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Mo, 11:09 Uhr
14.11.2016
Zum 500. Todestag von Hieronymus Bosch

„Mit dem Heuwagen in die Hölle"

„Mit dem Heuwagen in die Hölle - Zum 500. Todestag von Hieronymus Bosch“ wird am Dienstag nächster Woche im Museum Tabakspeicher die Veranstaltungsreihe „Kunst, Gott und die Welt“ fortgesetzt...

Die Versuchung (Foto: Museu Nacional de Arte Antiga, Lissabon) Die Versuchung (Foto: Museu Nacional de Arte Antiga, Lissabon)
Die Versuchung des Heiligen Antonius, Triptychon, linker Flügel

Walter Martin Rehahn aus Halle präsentiert die geheimnisvolle und zugleich verstörende Kunst des Malers Hieronymus Bosch (um 1450 bis 1516).

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Der spanische König Philipp II., der zwei Generationen später lebte, war ein leidenschaftlicher Sammler seiner Werke. Und dies, obwohl der Künstler leicht hätte ins Visier der Inquisition geraten können. Denn Bosch erschuf in seinen fantastischen Gemälden eine Welt voller Monster, Hybriden und Symbolen, deren Enträtselung bis heute nicht vollends gelungen ist.

Vielen gilt er deswegen als ein Vater des Surrealismus. Andere bringen ihn mit spätmittelalterlichen Ketzersekten in Verbindung, oder spekulieren darüber, ob der Künstler bestimmte Bilder unter Drogeneinfluss gemalt habe. Doch weist sein Werk, von dem leider nur etwa 25 Gemälde erhalten sind, auch andere Seiten auf, so in den sehr einfühlsamen Darstellungen der Passion Christi.

Einzigartig ist eine Altartafel, die wie eine Illustration von Nahtoderfahrungen der Gegenwart wirkt. In seinem 500. Todesjahr lockten zwei große Ausstellungen in s'-Hertogenbosch und Madrid viele tausend Besucher aus aller Welt an. Im Vorfeld sind neue Forschungsergebnisse bekannt geworden. Walter Martin Rehahn, freier Dozent und Autor mit Lehrauftrag für Christliche Archäologie und Kirchliche Kunst an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg wird in seinem Überblicksvortrag mit zahlreichen Detailaufnahmen auch darauf eingehen. Der Eintritt pro Person beträgt 5 Euro.

22. November 2016, um 19:30 Uhr, Tabakspeicher
Autor: red

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