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Mi, 08:58 Uhr
09.08.2000

Nur sportliche Erfolge helfen Wacker weiter....

Nordhausen (nnz). Auch wenn die Saison sportlich gesehen äußerst erfolgreich angelaufen ist,
aus dem wirtschaftlichen Desaster ist Wacker Nordhausen noch keinen Schritt herausgekommen.
Während Insolvenzverwalter Kupke seine Arbeit macht, hat sich das amtierende Präsidium
Gedanken um die weitere Präsidiumsarbeit gekümmert. Mit dem Ergebnis, kein Ergebnis vorweisen
zu können.
Nach NNZ-Informationen gab es in den zurückliegenden Tagen mehrere Gespräche mit möglichen
Kandidaten für das Amt des Präsidenten. Abgesagt haben Antonius Pille, Udo Hoffmann und auch
Arndt Forberger. Einzig zugesagt haben soll die Kreissparkasse Nordhausen. Das Kreditinstitut will
dem jetzigen Präsidium einen Finanzexperten während der Zeit der Insolvenz zur Verfügung
gestellt haben. Damit nicht wieder solch gravierende Fehler wie in der Zeit der Regionalliga
passieren. Gab es zu dieser Zeit immer wieder Kritiken an der ungenügenden Vermarktung des
Vereins (Spielen in der Regionalliga und Vermarktung wie ein Kreisklasse-Verein) so war es auch
mit der Geschäftsführung eher peinlich bestellt. Wirtschaftskapitäne wie Manfred Blanke oder
Peter Blonski sollen es während ihrer Regentschaft versäumt haben, notwendige Beiträge an
Krankenkassen oder an das Finanzamt zu überweisen? Das kann wohl kaum noch jemand glauben.
Da muß die Frage gestellt werden: Gutgläubigkeit oder bewußt gemacht?
Diese Frage ist vermutlich genauso schwer zu beantworten, wie es dem amtierenden Präsidium
auch heute noch nicht möglich ist, einen Blick in die Bücher der Wacker-Marketing-GmbH zu
werfen. Das soll nach NNZ-Informationen nur den Gesellschaftern möglich sein. Und hier tauchen
wieder die gleichen Namen auf: Blonski, Blanke aber auch Seidenstücker. Die Marketing GmbH soll
nun aufgelöst werden, damit werden auch diese Bücher letztlich geschlossen.
Das Buch "Wacker" darf jedoch nicht geschlossen werden. Es gibt vielleicht noch eine einzige
Chance auf ein Weiterblättern: Die sportlichen Erfolge müssen her, am Sonntag muß ein Sieg vor
heimischen Publikum gegen Bischofswerda zur Pflichtaufgabe avancieren. Und das vor möglichst
vielen Zuschauern. Vielleicht denkt dann einer der ehemaligen Sponsoren über ein erneutes
Engagement bei diesem traditionsreichen Fußballverein nach. Denn sollte die Klasse Oberliga
erhalten werden, dann werden auch in der kommenden Saison prominente Vereine im
Albert-Kuntz-Sportpark spielen. Die Begegnung Eintracht Sondershausen gegen Dynamo Dresden
hat mit über 3000 Zuschauern gezeigt, daß auch Fußball in der Oberliga ein Zuschauermagnet sein
kann.
Wacker Nordhausen - Bischofswerda, Sonntag, 13.8.2000,
Anstoß ist um 14 Uhr.
Autor: psg

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