Mo, 12:01 Uhr
30.07.2001
1.000 Betten weinger in Thüringen
Nordhausen/Bleicherode (nnz). Im Freistaat wird gegenwärtig der Entwurf zum 4. Thüringer Krankenhausplan diskutiert. nnz hat nachgefragt, welche Veränderungen sich für Einrichtungen im Landkreis Nordhausen ergeben?
Der Geschäftsführer des Südharz-Krankenhauses, Antonius Pille, geht davon aus, dass in der Nordhäuser Einrichtung keine Fachabteilungen geschlossen werden. Es werde zwar eine leichte Reduzierung der Bettenzahl geben, doch das sei für die Service-Qualität nicht das ausschlaggebende Kriterium. Hinzu käme ein neues Abrechnungssystem gegenüber den Krankenkassen. Hierdurch sei die Möglichkeit vorhanden, aus jetzt noch vorhandenen Vier-Bett-Zimmern kleinere Einheiten zu machen.
Im Gegensatz zu Krankenhäusern in Ost- oder Südthüringen sieht Pille keine einschneidenden Änderungen in der Krankenhauslandschaft im Norden des Freistaates. Im Rahmen der Nordthüringer Planungsregion gebe es seit einigen Jahren auch auf dem Sektor des Gesundheitswesens regelmäßige Absprachen, so dass die Region gegenüber dem Gesundheitsministerium geschlossen auftreten könne. Gegenwärtig verfügt das Nordhäuser Krankenhaus über 790 Betten. In 29 Fachabteilungen arbeiten 1.750 Mitarbeiter. Dazu gehören auch die angeschlossenen Einrichtungen, so Pille auf nnz-Anfrage.
Die Verwaltungsleiterin der Bleicheröder Helios-Klinik, Gudrun Bartl, geht hingegen von einer Bettenreduzierung zwischen 5 und 10 Prozent aus. Sie sagte der nnz, dass sich die Nordthüringer Einrichtungen mit dem Entwurf des 4. Thüringer Krankenhausplanes einverstanden zeigen würden, wenn dieser bis zum Ende des Jahres 2004 umgesetzt würde. Bislang beharre das Erfurter Ministerium auf eine 50prozentige Umsetzung zum 31.12.2003. Eine weitere Forderung der Nordthüringer Einrichtungen besteht darin, die bislang angelaufenen und noch geplanten Investitionen in den Krankenhäusern abzuschließen, so Bartl.
Thüringenweit sollen bis zu 1.000 Betten in den Krankenhäusern abgebaut werden. So sehen es die Intentionen der Landesregierung vor, das Kieler Gutachten sprach hingegen nur von einem Abbau von 283 Betten. Bisher verfügt der Freistaat über 16.864 Betten. Der jetzige ministerielle Entwurf stützt sich weitestgehend auf eine Empfehlung des Kieler Institutes für Gesundheitsforschung. In dessen Gutachten wird unter anderem die Schließung der Krankenhäuser in Schmölln und Zella-Mehlis empfohlen. Bis zum 10. August können die Thüringer Einrichtungen ihre Einwände gegen den Entwurf geltend machen, neun Tage später wird eine Entscheidung getroffen. Der 4. Thüringer Krankenhausplan soll Anfang nächsten Jahres in Kraft treten.
Autor: nnzDer Geschäftsführer des Südharz-Krankenhauses, Antonius Pille, geht davon aus, dass in der Nordhäuser Einrichtung keine Fachabteilungen geschlossen werden. Es werde zwar eine leichte Reduzierung der Bettenzahl geben, doch das sei für die Service-Qualität nicht das ausschlaggebende Kriterium. Hinzu käme ein neues Abrechnungssystem gegenüber den Krankenkassen. Hierdurch sei die Möglichkeit vorhanden, aus jetzt noch vorhandenen Vier-Bett-Zimmern kleinere Einheiten zu machen.
Im Gegensatz zu Krankenhäusern in Ost- oder Südthüringen sieht Pille keine einschneidenden Änderungen in der Krankenhauslandschaft im Norden des Freistaates. Im Rahmen der Nordthüringer Planungsregion gebe es seit einigen Jahren auch auf dem Sektor des Gesundheitswesens regelmäßige Absprachen, so dass die Region gegenüber dem Gesundheitsministerium geschlossen auftreten könne. Gegenwärtig verfügt das Nordhäuser Krankenhaus über 790 Betten. In 29 Fachabteilungen arbeiten 1.750 Mitarbeiter. Dazu gehören auch die angeschlossenen Einrichtungen, so Pille auf nnz-Anfrage.
Die Verwaltungsleiterin der Bleicheröder Helios-Klinik, Gudrun Bartl, geht hingegen von einer Bettenreduzierung zwischen 5 und 10 Prozent aus. Sie sagte der nnz, dass sich die Nordthüringer Einrichtungen mit dem Entwurf des 4. Thüringer Krankenhausplanes einverstanden zeigen würden, wenn dieser bis zum Ende des Jahres 2004 umgesetzt würde. Bislang beharre das Erfurter Ministerium auf eine 50prozentige Umsetzung zum 31.12.2003. Eine weitere Forderung der Nordthüringer Einrichtungen besteht darin, die bislang angelaufenen und noch geplanten Investitionen in den Krankenhäusern abzuschließen, so Bartl.
Thüringenweit sollen bis zu 1.000 Betten in den Krankenhäusern abgebaut werden. So sehen es die Intentionen der Landesregierung vor, das Kieler Gutachten sprach hingegen nur von einem Abbau von 283 Betten. Bisher verfügt der Freistaat über 16.864 Betten. Der jetzige ministerielle Entwurf stützt sich weitestgehend auf eine Empfehlung des Kieler Institutes für Gesundheitsforschung. In dessen Gutachten wird unter anderem die Schließung der Krankenhäuser in Schmölln und Zella-Mehlis empfohlen. Bis zum 10. August können die Thüringer Einrichtungen ihre Einwände gegen den Entwurf geltend machen, neun Tage später wird eine Entscheidung getroffen. Der 4. Thüringer Krankenhausplan soll Anfang nächsten Jahres in Kraft treten.

