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Mo, 13:22 Uhr
28.11.2016
nnz-Ergebnisdienst: Kegeln

Nicht gespielt und doch gewonnen

Der achte und damit vorletzte Spieltag der Hinrunden in den Landesspielklassen bescherte den fünf im Einsatz befindlichen Vertretern aus dem Kreis Nordhausen drei Siege und zwei Niederlagen. Uwe Tittel fasst die Begegnungen zusammen...


Weiter höchst erfolgreich die Männer der SG Bleicherode/Sollstedt, die die Tabelenspitze in der 1. Landesklasse verteidigt haben und im schlechtesten Falle die Hinrunde als Dritter beenden werden. Spielfrei und doch Gewinner des Tages waren die Senioren der TSG Salza. Da der USV Jena in Roßleben mit 1:5 die Segel streichen musste vergrößerte sich der Vorsprung der TSG an der Tabellenspitze der Landesliga nach Minuspunkten auf bereits drei Zähler.

Dritter Saisonsieg für die NSV-Frauen

In einer auf insgesamt recht schwachem Niveau stehenden Partie kamen die Frauen des Nordhäuser SV gegen den Tabellenletzten, die 2. Mannschaft des TSV Motor Gispersleben, zu ihrem dritten Saisonsieg und verbesserten sich damit auf den vierten Tabellenplatz in der Landesliga.

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Den entscheidenden Vorsprung holte gleich das erste Paar heraus. Ursula Kühlewind, die erstmals in der Ersten aushelfen musste, war zwar übernervös und fand nie zu richtiger Wurfsicherheit, doch ihre Siege auf der ersten und dritten Bahn reichten dennoch zum Mannschaftspunkt. Auch Heike Fiedler hatte viel Mühe die richtige Spur zu finden und Konstanz in ihre Würfe zu bekommen. Dennoch gelang ein sicherer Vier-Bahnen-Erfolg mit deutlichem Holzvorsprung.

Im zweiten Paar ging es deutlich enger zu. Bei Tina Romhardt wechselten diesmal von Bahn zu Bahn Licht und Schatten. Starkes Spiel auf Bahn Eins und Drei, ganz schwach die beiden anderen. Und so konnte ihre Gegnerin am Ende bei 2:2-Bahnpunkten in der Gesamtholzzahl sogar noch knapp vorbei ziehen und den Mannschaftspunkt entführen. Auch Sonja Klaus lag am Ende in der Holzzahl knapp hinten. Auf der ersten Bahn kam sie gar nicht in die Gänge, handelte sich 32 Holz Rückstand ein. Dann drehte sie aber auf, ging 2:1 in Führung und hatte vor der letzten Bahn nur noch zwei Hoz Rückstand. Die letzten Bahn war dann allerdings nichts für schwache Nerven. Die Führung wechselte nahezu von Wurf zu Wurf. Schließlich wurde es ein 17:17-Unentschieden was für die NSVerin mit etwas Glück zum Punkt langte.

Landesliga Frauen 120 Wurf
Nordhäuser SV – TSV Motor Gispersleben II 5:1 (1865:1809/11:5)
Heike Fiedler 1:0 (458:410/4:0)
Ursula Kühlewind 1:0 (422:410/2:2)
Tina Romhardt 0:1 (493:495/2:2)
Sonja Klaus 1:0 /492:494/3:1)

Salza mit großen Personalsorgen

Der Ausfall von Toni Herrmann ist bei den Frauen der TSG Salza derzeit kaum zu kompensieren. Vor allem nicht, wenn es gegen so starke Mannschaften wie den Landesliga-Dritten KSC 08 Ilmenau geht. Die junge Michelle Boldt versuchte zwar ihr Bestes zu geben, doch sie hat noch nicht die technische Sicherheit, dazu kam verständliche Nervosität bei ihrem ersten Einsatz in der Landesliga. Sie stand gegen die starke Babett Morgenbrod vier Bahnen lang auf verlorenem Posten.

Auch Heike Hase musste sich im ersten Paar geschlagen geben. Nach sicher gewonnener erster Bahn und ganz knappen Sieg auf der dritten hatte sie aber den Siegpunkt in der Hand. Doch im unbedingten Wollen ging leider nicht mehr viel und wegen der schlechteren Gesamtholzzahl ging der Punkt an ihre Gegnerin. 0:2 und 131 Holz Rückstand für die TSG, das ist praktisch nicht mehr aufholbar. Das Geschehen im zweiten Paar aber war hochklassig und brachte auch den Salzaerinnen zumindest noch ein sehr gutes Mannschaftsergebnis.

Steffi Boenki holte sich überlegen die ersten beiden Bahnen und hatte den Punkt damit praktisch schon sicher. Danach ging die Konzentration etwas verloren, dennoch ein starkes Resultat. Das noch Bessere aber spielte sich auf den beiden anderen Bahnen zwischen Ines Werner und der Ilmenauer Spitzenspielerin Jessica Hagner ab.

Ines Werner legte einen fulminanten Start hin, holte sich die ersten beiden Bahnen überlegen mit 152:128 und 155:142. Auch wenn es danach nicht ganz so gut weiter lief und sie zwei knappe Niederlagen hinnehmen musste, den Punkt ließ sie sich nicht mehr nehmen. Und die überragenden 580 Holz gegenüber ebenfalls erstklassigen 549 ihrer Kontrahentin waren sogar neuer Bahnrekord. Und für die persönlich auch eine neue Bestmarke. Das gesamte Spiel allerdings blieb für Salza verloren und die TSG rutschte auf Platz Sechs ab.

Landesliga Frauen 120 Wurf
KSC 08 Ilmenau – TSG Salza 4:2 (2091:2017/10:6)
Michelle Boldt 0:1 (415:518/0:4)
Heike Hase 0:1 (490:518/2:2)
Steffi Boenki 1:0 (532:506/2:2)
Ines Werner 1:0 (580:549/2:2)

8:0 für die SG – besser geht es nicht

Die Männer von der Spielgemeinschaft Bleicherode/Sollstedt wurden beim bis dahin noch Tabellenvorletzten FKV Leinefede ihrer Favoritenrolle überaus eindrucksvoll gerecht. Alle SG-Spieler gewannen ihre Kämpfe. Damit gab es erstmals in der Staffel ein 8:0-Ergebnis. Nur fünf der 24 zu spielenden Bahnen konnten die Gastgeber für sich verbuchen und sind nun Tabellenletzter. Die Grundlage zum hohen Sieg legte sofort das erste SG-Paar.

Maik Schäfer spielte eine sehr konstant gute Partie, war am Ende Tagesbester. Auch Maik Jalowski zeigte wieder einmal seine starke Seite, hatte gegen den besten Leinefelder Roberto Finke nur auf der dritten Bahn eine kleine Schwäche. 2:0 und schon 90 Holz Vorsprung für die Gäste. Im Mittelpaar dann schon die Entscheidung.

Daniel Schäfer gab nur eine Bahn ganz knapp mit 121:122 ab, gewann sein Spiel überlegen mit 78 Holz Vorsprung. Rainer König musste da schon wesentlich mehr kämpfen, hatte vor allem im Räumen Mühe und sicherte sich schließich nur durch die besser Holzzahl den Punkt. 4:0 und 190 Holz mehr für die SG, da war für die Gastgeber nichts mehr zu machen. Der gerade 18 Jahre alt gewordene Lukas Hauswald unterstrich dann noch einmal mit erstklassigen 528 Holz und dem zweiten glatten Vier-Bahnen-Erfolg sein großes Talent. Und auch Hanjo Sinzel hatte mit seinem Gegner nur wenig Mühe.

Die SG ist vorerst mit 12:4 Punkten weiter Tabellenführer, Eisenach und Waltershausen mit je einem Spiel weniger und 11:3 Punkten können aber am nächsten Spieltag bei Siegen vorbeiziehen, denn da ist die SG spielfrei.

1. Landesklasse Männer 120 Wurf
FKV Leinefelde - SG Bleicherode/Sollstedt 0:8 (2807:3104/5:19)
Maik Schäfer 1:0 (546:475/4:0)
Maik Jalowski 1:0 (525:506/3:1)
Daniel Schäfer 1:0 (528:450/3:1)
Rainer König 1:0 (489:477/2:2)
Lukas Hauswald 1:0 (528:450/4:0)
Hanjo Sinzel 1:0 (488:449/3:1)

Ausfall von Rainer Wille ohne Folgen

Obwohl Rainer Wille kurzfrstig wegen Erkrankung ausfiel kamen die Senioren des Nordhäuser SV auf der Heimbahn an der Rotleimwiese zu einem ungefährdeten Erfog über den Verbandsligaletzten. Wutha-Farnroda ist weiter ohne Pluspunkt, Nordhausen konnte sich wieder um einen Platz nach vorn kämpfen, ist nur Tabellenvierter.

Ersatzmann Roland Rahn hatte diesmal im Räumen arge Mühe. Nur 107 Holz bei neun Fehlwürfen. Sein Kontrahent Hans Schmidt leistete sich zwar auch zehn Fehler, war dennoch besser und am Ende sogar der Beste der Gäste. Dennoch führten die Nordhäuser nach dem ersten Paar schon deutlich. Denn im anderen Duell gab es einen überlegenen Erfolg von Reiner Hagemeier, dessen Gegner weder in die Vollen noch im Räumen auch nur annährend mithalten konnte.

Mit einem Plus von 74 Holz für den NSV ging es ins zweite Paar. Hier glänzte „Kalle“ Karl-Josef Geitze, der in jeder Hinsicht die Bestmarken setzte. Bester mit 318 Holz in die Vollen, Bester mit 141 Holz im Räumen und mit nur drei die wenigsten Fehlwürfe aller Spieler. Er war der mit Abstand Beste des Tages. Uwe Schmögner hatte im Räumen nicht seinen besten Tag, hatte dennoch keine Mühe sein Spiel deutlich siegreich zu gestalten.

Verbandsliga Senioren 100 Wurf
Nordhäuser SV – KSV Wutha-Farnroda 1701:1534
Roland Rahn 395:413
Reiner Hagemeier 428:336
Karl-Josef Gleitze 459:406
Uwe Schmögner 419:379

NSV-Zweite kann Heimschwäche nicht ablegen

Es bleibt dabei: Die NSV-Zweite hat offensichtlich einen Heimkomplex. Gerade mal knapp über 1600 Mannschaftsholz, das ist ganz einfach zu wenig. Selbst gegen schwächere Gegner als Spitzenreiter Ichtershausen wäre damit kaum etwas zu holen. Es war zwar eine sehr geschlossene Mannschaftsleistung, aber eben auf viel zu niedrigem Niveau.

Nur in die Vollen konnten die Nordhäuser mit 1152:1159 mithalten, im Räumen war man mit 453:529 ganz klar unterlegen. Nur Kapitän Uwe Hempowicz machte da mit guten 142 Holz, dem drittbesten Tageswert, eine Ausnahme. Bei ihm lief es dafür in die Vollen nicht gut. Immer wieder nur Mittenwürfe. Nach dem ersten Durchgang, hier hatte Heinz Schulz sein Spiel dank der besten Tagesleistung von 304 Holz in die Vollen gewonnen und deutlicher Niederlage von Rainer Gebhardt gegen den am Ende Tagesbesten Michael Walberg, bestand bei der NSV-Zweiten noch leise Hoffnung, den Rückstand von 41 Holz wett machen zu können.

Aber über das unglückliche Spiel von Uwe Hempowicz wurde schon berichtet. Bei Partner Steffen Kratzien lief es ganau anders herum: Gutes Spiel in die Vollen, im Räumen dagegen nur wenige gute Anwürfe. Statt aufzuholen verdoppelte sich bis zum Ende noch der Rückstand.

Landesliga Senioren 100 Wurf
Nordhäuser SV II – KuF Ichtershausen 1605:1688
Rainer Gebhardt 387:443
Heinz Schulz 408:393
Uwe Hempowicz 404:428
Steffen Kratzien 406:424
Uwe Tittel
Autor: red

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