eic kyf msh nnz uhz tv nt
Anzeige symplr (4)
Fr, 10:52 Uhr
20.01.2017
Fördermittel für den Landkreis

Bildungschancen für Zugewanderte verbessern

Um die Bildungschancen für Zugewanderte zu verbessern, hat sich der Landkreis Nordhausen erfolgreich beim Bund um die Förderung einer kommunalen Koordinierung der Bildungsangebote für Neuzugewanderte beworben...

„Bildung ist der zentrale Schlüssel für die Integration von Neuzugewanderten, sei es im sprachlichen, im kulturellen, im beruflichen oder im sozialen Kontext“, so Stefan Nüßle, 1. Beigeordnete des Landkreises. „Eine gelingende Bildungsarbeit ist die Voraussetzung dafür, dass Migranten am Arbeitsmarkt und am gesellschaftlichen Leben teilhaben können. Denn in den Kommunen vor Ort entscheidet sich, ob Integration gelingt.“

Anzeige Refinery (lang)
Die Sprach- und Bildungsangebote auf kommunaler Ebene zu steuern und zu koordinieren, zählt daher zu den wichtigen Aufgabenbereichen der Kommunen in der Integrationsarbeit. Ziel des Förderprojektes ist es nun, die aktuelle Situation und die regionalen Bedarfe empirisch zu untersuchen, um darauf aufbauend gemeinsam mit Bildungsanbietern, Behörden und weiteren Einrichtungen ein abgestimmtes Bildungskonzept für Neuzugewanderte zu erarbeiten.

Dazu gab es bereits erste Beratungen mit allen Trägern von Integrationskursen im Landkreis, einem regionalen Vertreter des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge sowie verschiedenen Bereichen der Landkreisverwaltung und des Jobcenters. Im Anschluss daran zeigten sich bereits einige Erfolge in der Zusammenarbeit der verschiedenen Akteure. So findet über die kommunale Koordinierung eine bedarfsorientierte und strukturierte Abstimmung der Integrationskursangebote statt.

„Gerade im Bereich der Flüchtlinge liegt der Fokus nicht nur auf Kindern und Jugendlichen, sondern besonders auch auf den Erwachsenen, denen es vielfach schwerer als den Kindern fällt, die neue Sprache zu erlernen und sich im ungewohnten kulturellen Umfeld zurecht zu finden“, so Nüßle. Daher gibt es auch vielfältige Angebote in der Erwachsenenbildung für Neuzugewanderte.

Im Landkreis Nordhausen gibt es derzeit sechs Bildungsträger, die Integrationskurse anbieten, die zurzeit vier allgemeine Integrationskurse und zwei Alphabetisierungskurse veranstalten. Besteht ein Kursteilnehmer sowohl die Sprachprüfung "Deutsch-Test für Zuwanderer" als auch den Test "Leben in Deutschland", erhält er mit dem "Zertifikat Integrationskurs" eine Bescheinigung über den erfolgreichen Abschluss des Integrationskurses. "Danach ist es sehr wichtig, einen nahtlosen Übergang in weiterführende Qualifizierungsmöglichkeiten zu schaffen", sagt Nüßle.

"Damit dieser Übergang gelingt, wollen wir eine Datenbank mit allen Bildungsangeboten und -trägern aufbauen, um die Suche nach den Programmen zu erleichtern." Das Projekt zur Koordinierung der Bildungsangebote für Zuwanderer wird aus ESF-Mitteln, ausgeschüttet über Bundesministerium für Bildung und Forschung, über einen Förderzeitraum bis Mitte 2018 gefördert. Eingebunden ist das Projekt in das laufende Modellprogramm „Bildung integriert“, das die gesamte Bildungslandschaft im Landkreis strategisch weiterentwickeln will. Fachlich begleitet die Transferagentur Mitteldeutschland beide Projekte. Das übergeordnete Ziel ist es, die Bildungslandschaft in der Region für Menschen mit und ohne Migrationshintergrund weiterzuentwickeln.
Autor: red

Anzeige symplr (6)
Kommentare
Günther Hetzer
20.01.2017, 11:33 Uhr
Einspruch...
"...„Bildung ist der zentrale Schlüssel für die Integration von Neuzugewanderten, sei es im sprachlichen, im kulturellen, im beruflichen oder im sozialen Kontext“, so Stefan Nüßle, 1. Beigeordnete des Landkreises. „Eine gelingende Bildungsarbeit ist die Voraussetzung dafür, dass Migranten am Arbeitsmarkt und am gesellschaftlichen Leben teilhaben können. Denn in den Kommunen vor Ort entscheidet sich, ob Integration gelingt.“..."

Dem ersten Zitat kann ich zustimmen. Auch wenn der Begriff Neuzugewanderte etwas anderes Umschreibt, als das worum es hier im eigentlichen Sinne geht. Dem zweiten Zitat muss ich jedoch komplett widersprechen. Denn nicht die Bildungsarbeit ist die Voraussetzung für die Teilhabe am Arbeitsmarkt und dem gesellschaftlichem Zusammenleben, sondern die Bereitschaft der "Neuzugewanderten". Denn auch ohne Bildungsarbeit, ist Teilhabe am Arbeitsmarkt und in der Gesellschaft möglich, sofern man sich darum bemüht. Nicht die Kommunen entscheiden über Erfolg oder Misserfolg, sondern jede einzelne Person selbst. Man kann noch so große Anstrengungen unternehmen um perfekte Rahmenbedingungen (dies und nicht mehr ist die Bildungsarbeit nämlich)zu schaffen, wenn der Wille fehlt ist, alles Andere auch nur für den ... !

Somit ist es ohne Frage wichtig Rahmenbedingungen zu schaffen, jedoch kann man die Verantwortung für Erfolg oder Misserfolg nicht von den "Neuzugewanderten" auf andere Faktoren abwälzen. Die Anstrengungen die in Deutschland seit Jahren unternommen werden um es "Neuzugewanderten" so einfach wie möglich zu machen sich hier zurechtzufinden, sucht weltweit seines Gleichen. Jedoch sind die Erfolge, um es vorsichtig zu formulieren, nur mäßig. Die Gründe dafür, sind weitestgehend bekannt.
Kommentare sind zu diesem Artikel nicht mehr möglich.
Es gibt kein Recht auf Veröffentlichung.
Beachten Sie, dass die Redaktion unpassende, inhaltlose oder beleidigende Kommentare entfernen kann und wird.
Anzeige symplr (9)
Anzeige symplr (8)