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Di, 09:17 Uhr
29.11.2016
Tarifverhandlungen bei Europagarne

IG Metall fordert zu Verhandlungen auf

Das Unternehmen Europagarne MRF ist eine der letzten Produktionsstätten, der in der Nordthüringer Region noch im Bereich der Textil- und Bekleidungsindustrie tätig ist. Seit einer Übernahme vor einigen Jahren stagniert der Lohn der Beschäftigten, das soll sich jetzt ändern, fordert die IG-Metall Nordhausen...

Rund 30 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt das Unternehmen und produziert am Standort Leinefelde-Worbis hochwertige Garne für den Europäischen Markt.
Nach einem Einbruch der Geschäftszahlen vor einigen Jahren, konnte sich das Unternehmen mit der Übernahme durch die Radici-Gruppe, einem Italienischen Textilunternehmen, am Markt behaupten.

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Zur Sicherung des Unternehmens und der Arbeitsplätze haben die Beschäftigten in Zeiten in denen die Produktion wechselhaft ausgelastet war, sowohl Kurzarbeit als auch häufige Mehrarbeit hingenommen. „Die Kolleginnen und Kollegen bei Europagarne bekommen, trotz anspruchsvoller Facharbeitertätigkeit und einem mehrschichtigen Arbeitszeitmodell, bislang gerade mal den Mindestlohn. Seit über 10 Jahren gab es keine Entgeltanpassung für die Kolleginnen und Kollegen.“ Sagt Alexander Scharff, einer der Geschäftsführer der IG Metall Nordhausen.

Die IG Metall hat die Geschäftsleitung vor über einem Jahr mit diesem Problem konfrontiert, bereits im März zu Tarifverhandlungen aufgerufen und einen Stufenplan für die Jahre 2016-2018 zur Verbesserung der Arbeits- und Entgeltbedingungen vorgelegt. „Bislang ist trotz mehrfacher Termine mit dem Betriebsleiter nichts passiert. Entscheidungsträger ist der italienische Geschäftsführer mit dem wir entweder gar keine Termine vereinbaren können, vergeblich auf Zusagen warten oder erst gar keine Antwort bekommen. Das wird dem berechtigten Interesse der Beschäftigten nicht gerecht und ist ein deutliches Zeichen dafür, was ihm die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wert sind.“

Nach einem letzten Gespräch zwischen Gewerkschaft, Betriebsrat und Geschäftsleitung in der vergangenen Woche gab es erstmals ein Angebot. Für die kommenden Monate steht den Beschäftigten eine minimale Lohnerhöhung auf das neue Mindestlohnniveau von 8.75 Euro sowie einer Erhöhung um 1,5 Prozent durch den Arbeitgeber in Aussicht. „Das ist für uns mehr als enttäuschend.“, so die Betriebsratsvorsitzende Julia Dräger. „Der Reallohnverlust der letzten 10 Jahre ist für uns kaum noch messbar. Und trotzdem haben wir das Unternehmen immer unterstützt und uns auf die Aussage verlassen, dass Verbesserungen kommen werden. Mit dem nun vorgelegten Angebot werden wir uns nicht zufrieden geben.“
Die IG Metall und der Betriebsrat beraten derzeit über das weitere Vorgehen. „Wir müssen den Druck nun deutlich erhöhen.“, so Scharff abschließend.
Autor: red

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