangenen Jahr. Da wurde die Stadtverwaltung in ihrer Neueinstellungseuphorie vom Stadtrat ausgebremst.

Fraktionsübergreifend wurde ein Änderungsantrag beschlossen, der die Aussetzung der Einstellung eines weiteren Juristen mit der Vergütungsgruppe E 13 zum Inhalt hatte. Wer nun aber dachte, der Stadtrat könne das entscheiden, der sah sich getäuscht. Das Bewerbungsverfahren wurde weiter verfolgt und gestern wurde die Einstellung einer Juristin als Justiziarin durch den Hauptausschuss beschlossen. Das hat die Verwaltung der nnz heute bestätigt.

Zumindest in der SPD-Fraktion des Stadtrates scheint man darüber nicht sonderlich amüsiert zu sein. Hans-Georg Müller, der gestern auch im Hauptausschuss saß, hat für dieses Verwaltungshandeln wenig Verständnis und findet es ungehörig, dass der mehrheitliche Willen des Stadtrates einfach so vom Tisch gefegt wurde. Und vor allem, dass der damals gefasste Beschluss nicht aufgehoben wurde.

Ihm liegt eine Stellungnahme des jetzt personell verstärkten Rechtsamtes vor, in der mitgeteilt wird, dass der damalige Änderungsantrag und der darauf folgende Beschluss rechtswidrig seien. Der Stadtrat dürfe nicht in die Personalhoheit des Oberbürgermeisters eingreifen. Dem folgte dann mehrheitlich auch der Hauptausschuss in seiner gestrigen Sitzung.
Peter-Stefan Greiner
Autor: red

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Kommentare
Hans Dittmar
02.02.2017, 20:42 Uhr
OB traf Entscheidung!
Warf man dem Oberbürgermeister sonst immer vor, er würde nichts entscheiden, so hat das neue Jahr doch eine Wandlung vollzogen. Kein langes hadern, zack und ungebremst kam die Entscheidung. Und nun ist das auch wieder falsch. Verstehe einer die SPD, wie er es macht - es gefällt ihnen nicht.
Nörgler
02.02.2017, 22:01 Uhr
Wenn
Wenn der Stadtrat nicht in die Personalhoheit des Oberbürgermeisters eingreifen darf, dann stelle ich mir die Frage, wieso dann der Stadtrat in der "Vergangenheit" Neueinstellungen befürworten musste bzw. konnte er sie ablehnen? Wurde hier rechtswidrig verfahren? Was ist bei diesem Fall anders?
Treuhänder
03.02.2017, 08:36 Uhr
Verwalter
In erster Linie kümmern sich Verwaltungsmitarbeiter um sich selbst und in zweiter Linie sorgen sie dafür, dass ihr "Umfeld" passt. Dafür tun sie alles. Wenn der Stadtrat vorher mehrheitlich der Einstellung eines weiteren Juristen widersprochen hat, stimmen jetzt, wahrscheinlich mehrheitlich dieselben Mitglieder dafür? Was ist da passiert? ??

Und übrigens, wenn jetzt festgestellt wird, dass der Beschluss im Stadtrat im vergangenen Jahr rechtswidrig war, warum wurde dieser dann überhaupt eingebracht??? Das ist eine Frage an Juristen. Das ist alles schon höchst seltsam!!!
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